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Google des Tages: RIP Stephen Hawking

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Google des Tages: Stephen Hawking (17.700.000)
Stephen Hawking ist tot. Der berühmte Physiker, der immer wieder auch als Physik-Popstar gesehen wurde, ist heute morgen im Alter von 76 Jahren gestorben. Damit hat er seine ihm vorhergesagte Lebenserwartung um ein gutes halbes Jahrhundert überschritten.


Auch Menschen die sich nicht unbedingt für Physik interessieren dürfte der Name Stephen Hawking ein Begriff sein. Er wurde nicht nur immer wieder als wohl klügster Mensch der Welt bezeichnet – was er selbst aber niemals für sich in Anspruch genommen oder wissenschaftlich ermitteln ließ – sondern war natürlich auch für seine Erscheinung bekannt. Hawking saß seit 1968 im Rollstuhl und ist bis auf wenige Bereiche des Gesichts vollständig gelähmt. Aber auch dass hat ihn bis zum Ende seines Lebens nicht davon abgehalten, seiner Arbeit weiter nachzugehen.

Hawking ist heute früh in seinem Haus in Cambridge, England im Kreise seiner Familie gestorben. Seine Kinder haben kurz, aber sehr passend nur folgendes Statement herausgegeben:

Wir werden ihn für immer vermissen. Er war ein großartiger Wissenschaftler und ein außergewöhnlicher Mensch.

Sein bekanntestes Forschungsgebiet war die Erforschung der Schwarzen Löcher, die er als Staubsauger des Universums enttarnt hat, die nicht nur Materie verschlucken sondern auch die nach ihm benannte Hawking-Strahlung aussenden. Mit diesen Grundlagen hat er auch der Quantenmechanik zum Durchbruch verholfen, die wiederum grundlegend für die Suche nach der „Weltformel“ ist – die Hawking gerne in seiner Lebenszeit noch entdecken wollte, was ihm aber leider nicht mehr gelungen ist.

Interessant an der Person Stephen Hawking war auch sein unbändiger Lebenswille, den er trotz seiner schweren Behinderung und einigen Rückschlägen in der Forschung niemals verloren hat. Seine Ärzte prophezeiten ihm schon kurz nach der Entdeckung seiner Erkrankung, dass er seinen 30. Geburtstag nicht erleben wird. Mit über 76 Jahren hatte er seine Lebenserwartung mehr als verdoppelt und erfreute sich – den sehr schweren Umständen entsprechend – bis zum Schluss relativ guter Gesundheit.



Ich möchte jetzt gar nicht zu sehr auf das Leben von Hawking eingehen, da es heute an vielen Stellen im Web sehr ausführliche Darstellungen und Portraits geben wird. Ein guter Einstieg ist aber der unten verlinkte Artikel von Stephen Hawking. Erst im vergangenen Jahr hatten wir ihm schon einmal einen „Google des Tages“ zu seinem 75. Geburtstag gewidmet.

Dass er ausgerechnet am Pi-Tag und dem Geburtstag von Albert Einstein gestorben ist, ist nur ein weiteres Puzzlestück seines faszinierenden Lebens.

[Spiegel Online]


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