Stadia: Alles was ihr über Googles neue Spieleplattform wissen müsst – Spiele, Preise, Abos & vieles mehr (FAQ)

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Am Dienstag wird Google die Tore der neuen Spieleplattform Stadia öffnen und die ersten Nutzer beim Cloud Gaming begrüßen – wenn auch längst nicht alle Spieler. Tatsächlich sind einige Missverständnisse rund um Stadia im Umlauf, sodass wir in diesem Artikel noch einmal alle wichtigen Informationen von der Preisgestaltung über die Spieleauswahl bis zu den notwendigen Voraussetzungen zusammenfassen. Hier gibt es alle Stadia-Apps zum Download.


Kaum zu glauben, aber es sind mittlerweile schon acht Monate seit der ersten Ankündigung von Stadia vergangen – und noch sehr viel mehr Zeit seit den ersten Gerüchten Mitte 2018. Es ist also nicht verwunderlich, dass schon wieder einige Details in Vergessenheit geraten sind, wie Stadia grundlegend funktioniert und welche Ziele Google mit einigen neuen Konzepten verfolgt. Wir fassen an dieser Stelle alle wichtigen Informationen zusammen, damit ihr ab Dienstag vorbereitet seid.

stadia starterset

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Was ist Stadia?
Stadia ist eine neue Spieleplattform von Google, die einige neue Ansätze ausprobieren möchte. Stadia verlagert das gesamte Spiel in die Cloud und wird lediglich einen Stream an den Nutzer senden, sodass dieser selbst kaum Rechenpower benötigt. Es ist kein Download notwendig, sodass die Spiele überall gespielt werden können, wo eine Internetverbindung und ein Smartphone oder Chrome-Browser zur Verfügung steht. Durch den wegfallenden Download gibt es keine Wartezeiten, sodass der Spieler direkt beginnen kann.

Google betreibt für Stadia über 7.000 Stadia-Server rund um die Welt, die genügend Rechenpower bieten sollen, um alle Spieler der Nutzer ausführen zu können. Das Ziel ist es, das Gaming immer und überall zu ermöglichen und sich endgültig von den Konsolen oder Gamer-PCs zu verabschieden.

Was benötige ich für Stadia?
Ganz grundsätzlich wird ein Gerät für die Steuerung des Spiels und ein Gerät mit Display für die Ausgabe benötigt – sprich Controller und Fernseher, Computer oder Smartphone. Es gibt natürlich einige weitere technische Voraussetzungen für die jeweiligen Plattformen und ihr benötigt außerdem ein Google-Konto. Eine detaillierte Übersicht über alles was ihr benötigt inklusive weiterer Fragen und Antworten findet ihr im verlinkten Artikel. Zusätzlich kann auch ein Google Wifi mit Stadia-Bevorzugung nicht schaden.

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Welche Spiele wird es geben?
Google hat immer wieder einzelne Titel bekannt gegeben oder auch mal einen großen Schwung an Spielen vorgestellt, aber bisher häufig den Starttermin verschwiegen. Vor wenigen Tagen hat man dann endlich reinen Wein eingeschenkt und verraten, dass zum Start der Plattform 12 Spiele zur Verfügung stehen werden und dass es bis Jahresende auf 26 Titel hochgeschraubt wird. Nicht viel, aber auch nicht zu wenig und für den Anfang sicher ausreichend. Google muss das Tempo (14 neue Titel in 6 Wochen) nur hochhalten, dann wird es keine Probleme geben. Welche Spiele dabei sind, erfahrt ihr detailliert im verlinkten Artikel.

UPDATE: Google hat nachgelegt
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Wie viel kostet Stadia?
Stadia steht grundsätzlich in zwei Versionen zur Verfügung: Stadia Pro und Stadia Base. Stadia Pro ist das Standard-Abo, das mit 9,99 Euro pro Monat zu Buche schlägt und euch die volle Stadia-Leistung ermöglicht. Stadia Base hingegen ist vollkommen kostenlos, bietet aber auch nur eine gewisse Mindestqualität, die sicher ausreichend ist, aber für Powergamer vermutlich nicht in Frage kommen würde. Zum Start gibt es nur das Pro-Abo, während das Base erst Anfang 2020 starten wird. Weil bei jedem Stadia-Starterpaket aber drei Monate Pro enthalten sind, ist es gut möglich, dass Spieler direkt nach dem Ablauf der Probezeit gleich Base nutzen können.

Das Stadia-Abo enthält nur den Zugang zur Plattform, ist gewissermaßen die Miete für die virtuelle Konsole in der Google-Cloud. Spiele müssen separat gekauft werden und sollen zu einem vergleichbaren Preis wie bei der Konkurrenz angeboten werden. Ab und an wird es Gratis-Titel für Pro-Abonnenten geben, aber das sind dann eher Geschenke und wird nicht die Regel sein.

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Was passiert, wenn ich mein Abo beende?
Wenn das Pro-Abo beendet wird, fallt ihr in den Base-Status und habt weiterhin Zugriff auf alle Spiele und Spielstände. Es sollte sich nichts ändern, außer dass die Bild- und Tonqualität sinkt. Ein Wechsel zwischen Base und Pro ist monatlich möglich, es gibt keine lange Laufzeit, das Abo wird monatlich bezalt.

Warum muss ich die Spiele kaufen?
Stadia ist nicht Netflix. Google stellt mit Stadia lediglich die Plattform zur Verfügung, ersetzt dem Spieler also die Konsole. Auch bei einer Konsole muss der Spieler, von den Aktionspackungen mal abgesehen, jedes Spiel einzeln kaufen – das ist bei Stadia nicht anders. Dazu kommt, dass Google für 9,99 Euro im Monat keine Spiele-Flatrate anbieten könnte – das ist finanziell nicht machbar. Weil Stadia aber die Massen erreichen soll, kommt ein höherer Preis nicht in Frage.

Vorab wurde aber schon angekündigt, dass die Spiele-Flatrates der großen Hersteller auch bei Stadia angeboten werden können, so lässt sich etwa das Ubisoft Uplay+ Abo auch bei Stadia nutzen.



Wie läuft der Start ab?
Stadia wird am 19. November starten und vorerst nur die Vorbesteller der Founders Edition oder Premiere Edition hereinlassen, die für diesen exklusiven Zugang vorab viel Geld für das Starterpaket bezahlt haben. Leider werden nur wenige von Beginn an dabei sein und es gibt weitere Stolpersteine zum Start, die die Plattform erstmal bewältigen muss und durch die die Nutzer durch müssen – von den erwarteten Kinderkrankheiten zum Start mal ganz abgesehen. Mehr zum holprigen Start findet ihr in diesem Artikel.

Ab Anfang 2020 wird Stadia dann weiter geöffnet, wobei noch nicht ganz klar ist, wie das mit Starterpaketen weitergehen wird. Auch neue Spiele, das Base-Abo sowie der kommende Google Assistant werden zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

An wen richtet sich Stadia?
An alle. Google peilt eine Milliarde Spieler an, man kann also nicht groß in Zielgruppen denken. Stadia richtet sich sowohl an Powergamer, die bei Stadia (entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt) die gleiche oder bessere Leistung als bei Xbox, Playstation,PC & Co. geboten bekommen. Außerdem müssen Spieler nicht mehr alle Konsolen kaufen. Zugleich richtet man sich aber auch an Spieler, die vielleicht nur alle paar Monate mal ein kleines Spielchen spielen wollen. Für diese Nutzer lohnt sich der Kauf einer Konsole nicht, das monatliche kündbare Stadia-Abo hingegen schon.

Kann ich jetzt noch bei Stadia einsteigen?
Ja, die Stadia Premiere Edition wird nach wie vor verkauft, es gibt keine geschlossene Starter-Phase, denn durch das Paket kann jeder mit dabei sein – zumindest war bisher nichts Gegenteiliges zu hören.

Welche Rolle(n) übernimmt Google bei Stadia?
Google bzw. Google Cloud betreibt die Stadia-Server und ist somit der Anbieter, der die virtuelle Konsole an den Spieler vermietet. Desweiteren verkauft Google die Spiele direkt bei Stadia, speichert alle Daten und stellt die notwendige Infrastruktur bereit. Der Controller, der Chromecast sowie die ersten unterstützten Geräte von den Pixel-Smartphones über Computer mit dem Chrome-Browser sowie später die Android TV-Fernseher stammen ebenfalls von Google.

Außerdem wird Google selbst als Spieleentwickler in Erscheinung treten und hat bereits das erste Stadia Gaming Studio eröffnet

Welche Google-Produkte sind in Stadia integriert?
YouTube wird ein fester Bestandteil von Stadia sein und soll den schnellen Sprung vom gestreamten Video in das Spiel ermöglichen und auch die Aufzeichnung von Spielen sehr sehr leicht machen. Das zweite tief integrierte Produkt ist der Google Assistant, der auf dem Controller auch einen eigenen Button hat. Über dessen Funktionsumfang gibt es aktuell Verwirrungen und er wird wohl auch nicht von Beginn an zur Verfügung stehen.



Wann wird Stadia wieder eingestellt?
Google hat immer wieder betont, dass Stadia als strategisch sehr wichtiges Projekt betrachtet wird und somit auf einer Stufe mit Android, Google Maps, Chrome, YouTube und anderen zentralen Produkten steht. Niemand kann in die Köpfe der Google-Strategen schauen, aber man kann schon davon ausgehen, dass das Unternehmen bei Stadia selbst bei einem holprigen Start oder Flop einen langen Atem beweisen wird. Nicht endlos, aber lang.

In der Vergangenheit wurde betont, dass Google seit sechs Jahren an Stadia arbeitet und bereits langfristige Pläne für die nächsten 10 Jahre in der Schublade liegen. Mit 10 Jahren, wenn es denn so kommen sollte, liegt man immerhin schon bei der Lebensdauer einer klassischen Konsole.

Was muss ich noch wissen?
Sollten noch Fragen offen geblieben sein, stellt sie gerne in den Kommentaren. Wer sonst noch etwas tiefer in Stadia einsteigen möchte, findet in unserem riesigen Stadia-Archiv sehr viele Informationen.

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comment 2 Kommentare zum Thema "Stadia: Alles was ihr über Googles neue Spieleplattform wissen müsst – Spiele, Preise, Abos & vieles mehr (FAQ)"

  • Microsofts Cloud Gaming Service wird technisch das gleiche bieten, aber die Spielebibliothek vom Game Pass beinhalten, also eine Art Netflix für Spiele, da muss Google noch was am Preis machen denke ich.

  • ich traue google da KEIN BISSCHEN über den weg.
    die wechseln ihre services wie Leute ihre unterhosen.
    und die konkurrenz ist einfach mal soviel stärker.
    totgeburt google! wie so oft…

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