Android-Updates kommen schneller: Google bewertet Project Treble als großen Erfolg und nennt Statistiken

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Android-Updates sind seit vielen Jahren ein leidiges Thema und mit das größte Problem, das die gesamte Plattform hat. Die Gründe sind weitläufig bekannt, doch mit der Lösung dieses Problems tut sich Google seit Jahren schwer. Jetzt haben die Android-Entwickler interessante Statistiken veröffentlicht, die zeigen sollen, dass das Project Treble als großer Erfolg zu werten ist. Das gibt Hoffnungen für das Kind-Projekt Mainline.


Das Grundproblem von Android ist es, dass Google zwar als alleiniger Hersteller der kommerziellen Version die Updates veröffentlicht, diese aber nicht selbst auf die Smartphones ausliefern kann. Stattdessen werden sie nur den Smartphone-Herstellern zur Verfügung gestellt, die sie früher oder später (oder gar nicht) an die Geräte ihrer Kunden verteilen. In den Augen der Hersteller kostet das aber viel Geld und schmälert die Chance, dass sich die Kunden einfach ein neues Gerät kaufen. Und daran krankt es seit Jahren.

android next generation

Mit dem in Android Oreo eingeführten Project Treble sollte sich das Update-Problem zwar nicht lösen, aber doch deutlich bessern. Das braucht Zeit, viel Zeit – aber nun sind immerhin schon bald zwei Jahre vergangen und die Entwickler veröffentlichen einige Statistiken. Erst vor wenigen hat Google erstmals seit sieben Monaten neue Zahlen zur Android-Verteilung veröffentlicht und damit überhaupt erst die Grundlage für die folgenden Werte geschaffen.

Android Pie verbreitet sich schnell(er)
Aktuell liegt die Verbreitung von Android Pie bei 10,4 Prozent – und damit laut den Angaben im Android-Blog 2,5x so hoch wie Android Oreo im letzten Jahr. Das stimmt zwar nicht so ganz, denn Android Oreo kam auf 5,7 Prozent, aber immerhin ist eine starke Verbesserung nicht von der Hand zu weisen. Man darf natürlich keine Wunder erwarten, denn Treble greift schließlich nur bei den von Oreo auf Pie aktualisierten Geräten. Von Jahr zu Jahr sollte die Verbreitung aber steigen.

Doch auch wenn die Anpassung und Bereitstellung von Android-Updates für die Hersteller leichter wird, heißt es noch lange nicht, dass sie auch tatsächlich schneller liefern. Stattdessen würde man wohl eher einige Entwickler abziehen und die unnötigen Kosten einsparen (siehe oben). Zumindest 2018/2019 scheint das aber noch nicht der Fall zu sein.



Sicherheitsupdates verbreiten sich schneller
Das Project Treble ist zwar nicht für Sicherheitsupdates konzipiert, dürfte aber auch an dieser Stelle greifen. Dazu kommt, dass Google die Smartphone-Hersteller zu Sicherheitsupdates verpflichtet hat – und so kann man mit Stolz nun folgende Zahl präsentieren: Im 4. Quartal 2018 hat sich die Verbreitung von Sicherheitsupdate im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent gesteigert. Überprüfen lässt sich das nicht, aber das ist auf jeden Fall eine sehr gute Entwicklung.

Dass in diesem Jahr so viele Hersteller die Android Q Beta anbieten, ist ebenfalls als sehr gutes Zeichen zu werten, dass es bei der finalen Verbreitung des Betriebssystems erneut einen Boost geben könnte. Vielleicht nicht in den ersten Monaten, aber langfristig.

Das neue Project Mainline setzt nun auf Treble auf und wird es Google ermöglichen, einzelne Komponenten direkt über den Play Store zu aktualisieren. Das sorgt sowohl für eine höhere Geschwindigkeit, mehr Sicherheit für das Ökosystem und gleichzeitig für weniger Belastung der Smartphone-Hersteller. Nach den guten ersten Treble-Werten kann man nur hoffen, dass auch Mainline spürbare Verbesserungen bringt.

» Beitrag im Android Developers Blog

Siehe auch
» Pixel 3a: Die Smartphones werden mit dem März-Sicherheitspatch ausgeliefert – Update nicht in Sicht


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comment 3 Kommentare zum Thema "Android-Updates kommen schneller: Google bewertet Project Treble als großen Erfolg und nennt Statistiken"

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