Autocomplete: Googles automatische Vervollständigung spart 200 Jahre pro Tag & viele weitere Einblicke

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In loser Folge gibt Google immer wieder mal Einblicke in von vielen Millionen Nutzern täglich verwendeten Produkte und Funktionen, in denen die Hintergründe beleuchtet werden. Heute wird ein Produkt bzw. eine Funktion beleuchtet, die täglich mehrere Milliarden mal verwendet wird, ohne dass es die meisten Menschen überhaupt noch als Zusatz wahrnehmen: Die automatische Vervollständigung in der Suchleiste.


Die automatische Vervollständigung im Suchfeld der Google Websuche ging ursprünglich aus einem Experiment hervor, das damals noch unter der Bezeichnung Google Suggest bekannt war. Zuerst integriert wurde es im Januar 2006 in der Google Toolbar und wurde erst Mitte 2008 zum Standard in der Websuche. Für einige Jahre wurde das Spielchen sogar soweit getrieben, dass selbst die Suchergebnisse Instant geladen wurden, aber das wurde erst im vergangenen Jahr deaktiviert.

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Die automatische Vervollständigung ist heute nicht mehr wegzudenken und gehört auch auf vielen anderen Webseiten mit Suchboxen längst zum Standard. In der Google Websuche hat sie aber nicht nur die Funktion, den Nutzer einiges an Tipparbeit zu ersparen, sondern kann auch Anstöße oder Anregungen für Suchanfragen geben. Dementsprechend ist das auch nicht nur eine automatische Vervollständigung, sondern eine automatische Vorhersage – und das ist ein klarer Unterschied. Denn es geht nicht um das Vervollständigen wie bei einer Tastatur-App, sondern um das frühzeitige Erkennen der Anfrage des Nutzers.

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Erst wenn die Suchanfrage des Nutzers nahezu vollständig ist, so wie in obigem Beispiel, geht das Tool in den Modus zur Vervollständigung der Wörter über. Zuvor allerdings basieren die Vorschläge natürlich auf den bisher eingegebenen Zeichen, werten aber auch viele Signale wie die aktuellen Trends, populäre Suchanfragen oder auch Suchanfragen des Nutzers in nahen Vergangenheit aus. Wird Interesse für ein bestimmtes Thema erkannt, können sich die Vorschläge vor allem darauf konzentrieren.

In den Vorschlägen sind aber auch Suchanfragen aus der Vergangenheit enthalten, die sich auf dem Desktop durch ein Löschen-Button und in der mobilen Version durch das Uhr-Symbol vom Rest abheben.



Die automatischen Vorschläge sind aber nicht nur sehr praktisch, sondern sparen auch eine enorme Zeit ein: Jeden Tag werden 200 Jahre Tipparbeit eingespart – und das ist mehr als ordentlich. Im Durchschnitt spart sich jeder Nutzer etwa 25 Prozent der Eingaben – leider verrät Google dabei nicht, ob das nur für einzelne Wörter oder auch für umfangreichere Suchanfragen mit detaillierten Fragestellungen gilt.

Ein großes Thema sind seit Jahren auch die Vorschläge selbst, die von Google freiwillig umfangreich zensiert werden. Doch eine einfache Blacklist reicht dafür längst nicht aus, denn es müssen Zusammenhänge erkannt werden. Sucht ein Nutzer etwa nach „verbotenen“ Wörtern, die in einem Songtitel vorkommen oder die sehr viele Suchergebnisse liefern, dann sind die Begriffe plötzlich doch wieder sichtbar – wenn die Algorithmen entsprechenden Zusammenhang herstellen können.

» Weitere Einblicke im Google-Blog

Siehe auch
» Google Chrome: Startseite zeigt jetzt weitere Suchvorschläge direkt unter der Suchleiste
» Googles mobile Websuche zeigt Knowledge Graph-Fakten jetzt schon in den Suchvorschlägen an
» How much does a BMW cost in Germay: Weltkarte zeigt Interessen & Vorurteile auf Grundlage der Google-Suche


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comment 2 Kommentare zum Thema "Autocomplete: Googles automatische Vervollständigung spart 200 Jahre pro Tag & viele weitere Einblicke"

  • Oh Mann. Das ist so ein unfassbar schlechter Vergleich. Als würde man sagen, dass bei jedem vollendeten BJ eine Millionenmetropole in der Größenordnung Pekings geschluckt wurde.

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