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Hinweis im Repository: Android könnte schon bald offiziell auf den Raspberry Pi 3 kommen

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Betrachtet man die ganze Android-Landschaft im gesamten, läuft das Betriebssystem auf mehr als 24.000 verschiedenen Geräten, und fast täglich kommen neue dazu. Schon bald könnte Android aber auch einem populären Gerät zum Einsatz kommen, das normalerweise ohne Betriebssystem ausgeliefert wird: Der Raspberry Pi 3. Es gibt einen eindeutigen Hinweis darauf, dass der Mini-Computer schon bald offiziell von Google unterstützt wird.


Die dritte Version des Raspberry Pi wurde erst vor wenigen Monaten vorgestellt und gehört schon jetzt zu den beliebtesten Mini-Rechnern der Reihe und erfreut sich mittlerweile nicht nur bei Bastlern immer größerer Beliebtheit. Der Raspberry Pi 3 verfügt trotz seiner sehr kompakten Bauweise über einen 1,2 Gigahertz ARM-Prozessor mit 64 Bit, 1 Gigabyte RAM, 4 USB-Anschlüsse, 1 LAN-Anschluss sowie über Bluetooth und WLAN.

Im Android Open Source Project (AOSP) befindet sich schon seit einigen Wochen ein Hinweis darauf, dass der Raspberry Pi 3 in Zukunft zu den offiziell von Google unterstützen Geräten gehört: Es wurde ein entsprechendes Verzeichnis angelegt, das allerdings noch leer ist und weder Daten noch eine Information in Textform enthält. Möglicherweise wird der Raspberry Pi 3-Support auch erst mit Android N gestartet, was erklären würde warum das Verzeichnis noch immer leer ist.

Von Google gibt es bisher noch keine offizielle Stellungnahme, aber da man den Einsatzbereich von Android N vergrößern möchte und sogar Desktop-Funktionen eingebaut hat, ist eine Unterstützung von einem so populären Gerät wie dem Raspberry Pi gar nicht so unwahrscheinlich. Eine volle Unterstützung oder spezielle Version wird es wohl erst einmal nicht geben, aber wenn Bastler über eine von Google abgenickte Version mit Play Store & Co. verfügen, dann ist damit schon viel gewonnen.



Schon bisher gab es Möglichkeiten um Android auf den Raspberry Pi zu bringen, aber eben ohne offizielle Unterstützung und mit sehr viel Aufwand. Der Mini-Rechner kann unter anderem auch mit Windows IOT, diversen Linux-Versionen und sogar Chrome OS betrieben werden – ganz so wie man es gerade braucht. Gerade die große App-Auswahl für Android könnte beide Projekte voranbringen und den Pi noch nützlicher machen.

Ganz nebenbei kommt Android so auch auf Geräte, die in Zukunft vielleicht auch für Heim-Automatisierungen eingesetzt werden. Siehe etwa das schon etwas ältere Tutorial für den Raspberry Pi zur Heimüberwachung mit Google Analytics. Auch der smarte Spiegel könnte mit einer solchen Lösung leichter umgesetzt werden als mit einem modifizierten Smartphone oder Tablet. Vor allem da der Mini-Rechner für weniger als 40 Euro zu haben ist.

» Das Raspberry Pi 3-Verzeichnis bei AOSP

[t3n]


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