Google 

Google setzt zunehmend auf Systeme, die visuell suchen können. So etwa geschehen vor genau 4 Jahren, als Google neven vision gekauft hatte. Knapp 2 Jahre später gab es auch die Gesichtserkennung für Picasa. Heute wurde dann bekannt, dass Google Riya gekauft hat, ein Unternehmen welches sich auf visuelle Suchen spezialisiert hat.

Riya, die Firma hinter like.com, wurde nun von Google gekauft, das gab man auf der eigenen Homepage bekannt. Like.com steht dafür, die visuelle Suche in Webshops zu bringen. Dabei sucht das System nach ähnlich aussehenden Produkten und stellt diese vor. Laut Angaben dieser Seite sind die auch die ersten, die die visuelle Suche auf den Markt gebracht haben.

2005 hatte Riya bereits eine Software entwickelt, die Gesichter auf Fotos erkennt und diese Personen zuordnen kann. Deshalb planten sie 2006 auch eine eigene Suchmaschine, doch die Finanzierung war nicht abgeklärt und so wurde das Projekt eingestellt und der Fokus auf Like.com gelegt - schließlich lässt sich mit Shopping mehr Geld verdienen. Laut einer US-Amerikanischen Zeitung war diese Software war aber so langsam, dass es einen Tag brauchte, bis 4.000 Fotos durchgearbeitet wurden. Ein Jahr später kaufte Google neven vision und brachte 2008 dann auch die Gesichtserkennung in Picasa - eine Software, die Gesichtserkennung kann - aber viel schneller.

Doch was will Google dann mit Riya? Ganz einfach: Riya als Firma hält einige Patente auf die Bilderkennung und die Entwickler hinter Riya/Like könnten ihr Wissen mit Google teilen. Auch an Like.com ist noch etwas zu holen, schließlich ist das Cross-Matching-System auch für Googles Suche relevant: So könnte Images in Zukunft auch auf einer visuellen Suche basieren.

Übrigens: 2005 gab es schon einmal Gerüchte, dass Riya von Google gekauft würde. Allerdings entschied sich Google schnell für neven vision. GoogleWatchBlog berichtete.

_via Google OS

Der Kauf von riya durch Google liegt bei Google anscheinend wirklich auf dem Schreibtisch und die beiden Unternehmen stehen in Verbindung. Darauf weist die Tatsache hin dass Google vor einiger Zeit die Domain googleriya.com registriert hat, auf der sich zur Zeit noch ein zweifelhafter Inhalt befindet. Vielleicht ist der Kauf schon beschlossene Sache, nur über die Einzelheiten muss noch diskutiert werden, wie ich schon öfter sagte würde ich mich sehr freuen wenn Google diese Technik kaufen und weiter voranbringen würde. Aber vielleicht wurde diese Domain auch nur registriert weil sich die Gerüchte hartnäckig halten und man irgendwelchen Domaingrabbern zuvorkommen wollte. » Wen sollte Google als nächstes kaufen? [Blogoscoped-Forum]
Googles Websuche ist sehr gut darin, Informationen aus Webseiten zu analysieren, diese übersichtlich aufzubereiten und dann in Form von Antworten und Fakten in der Websuche zu präsentieren. Dadurch können viele Fragen mittlerweile direkt beantwortet werden, ohne dass der Nutzer selbst in den Ergebnissen recherchieren muss. Jetzt testet man ein ganz neues Feature in der Websuche, bei dem prominente Personen selbst Fragen über sich beantworten.
Chrome Extensions
Die Gewinner des ersten deutschen "GTUG Battle beta" stehen fest. Bei dem Google-Wettbewerb waren "GTUG"-Teams (Google Technology User Groups) aus ganz Deutschland aufgerufen, völlig neuartige und kreative Erweiterungen für Google?s Browser Google Chrome zu entwickeln und diese in den Kategorien "Page Actions" und "Browser" einzureichen. Die Beteiligung übertraf alle Erwartungen, sodass die zusätzliche Wettbewerbskategorie "Innovation" eingerichtet wurde. Statt der geplanten sechs Gewinnerteams freuen sich nun neun Entwicklergruppen darüber, dass ihre Chrome Extensions ab sofort in der Google Chrome Gallery zur Installation bereitstehen. Außerdem erhalten die Sieger in den einzelnen Kategorien das Google Mobiltelefon Nexus One sowie 2.000 Euro für ihre nächste eigene Entwickler-Veranstaltung.

In der Kategorie "Page Actions" gewannen Benjamin Lehejcekl, Martin Becker und Daniel Fedh von der GTUG-Gruppe Nürnberg mit ihrer Google Chrome Erweiterung "Popchrom". Mit "Popchrom" können Nutzer eigene Shortcuts für ganze Textphrasen entwickeln. Dies erspart beispielsweise das manuelle Einfügen von Signaturen oder Standardantworten. Mikhailo Matiyenko-Kupriyanov, Stephan Linzner, Aygul Zagidullina und Heiko Seebach sind die Gewinner in der Kategorie "Browser Action". Das GTUG-Team aus Stuttgart hat mit der Erweiterung "Social Media Monitoring" ein Feature entwickelt, das die Twitter-Aktivität benutzerdefinierter und standortbezogener Schlüsselwörter in Echtzeit anzeigt. In der Zusatzkategorie "Innovation" hat sich das Münchener GTUG-Team durchgesetzt. Izabella Nagy, Juliane Erhardt, Stefan Hudelmaier und Stefan Grothkopp kreierten die Chrome-Erweiterung "Tabs Plus", die unter anderem Miniatur-Voransichten von offenen Browser-Tabs, die Volltextsuche in bereits geöffneten Tabs sowie ein paralleles Fenstermanagement ermöglicht.

Vom 23. Februar bis zum 14. März 2010 haben insgesamt 25 GTUG-Teams ihre Google Chrome Extension-Entwicklungen beim "GTUG Battle beta" eingereicht. Die Jury ? bestehend aus Wieland Holfelder, Google?s Engineering Director, den Google Customer Solutions Engineers Jens Trapp und Thomas Steiner sowie Tua Slöör, Head of Consumer Marketing für Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz ? hatte die Qual der Wahl. "Der erste deutsche ?GTUG Battle beta? war ein voller Erfolg", so Wieland Holfelder. "Wir sind von der Vielzahl der eingereichten Erweiterungen, dem technologischen Entwicklungsgrad sowie der visuellen und kreativen Umsetzung der Chrome Extensions immens beeindruckt."
Die neun Gewinner des "GTUG Battle beta" und ihre Chrome Extensions:
Kategorie "Page Actions"
  • Sieger:Popchrom von Benjamin Lehejcek, Martin Becker und Daniel Fedh
  • Zweitplatzierte: h2Gcal von Christopher Friedrich und Fabian Grümer
  • Drittplatzierte: MultiSwitch von Michael Mosmann, Mario Rexin und Christian Ewers
Kategorie "Browser Actions"
  • Sieger:Social Media Monitoring von Mikhailo Matiyenko-Kupriyanov, Stephan Linzner, Aygul Zagidullina und Heiko Seebach
  • Zweitplatzierte: JSCloud von Thomas Kruse und Christoph Sassenberg
  • Drittplatzierte: chromeRadio von Dirk Gomez und Lukas Zielinsk
Zusatz-Kategorie "Innovation"
  • Sieger:Tabs Plus von Izabella Nagy, Juliane Erhardt, Stefan Hudelmaier und Stefan Grothkopp
  • Zweitplatzierte:CSS3 In Space Light von Rocco Georgi und Jesse Adler
  • Drittplatzierte: Earthquake Notifier von Daniel Faust und Johannes Sonnentag
Wir haben alle mal kurz getestet und besonders Popchrom hat uns sehr gut gefallen.
Google Earth
Google hat seinem Satelitenprogramm Earth mal wieder ein neues frisches Foto-Update spendiert. Laut dem Google Earth Blog hat sich das Update besonders auf Deutschland konzentriert - dessen Fotos jetzt in einer sehr viel höheren Qualität vorliegen sollen. Außerdem gab es große Updates für Großbritannien, Kanada und einige US-Bundesstaaten. Ich kann von dem Update leider mal wieder nichts bemerken. Sowohl an den mir bekannten Fotos von Berlin als auch von Wien kann ich absolut keine Änderungen feststellen. Könnte daran liegen dass Berlin eh schon in so guter Qualität vorliegt dass hier erstmal keine Qualitätssteigerung mehr nötig gewesen ist. In ländlichen Gegendenen dürfte das Update aber sicherlich sichtbar sein - oder? Hier mal eine Liste der Updates:
* Germany now looks much better thanks to special color mapping techniques which were used for Switzerland previously! * UK updated - Most of England is now in high resolution. * Parts of Greenland * Antarctica - some strips of high resolution down here * Parts of Canada with new high resolution, big area around Toronto * Catalonia part of Spain * State of Alabama * St. Paul, Minnesota * Puerto Rico has more high resolution * Iran has lots of new Digital Globe satellite strips * New Zealand has some new coverage * Parts of Russia
New high resolution: Canada: Whistler, BC; Waterloo & Toronto, Ontario; Nanaimo, BC; and Fort Saskatchewan, AB England: Base 50cm coverage of nearly entire country, and Avon Germany: Cities/Regions of Greifswald, Trier, Köln, Stuttgart, Bonn, Oldenburg, Rostock, Saarbrücken, Hamburg, Hannover, and Ritterhude Austria: Villach region France: Cities of Caen, Dijon, Metz, St Etienne, Toulouse and Rouen Spain: Valencia Andorra US: Imperial County (CA); Yellowstone National Park (WY); Galveston/Houston (TX); Peterborough (NH); Cheyenne (WY); Burke, Wake, and Cabarrus Counties (NC); Racine and Kenosha Counties (WI); Washington, DC; St Paul (MN); and the State of Alabama Japan: City/Regions of Kochi, Asahikawa, Koriyama, Miyazaki, Nagano, Utsunomiya, Akita, and Toyama Large Digital Globe (60cm) update includes areas in Sudan, expanded Africa, Australia, Mexico coverage and smaller areas of coverage in Asia, Polynesia, South America, Canada, Europe, Middle East plus some interesting islands in Antarctica and Greenland. Updated Imagery: Americas: Bogotá, Columbia; Mission Viejo (CA, US); Hillsborough County (FL, US) EU: Dublin, Ireland Middle East/Africa: Beirut, Lebanon and Tripoli, Libya Asia: Hong Kong and Manila, Philippine Updated Terrain: Western US 10m, Canary Islands 10m
P.S. Bei den Maps sind die neuen Bilddaten noch nicht angekommen. » Artikel beim Google Earth Blog » Posting von Google
Picasa
+neven Vision
Google hat anscheinend eine gute Alternative zu riya gefunden und diese gleich gekauft. Diese Alternative Firma nennt sich neven vision und hat sich auf die bessere Durchsuchbarkeit, Organisation und Erkennung von Bildern spezialisiert. Na das ist doch genau das was Google gesucht hat ;-) Das Team von neven vision, über das es mittlerweile keinerlei Informationen mehr gibt, arbeitet ab sofort an Picasa. Scheinbar hat dieses Team eine so tolle Technologie hervorgebracht dass Google sie gleich in seine eigene Software aufnehmen möchte und die Firma einfach komplett gekauft hat. Worum es sich bei dieser Technologie genau handelt ist leider nicht bekannt und wird von Google noch geheim halten. Ich denke aber dass es sich um etwas ähnliches wie riya handelt, nämlich die inhaltliche Erkennung eines Fotos. Das heißt wenn man der Software ein paar Fotos einer Person zeigt dann wird diese wiedererkannt und die Fotos könnten automatisch sortiert werden. Auch bekannten Umgebungen könnte die Software erkennen und so gleich noch den passenden Urlaubsort zu den Fotos angeben. Aber dafür muss die Software schon mit sehr vielen Daten gefüttert werden. Und wir wären einen Schritt weiter bei Google Vision. Naja, Spekulationen. Worum es sich genau handelt erfahren wir aber sicherlich in einigen Wochen, und zwar in einer neuen Picasa-Version. Aber: Nichts genaues weiß man nicht. (sic!) » neven vision » Ankündigung im Google-Blog Nachtrag: » Details zur Technik von neven vison
GWB-Dossier Übernahmen & Beteiligungen
Im Google Blogoscoped-Forum kam die Frage auf welche Firma Google als nächstes kaufen sollte oder kaufen wird. Natürlich geht es in erster Linie darum innovative Technologien aufzukaufen und diese in die eigenen oder neue Angebote zu integrieren. Ganz klar führend ist zur Zeit riya und Thumbstacks. Die Software riya erkennt anhand von einigen hochgeladenen Fotos die Gesichter der Personen und kann so ohne Angabe von weiteren Informationen viele andere Fotos der Person finden die sich im Index befinden. Diese Firma sollte Google wirklich auf jeden Fal übernehmen falls sie das nicht schon getan haben. Es wäre wirklich eine sehr große Bereicherung für die Bildersuche und würde Google einen enormen Vorteil auf diesem Markt bringen. Thumbstacks wiederum passt sehr gut in das Google Office. Es ist eine Online-Präsentationssoftware mit der einfache Abläufe erstellt und wieder abgespielt werden können. Dies wäre dann der letzte Teil der im Office-Angebot noch fehlt, ein PowerPoint für das Internet sozusagen. Welche Firmen würdet ihr zum Kauf vorschlagen? Ich wäre außer den beiden oben genannten noch für YouTube! » Who will Google buy next?
GWB-Dossier Übernahmen & Beteiligungen
Wie ich gerade gelesen habe hat Google wieder einmal ein sehr innovatives Unternehmen aufgekauft. Diesmal handelt es sich um die Foto-Suchmaschine riya. Diese ermöglicht es IN Fotos nach einzelnen Personen zu suchen. Diese Suchmaschine durchsucht Fotos nicht nur nach ihren META-Angaben, den Dateinamen und den Speicherort, sondern auch nach dem Inhalt. Findet sich z.B. ein Foto von George W. Bush irgendwo auf der Festplatte, wird es auch gefunden wenn darüber keine Infomationen im Foto selbst gespeichert sind. Vorausgesetzt natürlich man trainiert das Programm vorher. Diese Suchtechnik eröffnet natürlich völlig neue Möglichkeiten der Foto-Suche. Auch bei Gruppen-Fotos soll das Programm genau erkennen welche Personen sich auf diesem Foto befinden sollen. Eine Liste der Features von riya:
? Riya finds unknown faces ? Riya learns who?s who ? Riya recognizes & auto-tags ? Riya finds similar looking people ? Riya reads signs ? Riya reads folder names ? Riya reads manual tags ? Riya reads file names ? Riya groups photos by names ? Riya groups photos by albums ? Riya groups photos by scenes ? Riya groups photos by time
Was Google mit dieser Firma vor hat dürfte klar sein: Diese Technik kann natürlich optimal in Google Bilder-Suche integriert werden, oder auch in Picasa, vielleicht sogar in die Google Video-Suche. Die Möglichkeiten scheinen mal wieder unbegrenzt. Die Weiterentwicklung dieser Technik wird jetzt sicherlich stark vorangetrieben und uns dann bald das sortieren und auffinden von Fotos erheblich erleichtern. Interessant wären auch Suchen wie z.B. "Ich am Strand", wenn das Programm das auch noch erkennen würde dann wäre es eine Wunderwaffe... Der Kaufpreis lag bei 40-60 Mio US$, außerdem hat riya noch eine Texterkennung im Angebot - was aber in der heutigen Zeit nichts besonders mehr ist. [gelesen bei:Dittes InfoBlog]