Google Pay: Alle Informationen zum bevorstehenden Deutschland-Start von Googles Bezahldienst

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Aller Voraussicht nach wird Google in drei Tagen den Startknopf für Google Pay drücken und den Bezahldienst auch nach Deutschland bringen. Das Angebot könnte sehr schnell eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen einnehmen und stößt auch im Vorfeld des Starts auf großes Interesse. Aus diesem Grund fassen wir hier noch einmal alles Wissenswerte rund um Google Pay zusammen, damit ihr zum Start am Dienstag rundum informiert seid.


Googles Bezahlangebote haben schon eine sehr lange Geschichte, aber in diesem Jahr dürfte die per Smartphone umgesetzte Lösung endgültig durchstarten, denn erst am Anfang des Jahrs wurden die Weichen neu gestellt: Android Pay wurde in Google Pay umbenannt und noch einmal neu aufgestellt, sodass alle Bezahlangebote unter einem Dach vereint sind. Mit dem bevorstehenden Start in Deutschland steht nun auch der größte und potenziell wichtigste Markt in Europa auf der Agenda.

Google Pay

Das Wichtigste zuerst: Google Pay wird am 26. Juni in Deutschland starten – also schon am kommenden Dienstag. Dieses Datum ist nicht offiziell bestätigt, denn tatsächlich hält sich Google noch immer vollkommen bedeckt. Das Datum stammt allerdings laut mehreren Quellen aus offiziellen Dokumenten, die Googles Partner erhalten haben. Auch einige Banken hatten hinter vorgehaltener Hand bereits von einem Start „Ende Juni“ gesprochen – und dafür bleibt nicht mehr viel Zeit.

Folgende Partner haben sich bereits „verplappert“

Zumindest diese Banken werden also zum Start mit dabei sein, vermutlich ist die Liste der Partner aber noch deutlich länger – es können sich ja schließlich nicht alle vertun und die Geheimhaltung so sehr (vermutlich versehentlich) missachten. Aber immerhin haben wir so bereit viele Informationen bekommen. Zum Start wird es, soviel ist ebenfalls bereits bekannt, allerdings die Einschränkung geben, dass nur Kreditkarten in der App angelegt werden können. Debitkarten sollen aber „sehr bald“ später folgen.



Der Zahlungsprozess

In obigem Video sehr ihr, wie Google Pay funktioniert – und es könnte kaum einfacher sein. Viele Menschen haben sich bereits an das kontaktlose Zahlen gewöhnt (ich kann jetzt nur für Österreich sprechen, wird aber wohl in Deutschland nicht anders sein) und müssen die Kreditkarte oder Debitkarte gar nicht mehr aus der Geldbörse holen. Möglich wird das durch den NFC-Chip in den Chipkarten, der den Kontakt mit dem Terminal registriert und die benötigten Daten austauscht.

Genau diesen Schritt übernimmt nun das Smartphone. Nahezu jedes moderne Smartphone der letzten Jahre hat einen NFC-Chip verbaut, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Das Smartphone muss nur an das Terminal gehalten werden, woraufhin automatisch die Google Pay-App im Hintergrund aktiv wird und die notwendigen Zahlungsdaten an das Terminal weiterleitet. Die einzige Voraussetzung ist es, dass das Smartphone entsperrt sein muss. Da aber viele Menschen mittlerweile auch Kundenkarten auf dem Smartphone haben, ist das ohnehin bei den meisten der Fall.

Ist der Betrag gering (meist liegt die Grenze bei 25 Euro), ist es mit dem Anhalten des Smartphones an das Terminal bereits erledigt. Ist der Betrag höher, wird noch die PIN der in Google Pay hinterlegten Karte abgefragt – genauso, wie es bei einer echten Karte ebenfalls der Fall wäre. Der Ablauf ist also exakt der gleiche, abgesehen davon, dass man nun eben nicht mehr die Karte, sondern das Smartphone aus der Tasche zieht. Aber wie bereits gesagt, haben das die meisten Menschen ohnehin in der Hand. Ich selbst jongliere an der Kasse stets mit Smartphone und Karte und bin froh, wenn die Karte in Zukunft zu Hause bleiben kann.

Apropos Kundenkarten: Google Pay unterstützt auch viele Kundenkarten und kann diese, wenn sie auf einen Strichcode setzen, ebenfalls in der App hinterlegen. Im besten Falle kann man also sowohl die Kundenkarte als auch die Bezahlung direkt mit dem Smartphone durchführen. Für die Kundenkarte muss natürlich die Google Pay-App aktiviert werden, zur Zahlung ist das nicht notwendig, da sie sich automatisch durch den NFC-Chip im Hintergrund aktiviert.



Weitere Details sowie Fragen und Antworten findet ihr in unserem Artikel mit einer kleinen FAQ zu Google Pay. Google Pay kann rein theoretisch überall dort verwendet werden, wo schon jetzt das Kontaktlose Zahlen möglich ist bzw. wo auch Kreditkarten akzeptiert werden (Debitkarten sind, wie bereits gesagt, anfangs noch nicht dabei). Ausnahmen bestätigen die Regel, aber Google dürfte mit den diversen Dienstleistern und Anbietern der Terminals in den Geschäften wohl alle Wege frei gemacht haben.

Wer sich nun schon etwas mit Google Pay anfreunden bzw. die App ansehen möchte, kann sie schon jetzt herunterladen und etwas durch die App „surfen“. Das Anlegen einer Karte bzw. Eintragen einer Kundenkarte von deutschen Händlern ist zwar noch nicht möglich, aber das wird sich aller Voraussicht nach bereits in drei Tagen ändern. Und damit seid ihr dann auch schon perfekt auf den Start vorbereitet und könnt, sollte Google den Startschuss am Dienstag geben und nicht nur eine Ankündigung veröffentlichen, schon am Dienstag den ersten Einkauf bezahlen.

Nach dem Start von YouTube Music haben wir damit innerhalb weniger Tage schon das nächste internationale Produkt in Deutschland. So kann es weitergehen 🙂

Weitere Informationen zu Google Pay
» Vor dem Deutschland-Start von Google Pay: Die lange Geschichte von Googles Bezahldiensten
» Vor dem Deutschland-Start von Google Pay: So funktioniert Googles Bezahllösung (Video)
» One, Pay, Music & Neighbourly: Hier könnt ihr die neuen Google-Apps schon jetzt herunterladen
» Alle Artikel rund um Google Pay

Offizielle Ankündigung: Google Pay startet in Deutschland und macht das Smartphone zur Geldkarte


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comment 12 Kommentare zum Thema "Google Pay: Alle Informationen zum bevorstehenden Deutschland-Start von Googles Bezahldienst"

  • Nochmals zum Verständnis: Es reicht das Symbol für kontaktloses Bezahlen um Google Play nutzen zu können? Oder muss der Store dann auch Kreditkarten akzeptieren (weil zum Start erstmal nur Kreditkarten in Google Play hinterlegt werden können).

      • „Die einzige Voraussetzung ist es, dass das Smartphone entsperrt sein muss.“

        Super schade… Nutze seit zwei Jahren die Vodafone Wallet, ohne entsperren und sogar wenn der Telefonakku leer bzw. das Handy aus ist.
        Warum Google pay das nicht kann, ist mir ein Rätsel

        • Stimmt ja auch nicht. Bis 25 Euro ist analog zu den NFC-Karten kein Entsperren nötig. Über 25 EUR reicht je nach Kartenherausgeber auch das Entsperren, eine PIN-Eingabe ist dann nicht nötig.

        • Wie soll denn die App die Zahlung abwickeln, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist?
          Und ohne Entsperren ist natürlich in puncto Sicherheit eher ein Problem als ein Feature.

    • Die App ist für Deutschland noch nicht freigegeben, daher die Meldung zur Inkompatibilität. Wer sie vorher nutzen will, muss sie über einen APK-Mirror installieren.

  • „Nutze seit zwei Jahren die Vodafone Wallet, ohne entsperren und sogar wenn der Telefonakku leer bzw. das Handy aus ist.
    Warum Google pay das nicht kann, ist mir ein Rätsel“

    Vodafone Wallet geht über den NFC Chip der Sim Karte und nicht über den den phones

    • Also, Vodafone Wallet funktioniert nur mit NFC fähigen Simkarten, das stimmt. Dennoch wird der NFC Chip des Akkus verwendet/mit eingebunden. Wie das technisch genau funktioniert, weiß ich aber nicht.

      @jens:das war ja das geniale, da die Zahlungsdaten auf dem NFC Chip gespeichert waren, mussten sie nur vom entsprechenden Gerät abgerufen werden. (NFC Dongles haben ja auch keine Stromzufuhr.)

      Und ab 25€ bzw in einigen Läden 30€ gab es dann die Eingabe der pin im Kartenterminal

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