Google Maps: 12 Tipps für smarte Fahrradfahrer – so holt ihr als Biker alles aus der Kartenplattform heraus

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Die Kartenplattform Google Maps kann für sehr viele Aufgaben verwendet werden und bietet mittlerweile für jede Art der Fortbewegung eine ganze Reihe von Zusatzfunktionen. Auch für Fahrradfahrer kann die Smartphone-App sehr praktisch sein und bietet von der Routenplanung über die Navigation bis zur Interaktion und der Aufzeichnung eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die wir in diesem Artikel zusammenfassen. Passend zum überraschenden Comeback des Fahrrads.


Natürlich ist das Smartphone auch beim Fahrradfahren wie selbstverständlich mit dabei und kann mit praktischen Befestigungen direkt am Lenker positioniert wird. Damit ist dann die Voraussetzung geschaffen, das Smartphone als Navigationsgerät, als erweiterter Fahrradcomputer, Fitnesstracker oder für weitere Einsatzbereiche zu nutzen. Für diese Möglichkeiten gibt es zahlreiche spezialisierte Apps, in diesem Artikel wollen wir aber nur zeigen, was mit Google Maps und Google Fit möglich ist.

google bike

Fahrradroute mit Google Maps planen
Die Google Maps-Datenbank kennt nicht nur alle Straßen und Wege, sondern hat auch viele Daten üben deren Tauglichkeit als Fahrradweg. Wählt also für die Planung und Navigation unbedingt das Fahrrad als Verkehrsmittel aus, denn dann werden Routen ausgespuckt, die sich von der Fußgänger- und der Auto-Navigation unterscheiden. Eine Garantie für die Fahrradtauglichkeit gibt es nicht, aber mittlerweile ist das Ganze sehr zuverlässig, denn auch diese Daten werden stets aktualisiert.

Steigung und Gefälle anzeigen
google map steigung

Für den sportlichen Fahrradfahrer ist nicht nur die Streckenlänge und die voraussichtliche Dauer der Fahrt interessant, sondern natürlich auch die Steigung und das Gefälle. Vor allem für eine starke Steigung sollte man nicht nur mehr Zeit, sondern auch Kraftreserven einplanen. Diese werden bei der Fahrradroutenplanung direkt für alle vorgeschlagenen Strecken als Diagramm dargestellt. Man sollte es sich also überlegen, ob man die kurze Strecke über den Berg oder die lange Strecke um den Berg herum fährt. Ein Umfahren aller Steigungen wäre wünschenswert, ist in der Routenplanung aber leider nicht vorgesehen. Aber dafür lassen sich die Routen zumindest im Browser sehr leicht per Drag & Drop anpassen.

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Die geplante Route an das Smartphone senden
Da die wenigsten Menschen während der Fahrradfahrt ihren Laptop verwenden können, kann die am Desktop geplante Route direkt über den Button „Wegbeschreibung auf mein Smartphone senden“ auf das Smartphone geschickt werden. Dort erscheint die Route als Benachrichtigung und wird mit einem Touch auf diese direkt in Google Maps geöffnet, wo die Navigation dann beginnen kann. Leider lässt sich nur eine vom System geplante Route versenden, während die verschobenen Abschnitte nicht berücksichtigt werden.

Den Kartenausschnitt der geplanten Route herunterladen
Eine Fahrradtour kann immer wieder mal durch Gebiete führen, in denen es um die Mobilfunkverbindung nicht ganz so gut bestellt ist. Gleichzeitig ist es auch unnötig, die mobilen Daten und den Akku während der Fahrt zu strapazieren. Ladet also einfach den gesamten Kartenausschnitt der geplanten Route herunter und schon kann auch die Navigation ganz ohne Internet stattfinden. Wie ihr Karten herunterladet, erklären wir in diesem Artikel.

Google Assistant verwenden
Auch während der Fahrt muss auf die wichtigsten Funktionen des Smartphones nicht verzichtet werden, ähnlich wie bei der Fahrt mit dem Auto. Seit dem vergangenen Jahr ist der Google Assistant tief in die Google Maps-Navigation integriert und ermöglicht es, viele wichtige Funktionen wie Anrufe, Nachrichten oder auch Musik direkt per Sprache zu steuern. Natürlich sollte man nicht das Büro auf das Fahrrad verlegen, aber für einfache Dinge, auch Navigationsrelevant, muss die Fahrt nicht mehr unterbrochen werden.

Die Sprachsteuerung ausschalten
Navigationssysteme melden sich typischerweise auch akustisch beim Fahrer und sagen jede Abbiegung mehrmals an. Das ist sehr praktisch, manchen Menschen aber gerade in der Öffentlichkeit auf dem Fahrrad unangenehm. Wenn ihr also keine Kopfhörer verwendet, was im Straßenverkehr meist keine gute Idee ist, schaltet einfach in den Einstellungen der Navigation die Ansagen aus. Ein simpler Tipp, der aber einigen sicher helfen kann, auch auf dem Fahrrad guten Gewissens die Navigation zu verwenden. Alternativ kann man natürlich auch einfach das gesamte Smartphone auf stumm stellen.

Musik mit Google Maps abspielen
Disclaimer: Im Straßenverkehr sollte man stets alle Sinne auf der Straße haben.
Google Maps bietet nicht nur den integrierten Assistenten, sondern bei der Fußgänger- und Fahrradnavigation auch einen Medienplayer. Dieser lässt sich während der Navigation verwenden und ebenfalls per Sprachanweisung steuern. Vielleicht für den einen oder anderen bei der Fahrt durch das Gelände ganz praktisch. Dabei natürlich auch nicht den erhöhten Akkuverbrauch vergessen.

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Wechsel in den dunklen Modus
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Die Google Maps-Navigation besitzt seit einiger Zeit einen eigenen Dark Mode, der optional aktiviert und deaktiviert werden kann. Auf dem Smartphone kann das auf dem Fahrrad sehr angenehm sein, wenn das Display durch die Sonneneinstrahlung nicht auf voller Helligkeit blenden muss, um überhaupt etwas zu sehen. Gleichzeitig sind aber auch viele Dinge im Dark Mode besser erkennbar und der Akku wird auch noch geschont. Wie ihr ihn aktiviert, erklären wir im verlinkten Artikel.

Leih-Fahrräder finden
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Wer zum Start der Routenplanung bemerkt, dass er gar kein Fahrrad besitzt (soll ja vorkommen), kann sich mit Google Maps ebenfalls behelfen. Seit gut einem Jahr sind nun auch einige Leihräder auf der Karte verzeichnet und verraten euch einige Details über die Auslastung. Das funktioniert in immer mehr deutschen Städten und soll auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Außerdem findet ihr die Leihfahrräder von Lime in der Routenplanung, allerdings nur in sehr wenigen europäischen Städte und einigen anderen nicht-deutschsprachigen Städten. Weil die Google-Mutter Alphabet große Anteile an Lime hält, sind beide Dienste eng miteinander verzahnt.

Die nächste öffentliche Toilette finden
Auch Fahrradfahrer haben irgendwann Mal ein dringendes Bedürfnis und können, anders als Autofahrer auf langen Strecken, nur selten an eine Raststation oder Tankstelle fahren. Auch dabei kann Google Maps mittlerweile helfen und hält eine riesige Datenbank an öffentlichen Toiletten bereit. Zur Zeit wird das vor allem in Indien stark promotet und mit offiziellen Daten der Behörden unterfüttert, aber auch in Deutschland und ganz Europa kennt Google Maps mittlerweile sehr viele öffentliche WC-Anlagen inklusive vieler Bewertungen und Fotos.

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Aufgezeichnete Routen im Standortverlauf bearbeiten
Google Maps zeichnet bei den meisten Nutzern größere Bewegungen auf und speichert diese in der Zeitachse. In vielen Fällen werden nicht nur die besuchten Orte, sondern auch die verwendeten Verkehrsmittel korrekt erkannt, das gilt auch für das Fahrradfahren. Wer das kontrollieren oder die falschen Erkennungen anpassen möchte, kann das in der Zeitachse sehr leicht tun. Wie das genau funktioniert erfahrt ihr sehr ausführlich in diesem Artikel.

Die Fahrt mit Google Fit aufnehmen
Der Standortverlauf zeichnet viele Fahrten zwar automatisch auf, stellt sie aber nur sehr eingeschränkt auf der Karte dar. Wer viele Details zur Fahrt haben möchte, kann sie mit praktischen Tools wie Google Fit aufzeichnen und bekommt so nicht nur den Streckenverlauf, sondern auch exakte Details zur Geschwindigkeit, der Weglänge, Steigung, Kalorienverbrauch und vieles mehr. Ladet euch dazu einfach Google Fit herunter und startet die Aufnahme direkt vor dem Start der Fahrt. Das hilft auch dabei, den sportlichen Erfolg einer Fahrt und die hoffentlich über den Sommer steigende eigene Leistungsfähigkeit zu beurteilen.

Smarte Geräte an Google Fit anbinden
Das Smartphone kann viele Details durch die verbauten Sensoren aufnehmen, ist aber grundsätzlich nicht als Sportgerät konzipiert – aber dafür gibt es auch andere Gadgets. Google Fit bietet eine Schnittstelle zum Anschluss externer Geräte zur Leistungsmessung, deren Daten dann direkt bei Fit einfließen können. Da die meisten Fitnessgeräte heute „smart“ sind, lassen sich sehr viele direkt in Googles Tool einbinden, denn gerade für das Fahrrad gibt es sehr viele Lösungen.

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comment 3 Kommentare zum Thema "Google Maps: 12 Tipps für smarte Fahrradfahrer – so holt ihr als Biker alles aus der Kartenplattform heraus"

  • Mag ja sein, dass Google Maps hier und da tatsächlich für Fahrradfahren taugt. Aber bisher waren die Ergebnisse hier immer mehr als grottig. Viel zu viel große Straßen, fast nie Schotterwege.
    Alle o.g. Funktionen lassen sich mit komoot eigentlich auch umsetzen. Assistant und Musik kann jedes Android Smartphone.

  • Der Autor des Artikels, Jens, muss in einer Art heilen Welt leben, in der ihn Google Maps noch nie merkwürdige Gassen hat fahren lassen, wo eigentlich ein Fahrradweg an der etwas größeren Strasse den Pedalisten viel schneller und bequemer ans Ziel gebracht hätte.

    Oder aber Jens lebt in einer derart übersichtlichen Stadt, die so klein ist, dass sie keine Parks kennt, bei denen Google Maps nicht zwischen Reit- Fuß- und Fahrradwegen unterscheiden kann.

    Vielleicht hat Google Maps ihn auch noch nie am Anfang der Route über die Brücke auf die andere Seites des Flusses geschickt, nur um ihn am Ende der Route wieder auf die ursprüngliche Seite des Flusses zurück zu schicken, wo doch Zeit, Weg und nervige Ampeln viel weniger gewesen wären, wenn man nich auf der anderen Seite des Flusses gefahren wäre.

    Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Jens eigentlich ein bekennender Autofahrer ist, der sich die Informationen zum Radfahren mit Google Maps nur im Internet zusammengeklickt hat.

  • Google Maps als Fahrradroutenplaner ist absolut ungeeignet. Lachhaft ist die die Erwähnung der Funktion die Route auf das Handy zu senden. Ich frage mich weshalb der Autor diese „Funktion“ überhaupt erwähnt. Da macht man sich den Aufwand und schiebt die Route am Rechner hin und her, um letztlich zu festzustellen, dass man die Route nicht verwenden kann.

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