Google Drive: Neue Möglichkeiten zur Organisation – Googles Cloudspeicher führt endlich Verknüpfungen ein

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Google Drive setzt als Cloudspeicher von Beginn an auf die etablierten Strukturen der Betriebssysteme bzw. Dateisysteme: Es gibt einzelne Dateien sowie Ordner, die beliebig tief verschachtelt werden können und dem Nutzer eine freie Organisation ermöglichen. Jetzt führt Google Drive nach einem langen Betatest die neuen Verknüpfungen ein, die eine wichtige Lücke schließen und noch mehr Flexibilität bei der Organisation und Kollaboration bieten.


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Google Drive hat bisher stur am klassischen Konzept festgehalten: Eine Datei kann nur in einem einzigen Ordner abgelegt werden. Wollte man eine Datei in mehreren Ordnern gleichzeitig unterbringen, musste diese zuvor kopiert werden. Das löst zwar das Organisationsproblem, aber die beiden Dateien hatten untereinander keine Verbindung. Wurde also die eine Datei geändert, blieb die andere davon völlig unberührt. Je nach Anwendungsgebiet konnte das ein Vorteil, aber auch problematisch, sein.

Korrektur: Es ist möglich, eine Datei in mehrere Ordner abzulegen. Dazu müsst ihr die Datei markieren und anschließend SHIFT+Z drücken.

google drive shortcut

Jetzt führt Google Drive nach einem langen Betatest die Verknüpfungen (Shortcuts) ein. Dabei handelt es sich um einfache Verknüpfungen zu einer beliebigen anderen Datei oder einem ganzen Ordner. Diese Verknüpfungen sind reine Verweise auf die Originaldatei und können außerdem beliebig oft dupliziert werden. Dadurch ist es möglich, eine Datei rein organisationstechnisch in beliebig vielen Ordnern unterzubringen und dennoch stets an der gleichen Datei zu arbeiten.

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Für Privatnutzer ist das sehr praktisch, aber gerade bei G Suite-Nutzern, die sehr häufig in Teams arbeiten ein wahrer Segen. So kann nun jeder Nutzer seine ganz eigene Organisation schaffen und dennoch zugleich mit anderen Nutzern arbeiten. Um das zu verdeutlichen, wird die Standardverknüpfung beim Öffnen einer Datei einer anderen Person nur noch die Möglichkeit geboten, eine Verknüpfung im eigenen Drive zu erstellen.

Google Drive startet nun außerdem eine Übergangszeit von einem halben Jahr, in dem sich alle Nutzer daran gewöhnen müssen. Am 30. September werden alle mehrfach existierenden Dateien im Google Drive entfernt und stattdessen durch Verknüpfungen ersetzt. Grundlegend ändert sich im Umgang mit diesen Dateien also nichts, aber dennoch teilt man mit, das jede Datei bei den G Suite-Nutzern nur noch einmal existieren kann. Das gilt auch für die angebundenen APIs.

Natürlich sind die Verknüpfungen keine bahnbrechende Neuerung und seit Jahrzehnten in allen Betriebssystemen vorhanden, aber bei Google Drive halten sie eben erst jetzt Einzug und dürften einiges erleichtern. Es wurde auch wirklich Zeit.

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[G Suite Blog]


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