Die automatische Kategorisierung in Google Fotos wird jetzt mit einer neuen Funktion aufgewertet, die vor wenigen Wochen erstmals angekündigt wurde und nun in den Rollout geht: Mit dem neuen Bereich Google Fotos Wardrobe werden jetzt die Kleidungsstücke der Nutzer erkannt, extrahiert und organisiert. Nach diesen lässt sich filtern, kombinieren und ein eigenes Outfit visuell anprobieren.
In Googles KI-Abteilung wird schon seit längerer Zeit an Tools rund um die Kleidung gearbeitet, die man sowohl erkennen als auch digital kategorisieren und kombinieren möchte. Wir hatten euch vor gut einem Jahr die Modenschau-App Google Doppl vorgestellt und jetzt startet das Ganze in deutlich größerem Stil innerhalb von Google Fotos. Die erste Ankündigung gab es vor einigen Wochen und jetzt geht es in ersten Ländern in den Rollout. Wir stellen euch den neuen Bereich vor.
Die neue Funktion Google Fotos Wardrobe soll alle Fotos des Nutzers automatisch nach Kleidungsstücken scannen und diese als einzelne Objekte auflisten. Das basiert zunächst auf der Gesichtserkennung, um nur die eigene Kleidung in den virtuellen Schrank zu hängen. Diese Fotos werden nach Kleidung gescannt, diese entsprechend auf Basis aller verfügbaren Fotos gescannt, vermessen und kategorisiert. Daraus entsteht ein digitaler Katalog aller Kleidungsstücke, die der Nutzer besitzt. Das Ergebnis ist ein virtueller Kleiderschrank.
Aber die Kleidungsstücke können nicht nur aufgelistet und zur Inspiration abgerufen werden, sondern diese lassen sich auch filtern. Nutzer können mit einer Prompt-Beschreibung nach Kleidungsstücken suchen, die vielleicht schon in Vergessenheit geraten sind. Sogar Schmuck soll kategorisiert und fein säuberlich gefiltert werden. Mit der Auflistung und Kategorisierung der Kleidungsstücke und Schmuckstücke ist das neue Feature noch nicht am Ende, denn die wahre Magie entsteht erst im nächsten Schritt.
Outfits kreieren und anprobieren
Die aufgelisteten Kleidungsstücke lassen sich beliebig miteinander kombinieren, um neue Outfits zu erstellen. Es lassen sich alle Kleidungsstücke frei kombinieren, die Kreationen speichern und bei Bedarf auch mit Freunden teilen – vielleicht für das gemeinsame Outfit-Brainstorming. Es lassen sich beliebig verschiedene Moodboards anlegen, in denen die Kreationen gespeichert und für entsprechende Anlässe und Stimmungen wieder abgerufen werden können. So lassen sich Outfits zusammenstellen, die zu den jeweiligen Anlässen dann hoffentlich auch im realen Kleiderschrank noch zu finden sind.
Wer sich mit einem Outfit noch nicht ganz sicher ist, kann dieses innerhalb von Google Fotos anprobieren. Dafür lässt sich die Ankleiden-Funktion verwenden, die auf einem Foto vom Nutzer selbst basiert. Auf diesem Foto trägt das digitale Konterfei die ausgewählte Kleidung im geplanten Gesamtoutfit. In der ersten Version ist das nur ein statisches Foto, doch in anderen Apps bietet Google schon heute die Möglichkeit, dieses digitale Ich eine Modenschau durchführen zu lassen. Sogar eine Projektion per AR wäre eine Möglichkeit für die Zukunft.
Die neue Funktion sollte eigentlich erst im Sommer starten, doch man gibt schon jetzt den Startschuss: Google Fotos Wardrobe steht ab sofort für Abonnenten von Google AI Pro oder Google AI Ultra in den USA, Brasilien und Indien zur Verfügung. Ich tippe darauf, dass man recht zeitnah alternative oder zusätzliche Kleidung vorschlägt, die direkt in werbenden Onlineshops gekauft werden kann.
Letzte Aktualisierung am 24.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.