Fitbit: Googles Wearable-Übernahme wird wohl holprig – schwierige Zusammenarbeit & Fitbit in der Sackgasse

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Vor wenigen Wochen hat Google die Übernahme von Fitbit angekündigt, mit der das Unternehmen endlich auf dem Wearable-Markt vorankommen und natürlich auch das eigene Betriebssystem Wear OS pushen möchte. Nun wurden einige interessante Details rund um diese Übernahme und die Vorgeschichte bekannt, die zeigen, dass die beiden Unternehmen möglicherweise einen sehr weiten Weg zu gehen haben, um wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen.


Google will auf dem Wearble-Markt endlich wieder groß angreifen und scheint mit Fitbit einen echten Glücksgriff getan zu haben – zumindest wenn man es rein von Außen betrachtet. Das Portfolio und die Technologie von Fitbit entsprechen relativ genau dem, was Google eigentlich benötigt und gemeinsam dürfte man viele interessante Produkte auf die Beine stellen können. Einzig und allein am Kaufpreis, der wohl von Facebook hochgetrieben wurde, scheiden sich die Geister.

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Die Komplettübernahme und anschließende Integration eines Unternehmens mit vielen eingespielten Teams und Abteilungen ist niemals ein leichtes Unterfangen und kann schnell zu einem Zusammenprall völlig verschiedener Kulturen führen. Doch in einem Punkt scheinen sich Google und Fitbit zu gleichen, wenn man aktuellen Medienberichten glauben darf: Einer gewissen Planlosigkeit. So wurde nun bekannt, dass es Fitbit trotz vieler Anläufe niemals so recht gelungen ist, stärker aus dem Kerngeschäft Fitnesstracker herauszukommen.

Probleme mit Google
Das Unternehmen soll an Smart Display, Kopfhörern, Körperwaagen und vielem mehr für lange Zeit gearbeitet, aber die Projekte später immer wieder verworfen haben. Auch an vielen neuen Smartwatches wurde gearbeitet, wobei es auch in diesem Bereich größere Probleme gegeben haben soll – und zwar ausgerechnet mit Google. Die Smartwatch Fitbit Versa 2 hätte man eigentlich sehr gerne mit dem Google Assistant auf den Markt gebracht, ist daran aber gescheitert.

Die Zusammenarbeit mit Google soll sich äußerst schwierig gestaltet haben, weil das Unternehmen nicht dazu bereit war, Schnittstellen zu schaffen – ganz im Gegensatz zu Amazon. Und so kommt es, dass auf der Smartwatch nun Alexa statt dem Google Assistant zu finden ist. Das wird sich in Zukunft, wenn das Produkt-Portfolio nicht eingestampft wird, vermutlich ändern.



Aber nicht nur bei Fitbit gab es einige Probleme, sondern auch auf der Google-Seite scheint man aktuell noch sehr planlos zu sein. In der Ankündigung zur Übernahme war davon die Rede, dass man sehr große Pläne hat und innovative neue Produkte auf den Markt bringen möchte, um die beiden Plattformen unter dem Dach von Wear OS zusammenwachsen zu lassen. Die große Frage ist natürlich, was man sich darunter genau vorzustellen hat.

Glaubt man den Aussagen des Wearable-Teams, dann ist man bisher selbst nicht darüber informiert, was die Strategen in der Konzernleitung vorhaben. Innerhalb von Google herrscht ein Stillschweigen darüber, was mit Fitbit passieren wird, bevor die Übernahme nicht vollständig abgeschlossen ist. Aufgrund vieler notwendiger Genehmigungen kann sich dies aber noch Anfang nächsten Jahres ziehen und auch dann wohl noch eine längere Zeit in Anspruch nehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Fitbit-Übernahme in den Bereich der erfolgreichen Übernahmen fällt, denn bisher hatte Google vor allem im Bereich Hardware nur wenig Glück mit den großen Übernahmen. Wir haben euch erst kürzlich in einem ausführlichen Artikel gezeigt, dass praktisch alle Hardware-Übernahme misslungen sind und man sich das Geld hätte ersparen können.

Siehe auch
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[9to5Google]

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comment 1 Kommentare zum Thema "Fitbit: Googles Wearable-Übernahme wird wohl holprig – schwierige Zusammenarbeit & Fitbit in der Sackgasse"

  • Wäre nicht das erste mal das sich ein Übernahmekandidat als Niete herausstellt. Ist halt so wenn man ein Pleiteunternehmen kauft.
    Mal davon abgesehen ob die Welt überhaupt diese Uhren braucht.
    Google sollte sich auf das wesentliche und seine Kernthemen beschränken.

    Genau wie diese neue Spieleplattform wohl auch nicht wirklich zum Google Kerngeschäft gehört. Ob das je Geld einspielen wird steht doch auch noch in den Sternen.

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