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Smart-Home-Technologie im Selbstbau: Sensoren und Anwendungen für den privaten Cannabisanbau

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In den letzten Jahren haben sich Smart-Home-Systeme von einfachen Lichtsteuerungen zu komplexen Netzwerken entwickelt, die in der Lage sind, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Energieverbrauch in Echtzeit zu überwachen. Diese trendige Technologie macht auch vor dem Bereich des privaten Pflanzenanbaus nicht halt, wo immer mehr Hobbygärtner auf vernetzte Lösungen setzen. Sie ermöglichen es, die Wachstumsbedingungen präzise zu regulieren und Daten über mehrere Anbauzyklen hinweg zu vergleichen.

Rechtliche Grundlagen für den privaten Anbau

Das Cannabisgesetz gestattet es Erwachsenen ab 18 Jahren, bis zu drei Cannabispflanzen für den Eigenbedarf anzubauen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Pflanzen für Dritte, insbesondere Minderjährige, unzugänglich aufbewahrt werden. Wer mit dem legalen Anbau beginnen möchte, benötigt zunächst geeignetes Ausgangsmaterial. Über spezielle Fachhändler lassen sich z. B. Cannabis Samen kaufen. Die Auswahl der Sorten richtet sich in der Regel nach Standort, Größe der Anbaufläche sowie gewünschter Blütezeit. Da der gesamte Vorgang von der Keimung bis zur Ernte mehrere Monate in Anspruch nimmt, ist eine sorgfältige Planung der Technikausstattung schon vor dem Kauf des Saatgutes sinnvoll.


Sensorik und Automatisierung im Grow-Bereich

Gleichmäßiges Wachstum ist nur in einem konstanten Klima möglich. Feuchtigkeitssensoren, Temperaturfühler und CO2-Messer liefern hier die benötigten Werte. Immer mehr Hersteller von Growboxen stellen inzwischen Schnittstellen zu den gängigen Smart-Home-Standards wie Matter zur Verfügung, so dass sich Lüftung, Licht, Bewässerung mit einer App steuern lässt. Mit Google Home und ähnlichen Baukästen, die viele Nutzer auch schon für andere Räume in ihren Häusern genutzt haben, lassen sich beliebte Haussteuerungen integrieren. Eine automatisierte Lichtsteuerung kann Tag- und Nachtzyklen exakt nach den Bedürfnissen der jeweiligen Sorte simulieren, was bei einfacher Steuerung unmöglich ist. Auch die Luftfeuchtigkeit lässt sich so in engen Toleranzbereichen halten, was Schimmelbildung enorm verringert.


Apps zur Wachstumsdokumentation und Datenauswertung

Neben der Steuerung wird auch die Dokumentation des Wachstumsverlaufs interessant. Über spezielle Apps lassen sich digitale Anbau-Tagebücher führen, in denen etwa Gießintervalle, Düngergaben und Wachstumsphasen festgehalten werden können. Die Sensorwerte lassen sich mit diesen Angaben verknüpfen, so dass sich nachträglich bestimmte Zusammenhänge etwa zwischen Luftfeuchtigkeit und Wachstumsverlauf herausarbeiten und auswerten lassen. Für Hobbygärtner mit verschiedenen Anbaudurchgängen entsteht hier ein Weg, die Bedingungen nach und nach zu optimieren, statt bei jedem Durchgang wieder bei null anzufangen. Viele der Anwendungen bieten zudem auch Erinnerungen für immer wiederkehrende Pflegeschritte, was bei langen Vegetationsperioden sehr praktisch ist. Und einige Tools exportieren die gesammelten Werte als Tabellen, so dass sich Anbaudurchgänge auch einmal außerhalb der App untereinander vergleichen lassen.

Qualitätskriterien bei Saatgut und Equipment

Durch gute Saatgutqualität entscheidet sich die Keimrate und der Verlauf des Wachstums. International orientiert sich die Saatgutprüfung meist an den von der International Seed Testing Association (ISTA) vorgegebenen Regelungen für die einheitliche Prüfung auf Keimfähigkeit und Reinheit. Für die Lagerung gilt: kühl, trocken und dunkel bringt die Samen länger! Das gilt auch für das technische Zubehör. Vor dem Kauf eines Sensorsystems sollte man sich darüber informieren, ob die Kalibrierintervalle und die Messungenauigkeit mit den Herstellerangaben übereinstimmen. Ungenaue Messwerte wirken sich in der Folge ungünstig auf die automatisierte Steuerung aus. Eine geschickte Kombination von Sensorik, App-Steuerung und sorgfältiger Dokumentation schaffen deshalb eine Grundlage, die in den folgenden Anbauzyklen wiederverwendet werden kann.


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