Fitbit: Google hat Übernahme des Wearable-Herstellers offiziell abgeschlossen – Behörden wissen von nichts

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Wie die Zeit vergeht: Vor mittlerweile 14 Monaten hat Google die Übernahme von Fitbit angekündigt und ist sowohl auf erwarteten als auch unerwarteten Widerstand gestoßen. Das hat dazu geführt, dass sich die Übernahme stark verzögert hat, aber nun konnte man endlich Vollzug melden: Die Übernahme ist nach eigenen Angaben abgeschlossen und soll sowohl Nutzerdaten als auch Drittanbieter vorerst nicht betreffen. UPDATE: Die Übernahme könnte noch platzen.


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Googles Wear OS ist nach Marktanteile das zweitgrößte Smartwatch-Betriebssystem nach Apples Plattform, aber dennoch ist es aufgrund der Apple-Dominanz und der zahlreichen Marktteilnehmer in der Nische. Man dürfte sich wohl erhoffen, mit der Übernahme von Fitbit etwas daran zu ändern, aber die Vorzeichen stehen nicht wirklich gut: Auch die Marktanteile von Fitbit zeigen seit zwei Jahren steil nach unten und sorgen dafür, dass das Unternehmen bald aus der globalen Top 5 herausfliegt.

Aufgrund großer Bedenken und langwieriger Prüfungen durch die Behörden weltweit, auch in der EU, hat sich die 2,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme immer weiter hinausgezögert, aber nun ist es unter Dach und Fach: Es wird interessant sein, mit welchen Produkten wir vielleicht noch zum Ende dieses Jahres rechnen können. Kommt endlich die Pixel Watch? Wenn ja, wird sie auf Fitbits Betriebssystem oder doch Wear OS basieren?

Google hat im Zuge des Abschlusses der Übernahme noch einmal betont, dass man sich nur für die Hardware und nicht für die Nutzerdaten interessiert. Außerdem sollen Drittanbieter, die auf das Fitbit-Ökosystem setzen, keine Nachteile haben und alles weiterhin wie gewohnt nutzen können. Wie lange diese beiden Versprechen gelten, ist allerdings nicht bekannt.




UPDATE 15. Januar:

Hat Google etwas zu früh geschossen? Offiziell hat man die Übernahme nach eigenen Angaben abgeschlossen, aber einige wichtige Behörden haben wohl nach wie vor nicht ihr Okay gegeben. Sowohl das amerikanische Justizministerium (DOJ) als auch die australische Wettbewerbsbehörde haben noch keine Entscheidung getroffen. In Australien wird das Ganze nun mit Nachdruck untersucht und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Deal trotz offiziellem Abschluss noch rückgängig gemacht werden muss.

Kurios: Google ist der Meinung, die Erlaubnis zur Übernahme vom DOJ erhalten zu haben, beim DOJ weiß man davon allerdings nicht. Gab es da etwa ein Kommunikationsproblem, das dem Unternehmen noch teuer zu stehen kommen könnte? Es bleibt weiter spannend.

DOJ Statement:

The Antitrust Division’s investigation of Google’s acquisition of Fitbit remains ongoing. Although the Division has not reached a final decision about whether to pursue an enforcement action, the Division continues to investigate whether Google’s acquisition of Fitbit may harm competition and consumers in the United States. The Division remains committed to conducting this review as thoroughly, efficiently, and expeditiously as possible.

Googles Statement:

We complied with the DOJ’s extensive review for the past 14 months, and the agreed upon waiting period expired without their objection. We continue to be in touch with them and we’re committed to answering any additional questions. We are confident this deal will increase competition in the highly crowded wearables market, and we’ve made commitments that we plan to implement globally.

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[AndroidPolice]


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