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Google-Suche 2026: Warum viele Webseiten trotz guter Inhalte unsichtbar bleiben

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In Deutschland gibt es mittlerweile über 16 Millionen .de-Domains. Fast alle Unternehmen haben einen Onlineauftritt, doch nicht immer werden sie tatsächlich gefunden. Experten gehen davon aus, dass bis zu 90 % aller Webseiten insgesamt keinen organischen Traffic haben. Das liegt allerdings meist nicht an Keywords oder Meta-Tags, sondern an Googles verändertem Verständnis von Inhalten.

Die Experience wird zum Ranking-Indikator

Google will Webseiten nicht primär als Informationsquelle, sondern als Erlebnis für die Nutzer. Dadurch werden viele Inhalte gar nicht mehr angezeigt. Hintergrund: zahlreiche Webseiten sind noch nach altem Muster mit passenden Keywords, Überschriften und Meta-Descriptions optimiert.


Doch der Suchmaschinengigant nutzt generative KI (Search Generative Experience) und beantwortet mit „AI Overviews“ Nutzerfragen direkt in den Suchergebnissen. Da die Antworten häufig so gut und detailliert sind, besuchen immer weniger User die eigentlichen Webseiten von Unternehmen. Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen dort auftauchen, wo die KI Informationen bezieht.

Um zu verstehen, wie das funktioniert, kann ein SEO Coach helfen. Er zeigt beispielsweise, dass es nun wichtiger denn je ist, klare Strukturen, Expertise und eindeutige Themenfelder auf der Webseite zu haben.

Automatisierte SEO-Workflows ersetzen manuelle Routinen

2026 setzen erfolgreiche SEO-Teams auf Automatisierung und KI-Tools. Sie bringen Zeitersparnis, eine enorme Datenbasis und Skalierbarkeit. Mithilfe von SEO-Profis und KI-Unterstützung lassen sich Content-Audits, Fehleranalysen und Themenvorschläge automatisch durchführen. Das Ergebnis: Prozesse werden effizienter, Entscheidungen fundierter und Inhalte präziser auf Zielgruppen abgestimmt. Routineaufgaben wie das Prüfen von Meta-Daten, das Erkennen technischer Schwachstellen oder das Clustern von Themen laufen weitgehend automatisch.

E-E-A-T 2.0: Erfahrung schlägt generische Inhalte

Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness – diese Kriterien werden auch 2026 immer wichtiger. Google bevorzugt mit seiner E-E-A-T 2.0-Strategie Inhalte mit nachweislicher Erfahrung aus erster Hand. Was nicht mehr funktioniert, sind KI-Texte ohne persönliche oder belegbare Komponente. Sie verlieren an Sichtbarkeit und können ganze Webseiten im Suchmaschinen-Nirvana verschwinden lassen.

Persönlichkeit wird stattdessen immer wichtiger. Echte Autorenprofile, klare Quellen und nachvollziehbare Expertise setzen sich gegen gesichtslose Ratgeber und Inhalte ohne Mehrwert durch. Darauf müssen auch SEO-Experten reagieren und darauf achten, dass jede veröffentlichte Seite eine erkennbare menschliche Handschrift trägt. Google will wissen, wer hinter den Inhalten steht, welche Erfahrungen diese Person hat und ob sie glaubwürdig ist.

Entity-SEO: Google will verstehen, was passiert

Eine bloße Keyword-Optimierung reicht 2026 nicht mehr aus. Google betrachtet die Themen nicht mehr einzeln, sondern als semantische Netzwerke. Das Ziel ist, Zusammenhänge zwischen Personen, Marken und Inhalten wirklich zu verstehen. Entity-SEO heißt das Stichwort für die nächsten Monate.




Damit muss der Aufbau und Inhalt einer Webseite neu gedacht werden. Schon seit Jahren arbeitet Google mit dem sogenannten Knowledge Graph, einer gigantischen Wissensdatenbank, die Entitäten und ihre Beziehungen zueinander speichert. Mit der neuen Strategie zur Bewertung von Webseiten nimmt er eine völlig neue Dimension ein. Es geht darum, Inhalte so zu gestalten, dass Google ihre Bedeutung, Herkunft und Relevanz eindeutig erfassen kann.

Sofortmaßnahmen für ein SEO, das für 2026 bereit ist

Es braucht oft mehrere Wochen oder sogar Monate, bis eine Webseite wirklich vollständig überarbeitet ist. Doch ein SEO-Masterplan mit klaren Strukturen hilft, die Internetpräsenz jetzt schrittweise bereit für 2026 zu machen:

  1. Strukturen schaffen, bevor das Schreiben beginnt: klare Haupt- und Unterthemen definieren und Inhalte logisch intern verknüpfen
  2. Inhalte menschlicher machen: Autorenprofile ergänzen, bestenfalls mit Bild, Biografie und Expertise
  3. Automation integrieren: Workflows mit KI-Tools entwickeln, die Routineaufgaben automatisch abwickeln
  4. Digitale Identität aufbauen: Brand Knowledge Panel pflegen und strukturierte Daten implementieren

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