Google Maps: Mit diesen Fahrzeugen und Hilfsmitteln ist das Streetview-Team rund um die Welt unterwegs

streetview 

In Deutschland sind seit gut zwei Wochen wieder Streetview-Fahrzeuge unterwegs und werden auf den Straßen in sehr vielen Städten wieder ein Blickfang sein. Doch während hierzulande nur die Kamerafahrzeuge bekannt (und gefürchtet) sind, sind die Fotografen global auch mit anderen Fortbewegungsmitteln und Kameraaufbauten unterwegs. Hier stellen wir sie im Detail vor.


Grundsätzlich werden die Fotos für Google Streetview mit 360 Grad-Kameras aufgenommen und dann von den Algorithmen automatisiert zusammengesetzt und in die virtuelle begehbare Umgebung umgewandelt. Dabei spielt es keine große Rolle, worauf sich die Kamera befindet bzw. wie sie fortbewegt wird. In den vergangenen Jahren sind Googles Fotografen kreativ geworden und haben bereits mehrere Fortbewegungsmittel eingesetzt.

google streetview car

Nicht nur Google erstellt Streetview-Aufnahmen, sondern auch die Nutzer können ihre mit dem Smartphone oder speziellen Kameras erstellten Aufnahmen zu Google Maps hochladen und mit der Welt teilen. Insbesondere bei Indoor-Aufnahmen kommen auch sehr häufig Profi-Fotografen zum Einsatz, die von Google zertifiziert sind und entsprechende Aufnahmen von Innenräumen anfertigen und auch virtuell begehbar machen können. Wer schon einmal bei einer solchen Aufnahme dabei war (ich war es) weiß, dass dafür eine „einfache“ 360 Grad-Kamera mit Stativ zum Einsatz kommt.

Doch für Außenaufnahmen ist ein Stativ aus vielen Gründen nicht geeignet, sodass das Team von Google Maps Streetview in den vergangenen Jahren viele Lösungen entwickelt hat, die für ganz spezielle Gebiete immer wieder mal zum Einsatz kommen. Das bekannteste Gefährt ist natürlich das klassische Streetview-Auto, wobei das Fahrzeug selbst keine Rolle spielt, sondern der Kamera-Aufbau auf dem Dach. Aus diesem Grund kommen weltweit und auch national ganz verschiedene Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern und mit unterschiedlichen Beklebungen zum Einsatz.

Trotz verschiedener Designs sind sie aber stets, auch wenn man den Kamera-Aufbau einmal ausblendet, als Google-Fahrzeuge zu erkennen. Das sollten sie vor allem auch deswegen, weil auch andere Unternehmen mit ihren Kamerafahrzeugen durch die Städte fahren.



Streetview-Auto

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Das klassische Fahrzeug, mit dem alles begonnen hat und das auch heute noch für den Löwenanteil der Aufnahmen verantwortlich ist. Auf dem Foto seht ihr ein modernes Design, klassischerweise fahren die Fahrzeuge aber im Google Maps-Design durch die Städte, das ihr oben im Artikel seht.

Streetview-Trekker

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Mit unserem Trekker können wir noch mehr Orte auf der ganzen Welt in Street View zeigen – Orte, an die kein Auto, Trike, Trolley oder Schneemobil gelangt. Der Trekker ist ein Rucksack, auf dem oben ein Kamerasystem montiert ist. Mit ihm können wir Bilder von Orten aufnehmen, die nur über schmale Wege oder enge Passagen zu Fuß erreichbar sind. Unsere ersten Aufnahmen mit dieser Kameratechnologie stammen aus dem unwegsamen und felsigen Gelände des Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona.

Der Streetview-Trekker wurde gerade erst grundlegend überarbeitet und kommt überall dort zum Einsatz, wo man mit Fahrzeugen nicht hingelangen kann. Zuletzt wurde er zur Aufnahme der beeindruckenden Bilder des Kakadu Park in Australien verwendet. Wer möchte, kann diesen Trekker auch selbst ausleihen und Aufnahmen anfertigen.

» Viele Informationen und Fotos zu den Rucksäcken

Streetview-Trolley

streetview trolley

Als eine Gruppe kunstbegeisterter Google-Mitarbeiter die Street View-Technologie in Museen auf der ganzen Welt einsetzen wollte, mussten wir ein System entwickeln, das leicht durch Museumstüren passte und mit dem wir problemlos um Skulpturen herumgehen konnten. Für Aufnahmen in Innenräumen mussten alle erforderlichen Geräte auf ein kleineres Gestell passen. Das Ergebnis war eine Art Gepäckwagen mit darauf montiertem Kamerasystem: der Street View-Trolley. Mit ihm haben wir nicht nur in Museen Bilder für Street View gemacht, sondern auch in anderen Gebäuden wie dem Weißen Haus oder in Sportstadien

Der Trolley ist eine Mischung aus Stativ und beweglicher Kamera und wird vor allem für Indoor-Aufnahmen von großen Gebäuden verwendet.



Streetview-Schneemobil

streetview schneemobil

Wir stellten es uns lustig vor, die Street View-Kameras auch mit auf die Piste zu nehmen. Unser Team brachte mehrere Wochenenden damit zu, die Street View-Ausrüstung mithilfe von Kanthölzern, Panzerband und zusätzlichen Festplatten, die zum Schutz vor eisigen Temperaturen in Skijacken eingewickelt waren, auf einem Schneemobil zu befestigen. Das Ergebnis: Nun können Skifahrer, Snowboarder und Schneeschuhwanderer den Whistler Blackcomb Mountain und das hügelige, schneebedeckte Gelände angrenzender Skigebiete erkunden.

Wo das Schneemobil verwendet wird, muss wohl nicht weiter erklärt werden. Die Googler haben aber natürlich kein Schneemobil entworfen, sondern lediglich den universellen Aufsatz für den sicheren und festen Stand der Kameratechnik.

Streetview-Trike

streetview trike

Für Städte mit engen Straßen brauchten wir ein Fahrzeug, das nicht nur wendig ist, sondern auch den Street View-Trekker problemlos transportieren kann. Damit wir auch die engsten Gassen erreichen können, entschied sich unser Team für den indonesischen Motorroller Selis Robin. Dürfen wir vorstellen: das Street View-Trike! Dieses Fahrzeug wurde mit einem zusätzlichen Mast ausgestattet, der speziell dafür entwickelt wurde, den Street View-Trekker zu stabilisieren.

Eine deutlich platzsparendere Form des Streetview-Fahrzeugs. Immer wenn große Strecken mit engen Wegen fotografiert werden sollen, kommt das Trike dort zum Einsatz, wo das Auto nicht fahren kann.

Streetview Dogview

Google Maps Dog View Hachiko

Zumindest für eine kurze Strecke hat das Streetview-Team tatsächlich auch schon einem Hund die Kamera auf den Rücken geschnallt und Aufnahmen angefertigt, deren Perspektive selbst für die Bewohner der Hachiko-Stadt Odate neu sein dürfte und auf denen auch immer wieder mal der Kopf des Hundes zu sehen ist. Dürfte aber ein Einzelfall bleiben.

» Die Dogview-Bilder aus Odate



Streetview-Schafe

sheepview

Gut, das stammt nicht von Google, darf an dieser Stelle aber nicht fehlen: Die Faröer-Inseln hatten ein eigenes Sheepview gestartet und Kameras einfach auf den Rücken von Schafen geschnallt. Google ließ sich davon tatsächlich beeindrucken und hat sich dann, klassisch mit dem Trekker-Rucksack, auf den Weg gemacht und einige Teile der Insel digitalisiert. Aus dieser Idee heraus dürfte dann auch das bereits angesprochene Dogview entstanden sein.


Auf deutschen Straßen wurden bisher nur die Autos gesichtet, aber die Konkurrenz wie z.B. Apple war bereits mit Kamerarucksäcken auf der Straße unterwegs, es wäre also gut möglich, dass das aufgrund des starken Ausbau des Trekker-Programms auch bald bei Google der Fall sein wird. Auf jeden Fall ist es interessant, welche Gefährte zukünftig noch zu dem Programm dazustoßen 🙂

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» Streetview: Hier sind die Google Maps-Fahrzeuge in Deutschland & Schweiz unterwegs (offizielle Liste)

» Google Maps: Die Aufnahmen veralten – So kann es mit Streetview in Deutschland nicht weitergehen


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