Google hat heute den Startschuss für die Googlebooks gegeben, die ab sofort vorbestellt werden können und schon in zwei Wochen auf den Markt kommen sollen. Während die Googlebook-Laptops von fünf großen Herstellern geliefert werden, ist Google natürlich für das Betriebssystem zuständig, das jetzt offiziell die Bezeichnung Googlebook OS trägt. Hier findet ihr alle wichtigen Infos.
Wir haben euch hier im Blog am Wochenende das Googlebook-Betriebssystem Aluminium OS vorgestellt, das vom Unternehmen im Mai vor allem mit Fokus auf die Gemini-KI präsentiert worden ist. Jetzt hat man den offiziellen Startschuss gegeben und überlässt es zunächst den Medien, über die neuen Geräte und auch das Betriebssystem zu berichten. Wir haben euch bereits vor wenigen Minuten hier im Blog mit allen Infos zum Start der Googlebooks versorgt, jetzt schauen wir uns das Betriebssystem an.
Zwischen dem damals gezeigten „Aluminium OS“ und dem jetzt als Googlebook OS vermarkteten Betriebssystem gibt es nicht viele Unterschiede – das liegt vor allem an einer Tatsache: Es ist Android. Das Betriebssystem basiert im Kern vollständig auf Android. Da Designelemente und die Benutzeroberfläche direkt von Smartphones bekannt sind, soll sich die Bedienung vom ersten Moment an intuitiv anfühlen.
Die Schnelleinstellungen und Benachrichtigungen befinden sich – anders als bisher bei Chromebooks – oben rechts in der Ecke, genau wie man es von Android-Handys kennt. Erstmals lassen sich Widgets, so wie man sie vom Smartphone-Homescreen kennt, direkt auf dem Desktop platzieren und bearbeiten. Auch Apps, Ordner und Dateien können frei auf der Benutzeroberfläche abgelegt werden. Das Startmenü / der App-Drawer erinnert stark an den Pixel Launcher.
Millionen von Apps zum Start
Dass Google für den Desktop-Anlauf mit den Googlebooks auf Android setzt, hat natürlich auch etwas mit dem etablierten Ökosystem zu tun: Gleich zum Start gibt es Millionen von Apps, alle vertrauten Apps und praktisch alle großen Marken sind vertreten. Alle Apps, die sich auf dem Smartphone oder Tablet nutzen lassen, stehen auch für die Googlebooks und den Android-Desktop bereit. Google setzt hier auf sogenannte TWAs, die über den Play Store verteilt werden, aber im Grunde optimierte Web-Wrapper sind. Der Vorteil: Sie unterstützen dadurch trotzdem Homescreen-Widgets.
Obwohl das System auf Android basiert, öffnen sich Standarddienste wie GMail oder Google Kalender in ihrer Web-Version statt als dezidierte Android-Apps. Der Chrome-Browser bietet wie gewohnt ein vollwertiges Desktop-Erlebnis inklusive Erweiterungen und neuer vertikaler Tabs. Es ist zu erwarten, dass man diese Balance aus Mobil, Desktop und Browser in den nächsten Monaten gemeinsam mit den App-Entwicklern in Angriff nehmen wird.
Ein wichtiges Detail ist der Magic Pointer, den wir euch hier im Blog bereits ausführlich vorgestellt haben. Schaut euch dazu auch gerne unsere Vorstellung vom Wochenende an, bei der wir euch die neuen Googlebook-Apps in der Übersicht gezeigt haben. Diese bilden die Grundlage für den magischen Cursor, der sowohl Informationen als auch Funktionen passend zum Element bieten soll, das unter dem Cursor liegt.
Gemini Intelligence ist tief integriert
Die Gemini-KI ist neben Android die wichtigste Komponente in Googlebook OS. Da das Betriebssystem auf Android aufbaut, profitiert es direkt von den bereits für Smartphones entwickelten Gemini- und KI-Funktionen, statt dass alles für ein klassisches ChromeOS neu erfunden werden musste. Wie sich die Gemini-KI in der neuen Oberfläche integriert, könnt ihr in den in diesem Artikel eingebundenen Videos beispielhaft sehen.
Die Gemini-KI ist nicht vollständig auf die Cloud angewiesen: Läuft lokal auf dem Gerät und treibt Funktionen wie KI-gestützte Screenshot-Beschreibungen (zum schnellen Suchen), den „Magic Pointer“ und „Rambler“ an. Eine dedizierte Taste ersetzt die klassische Caps-Lock-Taste. Ein einzelner Druck öffnet ein schwebendes Fenster für Emojis, die letzten Screenshots, die Gboard-Zwischenablage und den KI-Helfer Rambler.
Eine Neuerung für generative UI unter Android, mit der sich Widgets erstellen lassen, die Live-Daten (wie Suchergebnisse) abrufen.
Google setzt auf das Android-Konzept – mit Optimierungen
Zwar übernimmt Google das erfolgreiche Android-OEM-Modell (die Hersteller können verschiedene Laptops bauen und vorinstallierte Apps wählen), zieht aber klare Grenzen. OEMs dürfen das Interface (wie Statusleisten-Icons) nicht anpassen, sondern müssen bei den Google-Vorgaben bleiben. Damit ist es eher vergleichbar mit dem von Microsoft seit jeher genutzten Ansatz bei Windows. Das ist sicherlich eine gute Entscheidung.
Wichtig sind auch die Updates, die bei Android bekanntlich nach wie vor zu den größten Schwachstellen gehören. Wie man es von Chromebooks gewohnt ist, rollt Google die Updates zentral aus, und das im gleichen Rhythmus wie die Android Quarterly Platform Releases (QPR) – also vierteljährlich, ergänzt durch flexible Sicherheitsupdates zwischendurch.
Letzte Aktualisierung am 19.09.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.