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Wie Blockchain-Technologie digitale Zahlungen verändern könnte

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Smartphone an das Terminal halten, kurz warten, bezahlt. So sieht der Alltag an der Kasse für Millionen Menschen aus. Im Hintergrund tut sich allerdings mehr, als die meisten ahnen. Neben Google Pay und klassischen Banking-Apps drängen Technologien wie die Blockchain in den Zahlungsverkehr, mit dem Ziel, das gesamte System schneller und günstiger zu machen.

Was hat Blockchain eigentlich mit Bezahlen zu tun?

Vereinfacht gesagt speichert eine Blockchain Transaktionen auf vielen verschiedenen Rechnern gleichzeitig. Eine zentrale Kontrollinstanz gibt es nicht. Jeder Eintrag wird kryptografisch mit dem vorherigen verknüpft, sodass sich nachträgliche Manipulationen sofort erkennen lassen.

Drei Eigenschaften machen die Technik für den Zahlungsverkehr interessant. Überweisungen laufen ohne Vermittler ab. Sie lassen sich transparent nachverfolgen. Die Abwicklung geht schneller als über den klassischen Bankweg. Vor allem die Geschwindigkeit macht Blockchain-basierte Netzwerke für internationale Transfers attraktiv.

Internationale Überweisungen als konkretes Beispiel

Eine Überweisung ins Ausland läuft heute häufig über mehrere Korrespondenzbanken. Jede Station kostet extra und bis das Geld ankommt vergehen nicht selten mehrere Tage.

Die Deutsche Bundesbank hat in ihrer Analyse zur G20-Roadmap für grenzüberschreitende Zahlungen ein klares Ziel formuliert. Die Kosten sollen auf unter ein Prozent des Überweisungsbetrags sinken. Der Großteil aller Zahlungen soll außerdem innerhalb einer Stunde beim Empfänger ankommen.

Blockchain-Netzwerke setzen exakt an dieser Stelle an. Ripple hat sich beispielsweise auf Zahlungsinfrastruktur für Finanzinstitute spezialisiert und zeigt regelmäßig in neuen XRP News, wie sich Transaktionszeiten im internationalen Geschäft verkürzen lassen.

Tipp: Bei neuen Zahlungswegen lohnt sich ein Blick auf die Regulierung im jeweiligen Land. Nicht jede Blockchain-Lösung ist überall gleich zugelassen.

Von der Brieftasche zur App

Die Entwicklung vom Bargeld zur digitalen Geldbörse verlief in den vergangenen Jahren rasant. Google Pay und Google Wallet zeigen, wie unkompliziert sich Zahlungsmittel bündeln und per Smartphone einsetzen lassen. Karten, Tickets und Ausweise liegen gesammelt in einer einzigen App.

Wie schnell sich dieses Ökosystem verändert, zeigte sich zuletzt an der Einstellung von PayPal als Bezahlmethode in Google Wallet. Viele Nutzer in Deutschland brauchten dadurch eine Alternative. Weil die meisten Banken inzwischen direkt angebunden sind, fiel die Umstellung für die Betroffenen kaum ins Gewicht. Trotzdem verdeutlicht der Schritt, wie rasch sich Zahlungsanbieter neu sortieren.

Innerhalb eines Landes funktioniert das Zusammenspiel zwischen App und Bank mittlerweile reibungslos. Bei Zahlungen über Landesgrenzen hinweg bestehen die eingangs beschriebenen Hürden jedoch bis heute fort.

Was das alles für dich als Google-Nutzer bedeutet

Google hat sich bislang nicht zu eigenen Blockchain-Plänen im Zahlungsbereich geäußert. An anderer Stelle testet der Konzern allerdings regelmäßig neue Funktionen innerhalb von Wallet, etwa bei digitalen Ausweisen oder Treuekarten. In der EU bereitet sich Google zudem darauf vor, die geplante EU Digital Identity Wallet technisch einzubinden, über die sich Personalausweis und Führerschein künftig digital nutzen lassen sollen.

Setzt sich die Blockchain-Technologie im Massenmarkt durch, verändern sich für Nutzer mehrere Dinge:

  • Schnellere Abwicklung von Zahlungen über Ländergrenzen hinweg
  • Mehr Transparenz beim Status einer laufenden Überweisung
  • Potenziell niedrigere Gebühren im Auslandsgeschäft

Noch handelt es sich um Entwicklungen im Hintergrund der großen Zahlungsplattformen. Fertige Produkte für den Endnutzer gibt es bislang nicht.

Stablecoins als Brücke zwischen den Systemen

Ein Baustein, der klassische Banken und Blockchain-Netzwerke zusammenbringt, sind sogenannte Stablecoins. Diese digitalen Token sind an eine Währung wie den Euro oder den US-Dollar gekoppelt. Die starken Kursschwankungen, die von Bitcoin oder Ether bekannt sind, fallen damit weg.

Mehrere internationale Banken testen bereits, Stablecoins für die Abwicklung von Großbetragszahlungen einzusetzen. Für Privatnutzer bleibt die Technik meist unsichtbar, sie läuft im Hintergrund der bestehenden Apps ab.

In der EU regelt seit 2024 die MiCA-Verordnung den Umgang mit solchen Token. Anbieter benötigen unter anderem ausreichende Rückstellungen für jede ausgegebene Einheit. Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfte das Thema damit auch jenseits von Fachkreisen zunehmend an Bedeutung gewinnen.


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