Google Assistant: Vorteile und Nachteile von Hey Google ; braucht es eine Alternative oder ist es bewusst so lang?

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Der Google Assistant steht auf sehr vielen Geräten ständig zur Verfügung und lässt sich in den meisten Fällen mit den magischen Wörtchen Hey Google aus dem Tiefschlaf wecken. Nun arbeitet Google daran, für einige Befehle auf diese Wortgruppe zu verzichten – aber reicht das aus? Vielleicht wäre es endlich an der Zeit für ein neues, kürzeres, Wort.


google assistant fun

Wer den Google Assistant auf dem Smartphone, im Auto oder im Smart Home intensiv nutzt, dem gehen die Worte Hey Google sicherlich sehr leicht über die Lippen – im Laufe der Zeit vielleicht auch immer undeutlicher. Irgendwann kann man an den Punkt kommen, an dem dieser Aufruf lästig wird und aufgrund der zunehmenden Undeutlichkeit dann auch mehrfach wiederholt werden muss, bevor der Assistent aus seinem Standby-Schlaf erwacht.

Ist “Hey Google” zu lang?
Zwar ist das heute gebräuchliche “Hey Google” sehr viel einfacher auszusprechen als das damalige “OK, Google”, aber dennoch noch immer länger als die Wörtchen der Konkurrenz. Alexa, Siri, Cortana und sogar Bixby lassen sich mit einer Silbe aufsagen, während es bei Google zwei Silben sind. Die längere Zeitspanne darf wohl vernachlässigt werden, aber aus meiner persönlichen Sicht gibt das nach längerer Nutzung kein so gutes Gefühl. Familie und Freunde ruft man auch beim Vornamen und nicht ständig mit “Hey Vorname“. Die zusätzliche Ansprache ist im Alltag überflüssig.

Google hat das Problem, dass man den Assistenten nach sich selbst benannt hat und damit nicht flexibel ist. Niemand muss Hey Amazon, Hey Apple, Hey Microsoft oder Hey Samsung rufen, sondern nutzt die Bezeichnungen der Sprachassistenten. Vielleicht sollte auch Google eine solche Alternative schaffen. Ich habe hier im Blog schon vor einigen Jahren nach einem möglichen Namen für den Google Assistant gefragt und es zeigte sich, dass es viele Menschen ähnlich sehen. Am häufigsten wurde damals übrigens für “Larry” gevotet.




google assistant action blocks logo

Ist “Hey Google” absichtlich auf zwei Worte verlängert?
Doch was bei der Aussprache irgendwann unschön werden kann, könnte auch einen praktischen Grund haben, den ich bisher nicht beleuchtet hatte: Während alle anderen Assistenten einfach nur gerufen werden, beginnt man beim Assistent direkt einen ganzen Satz. Das kann auch dazu führen, dass es trotz der “Hey”-Distanz persönlicher wird. Man nennt den Namen und setzt den Satz direkt mit dem gewünschten Befehl fort. Vielleicht ist das mit Blick auf das große Ganze sogar besser.

Für die Entwickler ergibt sich der Vorteil, dass man auf zwei Worte hören kann. Man kann den Assistant schon bei “Hey” aus dem Tiefschlaf holen und diese erkannte Aufforderung durch “Google” verifizieren. Dadurch ist man auch schneller Aufnahmebereit. In früheren Tests soll der Assistant deutlich weniger False-Positives gehabt habe als die Konkurrenz. Aktuelle Daten liegen mir leider nicht vor, aber das könnte auf die Wahl der zwei Worte zurückzuführen sein.

Vermutlich wird sich an den magischen Wörtern niemals etwas ändern, denn dafür ist es viel zu sehr etabliert. Die neue Richtung scheint es zu sein, in einigen Situationen vollständig darauf zu verzichten. Dazu bringt man unter anderem das föderale Lernen auf Schiene.

» Google Assistant: ‘Hey Google’-Sprachbefehle sollen nun ausgewertet werden; föderales Lernen auf Google-Server

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comment 2 Kommentare zum Thema "Google Assistant: Vorteile und Nachteile von Hey Google ; braucht es eine Alternative oder ist es bewusst so lang?"

  • Also ich persönlichlich denke, dass es tatsächlich besser ist, wenn man zwei Wörter / zwei Silben benötigt. Alleine schon dass viele meiner Kunden auf die private Sicherheit der Daten pochen, aber Zuhause Alexa stehen haben, die DEN GANZEN TAG zuhört. JEDES EINZELNE WORT. Google hingegen hört natürlich ebenfalls alles mit, ABER sie vermitteln wenigstens noch den “Befehl”. Der Startschuss quasi. Ab dem “hey Google” passiert erst etwas, man möchte quasi, dass Google das folgende mithört. Ich finde das fair.

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