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Play Store: Google reduziert Größe von App-Updates ab sofort um über 60 Prozent

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Für Android-Nutzer ist es beinahe tägliche Routine: Viele Apps rollen gefühlt wöchentlich ein Update über den Play Store aus und bringen immer wieder kleinere Aktualisierungen, von denen der Nutzer in den meisten Fällen gar nichts mitbekommt. Jetzt ist es Googles Entwicklern gelungen, die Größe dieser Updates weiter zu reduzieren und die APK-Dateien noch weiter zu verkleinern. Dazu kommt eine stärkere Komprimierung zum Einsatz.


Selbst relativ simple Apps haben mittlerweile Größen im zweistelligen Megabyte-Bereich und belegen nicht nur viel Speicher auf dem Smartphone des Nutzers, sondern benötigen auch viel Bandbreite zur Aktualisierung. Es empfiehlt sich zwar sowieso, Updates nur über WLAN durchzuführen, aber dennoch kann es natürlich nicht schaden, die Dateigröße etwas weiter zu reduzieren – und das ist Googles Entwicklern nun gelungen.

Durch einen stärkeren Algorithmus zur Komprimierung und einer neuen Struktur für die Updates, konnte man die benötigte Dateigröße nun um bis zu 90% reduzieren. Schon seit längerer Zeit werden nur die Teile und Module aktualisiert, die wirklich ein Update erhalten haben, wodurch die Dateigröße schon einmal deutlich reduziert werden konnte. Mit dem erneuten Update werden nun auch nur noch die Teile dieser Module ausgerollt, die aktualisiert worden sind, statt wie bisher die gesamte Datei.

Zusätzlich hat man die Komprimierungsrate weiter steigern und die Dateien verkleinern können. Obige Grafik zeigt, dass man mit diesem System sehr erfolgreich ist und bei Apps wie Netflix bis zu 90 Prozent einsparen konnte. Allerdings hat das ganze auch eine Schattenseite: Die Dekomprimierung dieser Dateien dauert nun etwas länger, so dass das Update etwas längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Als Faustformel nennt Google hier, dass pro eingespartem MB eine Sekunde zusätzlich benötigt wird.



Für App-Entwickler ändert sich gar nichts, denn diese müssen weiterhin ihre aktualisierte App in den Play Store laden, der dann die ganze weitere Arbeit übernimmt. Die Aufteilung der Module und das Feststellen der Unterschiede geschehen im Hintergrund und auch mit dem eigentlichen Rollout hat der Entwickler bekanntlich nichts mehr zu tun.

Noch vor wenigen Jahren sah der Update-Prozess vollkommen anders aus: In den Anfangsjahren von Android und dem Play Store wurde tatsächlich noch jeweils die gesamte App aktualisiert und es musste jedesmal das volle Archiv heruntergeladen werden. Das hat natürlich nicht nur bei Google ordentlich unnötigen Traffic benötigt, sondern hat auch den Traffic des Nutzers belastet und ihn unnötig viel Zeit gekostet – gerade bei Spielen.

Die neue Update-Funktion ist ab sofort aktiv und sollte sich schon bei der nächsten Runde bemerkbar machen.

[AndroidPolice]


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