Die EU-Wettbewerbskommission ermittelt schon seit Jahren gegen Google wegen des Vorwurfs des Wettbewerbsmissbrauchs durch die Suchmaschine, und hatte vor einigen Monaten durch eine offizielle Beschwerde gegen Google Fakten geschaffen. Seit Mitte April hatte Google Zeit, sich die Punkte der Beschwerde vorzunehmen und auf diese entsprechend zu antworten, wobei man immer wieder Fristen verstreichen ließ und die EU-Kommission so eher noch zusätzlich gereizt hat. Jetzt hat Google offiziell mit einem 100-seitigen Brief geantwortet und lehnt alle Vorwürfe ab.
Im vergangenen Jahr wurde auf drängen des Europäischen Gerichtshofs das Recht auf Vergessen eingeführt, das es jedem Nutzer in den EU-Ländern erlaubt, Links zu Angeboten und Webseiten zu entfernen die die eigene Privatsphäre angreifen oder Persönlichkeitsrechte verletzen. Google hält sich zwar an dieses Gesetz, doch das eben auch nur innerhalb der Landesgrenzen: Außerhalb der EU-Länder sind die Links nämlich weiterhin in den Ergebnislisten, wodurch diese weiterhin problemlos zu finden sind. Google hat es nun offiziell abgelehnt, an dieser Tatsache etwas zu ändern und legt sich mit der französischen Datenschutzbehörde CNIL an.
Gestern musste das mittlerweile sehr beliebte Online-Spiel Google Maps Risk offline genommen werden. Der Besitzer der Marke "Risiko" Hasbro hatte dagegen geklagt und die sofortige Abschaltung gefordert. Hat jetzt etwa auch schon die Brettspielindustrie Angst vor "Raubkopien", oder warum musste man dieses Spiel offline nehmen? Hasbro ist durch dieses Spiel garantiert nicht ein einziger Cent verloren gegangen. Jeder hat es doch nur als Online-Variante für Zwischendurch betrachtet. Richtige Risiko-Spieler, und die die es noch werden wollen, hätten sich das Brettspiel auch weiterhin gekauft. Und eine Online-Version hat Hasbro auch nicht in Planung... Google Maps Risk bot das Spiel Risiko auf der Grundlage der Google Maps API an und ließ sich weltweit kostenlos online spielen. Wenn dieser Schuss mal nicht nach hinten losgeht, ein Boykott von Hasbro-Produkten unter den Fans dieses Spiels könnte die Folge sein, warten wir ab ob es in dem Kampf David gegen Goliath noch einen zweiten Teil geben wird. » Die Stellungnahme auf der Homepage
Googles Spieleplattform Stadia ist trotz einiger Anstrengungen bisher noch kein großer Wurf, denn es fehlt nach wie vor an einer großen Auswahl attraktiver Titel. Wie nun bekannt wurde, hätte der Mega-Titel Fortnite im vergangenen Jahr zu Stadia portiert werden können - allerdings unter einer Bedingung, die Google wohl nicht eingehen konnte. Ein weiterer interessanter Einblick.
Googles Plattform Android Auto ließ sich sehr lange Zeit nur mit einer direkten USB-Verbindung zwischen Smartphone und Infotainment-Display verwenden. Auch heute noch sind viele Nutzer auf Lösungen wie den AAWireless-Dongle angewiesen, um eine kabellose Verbindung zu nutzen. Doch nun gibt es schlechte Nachrichten, denn das Projekt kämpft mit schweren Problemen, die auch bereits ausgelieferte Geräte betreffen kann.
Google wird in den nächsten Wochen auf der Spieleplattform Stadia nachlegen und viele neue Spiele bringen: Erst kürzlich hatte man in Aussicht gestellt, das in nächster Zeit mehr als 400 neue Spiele kommen werden und nun wurde der nächste Schwung von zehn Titeln aus dem Stadia Makers-Programm angekündigt. Darunter auch der bereits erwartete Titel Skyclimbers.
Die Kartenplattform Google Maps gehört zu den wichtigsten Produkten des Unternehmens und streckt die Fühler in immer neue Bereiche aus. Auf der anderen Seite betreibt Google schon seit einigen Jahren die Navigationsplattform Waze, deren Schicksal eigentlich schon vor langer Zeit als besiegelt galt - doch weit gefehlt. Nach bald acht Jahren muss man sich fragen, welche Bedeutung Waze für Google überhaupt noch hat.
Hinter den Kulissen von Googles Spieleplattform Stadia geht es seit einiger Zeit drunter und drüber, aber nach außen möchte man natürlich den guten Schein bewahren: So kommt es dann auch, dass man pünktlich zu den schlechten Nachrichten eine neue Spiele-Offensive in Aussicht stellt. Noch in diesem Jahr sollen 100 neue Spiele zu Stadia kommen, im Laufe der nächsten Jahre sogar über 400.
Google ist für den überwiegenden Teil der Besucherströme im Internet verantwortlich und bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen die größte Trafficquelle für redaktionell gepflegte Webseiten. Das schafft eine solch extreme Abhängigkeit, dass eine Google-Abstrafung sehr schmerzhaft werden kann, doch das Unternehmen macht es Webmastern auch nicht leicht. Heute möchte ich ein neues Beispiel anführen, warum Google so unberechenbar ist.
Die Google Websuche kämpft mit zahlreichen Problemen und führt rund um die Welt immer wieder zu Klagen, Gerichtsverfahren oder gar Kartellverfahren - doch in Australien könnte es nun völlig eskalieren: Schon seit langer Zeit wird dort eine eigene Variante des hierzulande bekannten Leistungsschutzrechts ins Spiel gebracht und Google droht nun in aller Öffentlichkeit, die Websuche bei Einführung eines solchen Gesetzes einzustellen.