Ein großer Teil der populären Angebote im Internet ist für den Nutzer vollkommen kostenlos. Neben den diversen Facebook-Angeboten vom Social Network über WhatsApp bis zu Instagram gehören dazu auch die zahlreichen Google-Angebote wie GMail, Maps oder auch die Websuche. Jetzt plant die EU-Kommission allerdings eine Änderung der Definition von "kostenlos", so dass alle diese Angebote zukünftig auch unter das Verbraucherschutzgesetz fallen.
Nach jahrelangen Ermittlungen der EU-Kommission wurde Google Ende Juni dieses Jahres zu einer Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro verdonnert worden und hat zusätzlich eine Reihe von Auflagen für die Zukunft bekommen. Lange Zeit sah es so aus, als wenn Google die Strafe und auch die Auflagen einigermaßen stillschweigend akzeptiert - doch dem ist nicht so. Wie die EU-Kommission jetzt bestätigt hat, hat Google Klage gegen das Urteil eingereicht.
Erst in der vergangenen Woche hatte die EU-Kommission eine Rekordstrafe gegen Google verhängt und wird das Unternehmen vermutlich um ganze 2,42 Milliarden Euro erleichtern. Möglicherweise sollte die Konzernmutter Alphabet den Geldkoffer aber nicht zu weit weglegen, denn schon bald könnte die nächste Rekordstrafe bevorstehen. Auch das Verfahren gegen Android könnte schon bald zum Abschluss kommen und geht in die ernste Phase.
Das ging dann jetzt doch schneller als gedacht: Im EU-Verfahren gegen Googles Websuche hat die EU-Kommission vor wenigen Minuten eine Entscheidung getroffen und eine Strafe gegen das Unternehmen verhängt. Eine Milliardenstrafe war bereits erwartet worden, doch die jetzt geforderte Summe sprengt alle Rahmen und war in der Form noch nie dagewesen: Die Kommission hat Google zur Zahlung von 2,42 Milliarden Euro Strafe verurteilt.
Schon seit vielen Jahren ermittelt die EU-Kommission wegen des Wettbewerbsmissbrauchs gegen Google und hat im Sommer 2015 ein Verfahren gegen das Unternehmen eröffnet. Jetzt soll das Verfahren vor dem Ende und ein Urteil kurz bevor stehen. Noch ist zwar nichts in trockenen Tüchern, aber die Spatzen pfeifen schon von den Dächern dass Google wohl eine Strafe in Milliardenhöhe und vermutlich auch strenge Auflagen erwarten.
Die letzten zwei Jahre waren für Google in der EU nicht gerade leicht, denn insgesamt hängen dem Unternehmen nun schon ganze drei Verfahren wegen Wettbewerbsmissbrauch an - und diese betreffen naturgemäß die wichtigsten Produkte. In dem Verfahren gegen Android steht nun offenbar schon bald eine Entscheidung an, denn die Wettbewerbshüter sollen ein 150 Seiten starkes Dokument verfasst haben, aus dem hervorgeht dass Google die Bündelung der einzelnen Komponenten in Zukunft untersagt werden soll. Außerdem droht eine hohe Strafzahlung.
Es kommt immer dicker für Google: Nachdem die EU-Kommission bereits zwei Verfahren gegen das Unternehmen führt, hat man heute nun die Eröffnung eines dritten angekündigt. In diesem Fall geht es um Googles Werbegeschäft, mit dem man ebenfalls die Konkurrenz ausgebootet und selbst die eigenen Nutzer unter Druck gesetzt haben soll. Die Vorwürfe wiegen zwar schwer, aber wirklich verständlich sind sie nicht.
Wenn die EU-Kommission ein Unternehmen erstmal ins Visier genommen hat, dann gibt man so einfach wohl nicht mehr auf: Nachdem aktuell bereits zwei Verfahren gegen Google laufen, strengt man nun noch ein drittes weiteres Verfahren an: Laut einem Bericht steht diesmal die Werbeabteilung in der Schusslinie, gegen die man derzeit Beweise und Fakten sammelt um ein weitere Untersuchung zu starten.
Der Vorwurf des Machtmissbrauchs ist für Google nicht neu und hat das Unternehmen schon in mehreren Ländern und Regionen beschäftigt - und in den meisten Fällen kam man mit einem blauen Auge und nur sehr geringen Auflagen davon. In der EU hingegen wird es für Google langsam ungemütlich, denn mittlerweile laufen schon zwei Verfahren wegen Machtmissbrauchs, die in einer sehr teuren Schlacht münden und mit hohen Strafzahlungen enden könnten.
Seit der letzten großen Änderung an der Google Bildersuche sind mittlerweile schon mehr als drei Jahre vergangenen und die meisten Nutzer dürften sich wohl schon gar nicht mehr an die alte Version erinnern können. Doch jetzt könnte Google dieses neue Design (erneut) zum Verhängnis werden, denn der Bilderriese Getty Images hat nun eine Beschwerde bei der EU eingelegt und hängt sich damit an die gerade laufenden Verfahren an.