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Studie: Google sollte zerschlagen werden

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Die Technische Universität in Graz hat schon vor einigen Monaten eine Studie zum Thema Google vorgelegt, die aber erst jetzt ans Licht der Öffentlichkeit gekommen ist. Laut den Autoren hat Google mittlerweile soviel Macht angesammelt und bestimmt in solch einem Umfang unsere täglich konsumierten Informationen, dass die Firma staatlich bekämpft oder sogar zerschlagen werden muss!

Die Autoren dieser 187-seitigen-Studie führen als Grund für die geforderte Zerschlagung als erstes die Marktmacht von Google an. In der Vergangenheit hat es noch kein vergleichbares Unternehmen gegeben dass sich quasi ein Informationsmonopol aufgebaut hat. Dass diese Informationen von nur einer Quelle kommen stört im Grunde niemanden, dafür aber dass Google diese Informationen im Grunde manipulieren könnte und damit in das gesamte Weltgeschehen – allen voran die Wirtschaft – eingreift.

Als zweites wird die Datensammlung von jedem einzelnen User angeführt. Google möchte von seinen Usern immer mehr Informationen haben und bekommt diese dann durch die Einführung entsprechender Dienste und Formulare auch. Google kennt seine User mittlerweile besser als es die eigene Familie und Freunde tun. Das mag prinzipiell erschreckend sein, in der Praxis ist „Google“ aber einfach keine Person die Geheimnisse ausplaudert sondern schlicht und einfach ein Unternehmen dem die einzelnen Daten total egal sind.

Durch eine mögliche Zerschlagung bzw. eine bessere staatlich geförderte Konferenz versprechen sich die Autoren einen besseren Wettbewerb auf diesem Markt und ein Ende von Googles Datensammlung. Ob das wirklich viel bringen wird sei mal dahin gestellt, in der Praxis wird sich das wohl nicht so einfach durchsetzen lassen, da Google bis heute seine Marktstellung nicht ausnutzt und sich in großen Teilen über APIs auch weit für die Konkurrenz öffnet.

Do not Evil
Zugegeben, Google breitet sich in letzter Zeit mit starker Geschwindigkeit in immer mehr Märkte aus – von der Krankenakte über den mobilen Markt bis hin zum irgendwann-vielleicht-mal GoogleNet. Warum sollte Google das auch nicht tun, es ist ein ganz normales Börsennotiertes Unternehmen dass auf seine Umsätze und Gewinne schauen und seine Investoren glücklich machen muss. Auf den Lorbeeren ausruhen ist nicht, es muss ständig expandiert und das bestehende Geschäft erweitert werden.

Viele User haben Angst davor, dass Google eines Tages die Daten die man dem Unternehmen anvertraut hat, weiter verkaufen könnte oder sonstwie ausnutzt. Dem ist allerdings nicht so, Google schützt die Daten seiner User mit Messern in der Hand und gibt nur nach Ausschöpfung aller juristischen Möglichkeiten einige Daten heraus. Mehr kann man nun wirklich nicht verlangen.

Außerdem vergessen viele, dass die Informationen im Grunde die Kronjuwelen von Google sind. Ohne Daten wären alle Dienste nur eine leere Hülle die nichts wert ist. Würde Google seine Stellung auf dem Markt ausnutzen, würden sich die User ganz schnell abwenden und all die gesammelten Informationen sind nichts mehr wert. Es ist also quasi auszuschließen dass Google mit euren Daten „böses“ anstellt…

P.S. Letztere 3 Absätze stellen meine persönliche Meinung da.

» Die Studie
» Artikel bei heise

[thx to: Frank]


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