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Android N: Update-Prozess wird stark vereinfacht und findet in Zukunft im Hintergrund statt

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Leider kommt es nur sehr selten vor, dass sich ein Android-Nutzer über ein Update für sein Betriebssystem freuen kann – vor allem wenn man schon ein etwas älteres Modell besitzt. Doch wenn dann einmal ein Update zur Verfügung steht, dann gleicht dies in der Wahrnehmung des Nutzers fast schon einer Operation am offenen Herzen. Das soll sich mit Android N nun ändern, so dass der Nutzer gar nicht mehr mitbekommt wenn ein Update heruntergeladen und installiert worden ist.


Im Normalfall läuft der Update-Prozess von Android so ab: Der Nutzer wird über den Download informiert und kann diesen entweder händisch anstoßen oder automatisch im Hintergrund herunter lassen. Ist das Update dann heruntergeladen, muss die Installation noch einmal händisch gestartet werden, woraufhin das Smartphone neu startet und die folgende Grafik inklusive Statusbalken anzeigt – und genau das ist die bereits erwähnte „Operation am offenen Herzen“. Anschließend gibt es noch einen Neustart und eine Optimierung aller installierten Apps, die schon einige Minuten in Anspruch nehmen kann.

Mit Android N soll sich das ganze nun ändern, so dass der Nutzer das Update gar nicht mehr mitbekommt – ganz so wie man es von Chrome OS kennt. Das Update wird im Hintergrund heruntergeladen und sogar auf dem Smartphone installiert. Dort wartet es dann bis auf den nächsten Neustart des Smartphones und startet automatisch in die neue Version des Betriebssystems – ganz ohne Wartezeit und ohne Interaktion des Nutzers. Was sich bei Chrome OS seit Anfang an etabliert hat, soll nun auch in Android funktionieren.

Möglich wird dies durch eine zweite System-Partition, die im Hintergrund reserviert ist und nicht genutzt wird. In der Offline-Partition, die vom laufenden Betriebssystem nicht genutzt wird, wird das Update installiert und das System auf die nächste Version gebracht. Nach dem Neustart wechseln dann beide die Rollen und die Offline-Partition nimmt dann die Online-Rolle ein und die vorherige Online-Partition schlummert dann im Hintergrund und wartet auf das nächste Update. Auch die Optimierung der Apps findet im Hintergrund statt.



Dieser ganze Prozess soll nicht nur in Googles Android N-Version funktionieren sondern auch bei allen angepassten Versionen der Hersteller zum Einsatz kommen können. Natürlich können die Hersteller wieder einen Riegel vorschieben und den Prozess verändern, aber diese dürften natürlich auch ein Interesse daran haben das ganze so einfach wie möglich zu gestalten. Im besten Falle bekommt der Nutzer also gar nicht mehr mit, dass es ein Update gegeben hat.

Ob diese neue Prozedur nun auch bedeutet dass es in Zukunft deutlich häufigere Android-Updates geben wird, so wie bei Chrome OS. Insbesondere in punkto Sicherheit hatte man vor einiger Zeit mal monatliche Updates versprochen, denen nun zumindest in punkto Usability die Tür geöffnet worden ist.

[AndroidPolice]


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