Google Wifi – Ein Erfahrungsbericht nach einem halben Jahr

wifi 

Google Wifi kam letztes Jahr nach Deutschland. Seit rund einem halben Jahr habe ich das WLAN in unserer Wohnung durch zwei Geräte von Google Wifi ersetzt. Auch nach einem halbe Jahr bin ich noch mehr als zufrieden.

Ausgangssituation auf Grund des Schnitts unserer Wohnung ist ein Access Point in unserer Wohnung nicht ausreichend. Bis vor rund einem halben Jahr ging hinter der Fritzbox noch ein Billig-Router von TP-Link, der die zweite Hälfte der Wohnung mit WLAN abdeckte. Zwar hatten wir dann überall WLAN, aber richtig gut gefallen hat es mir sowohl technisch, also optisch nicht.

So verlief ein Kabel quer durch die Wohnung: Unter der Wohnzimmertür durch. An der Küchentür hoch, weiter Richtung Tür zum Badezimmer, dann hinunter auf dem Boden und rein ins Allzweck-Zimmer. Gerade zwischen Küche und Bad hing das Kabel leicht in die Tür, was vor allem meine Freundin störte.

Mich selbst störten aber vor allem, dass sich meine Geräte gefühlt immer auf den falschen AP verbunden haben und ich somit zwar überall WLAN hatte, aber nicht der am wenigsten Entfernte AP genutzt wurde. Auch der Wechsel zwischen den APs hat oft nicht wirklich funktioniert, so dass gerade das Smartphone oft nur langsames WLAN hatte.

Schließlich dachte ich: Warum nicht einfach mal das Mesh von Google Wifi ausprobieren und wenn das nichts ist, dann geht es eben wieder zurück. Zwar waren die 232,95 Euro für den zweier Pack viel Geld, aber bereits nach kurzer Zeit war nicht nur ich von Google Wifi begeistert.

Die Einrichtung des primären Zugangspunkt ist kinderleicht und auch das Einbinden des zweiten Aps im Mesh ist ohne viel Aufwand möglich. Nach wenigen Stunden erfolgt dann der Rückbau der Verkabelung des zweiten APs.

Nachdem ich die SSID und das Passwort beibehalten hatte, musste ich auch an keinem Gerät Passwörter ändern. Die meisten haben sich automatisch neu verbunden. Ansonsten reicht es aus kurz WLAN am Gerät ab- und wieder anzuschalten.

Die Probleme, die ich hatte, sind mit Google Wifi verschwunden. Die Bandbreite ist auch beim AP, der im vermaschten Netz hängt sehr gut und wird in der App mit „hervorragend“ ausgegeben. Die Optik von Google Wifi gefällt uns persönlich sehr gut und diese stören weder auf dem Schreibtisch im Wohnzimmer, noch im Bücherregal:

Auch der Freundin gefällt die Optik.

Google Wifi bekommt regelmäßig neue Funktionen. Erst vor wenigen Tagen wurde eine neue Firmware aufgespielt. Regelmäßig nutzen wir eigentlich nur eine Funktion: Das Priorisieren eines WLANs-Geräts. Mit IFTTT bekommt der FireTV-Stick automatisch Prio, wenn er an eingeschaltet wird.

Recht praktisch ist auch, die Steuerung der Beleuchtung via on.here. Mit recht wenigen Klicks kann der Admin natürlich sehen welche Geräte verbunden sind und über welchen AP sie auf das Internet zugreifen. Auf on.here können auch Leute aus dem Gastnetz zugreifen und somit auch das Licht steuern.

Übrigens: Auch von unterwegs aus kann man auf auf die APs zugreifen und diese zum Beispiel neustarten oder den Kindern das WLAN abschalten, sofern man Familien-WLAN nutzt.

Fazit: Google Wifi funktioniert wie man es erwartet. Das Roaming zwischen den APs klappt wie es soll. Ich kann es eigentlich nur weiterempfehlen.


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comment 8 Kommentare zum Thema "Google Wifi – Ein Erfahrungsbericht nach einem halben Jahr"

  • Ich finde Google Wifi auch sehr toll. Ich nutze 1 Zugangspunkt seit 6 Monaten und es war hervorragend, erheblich besser als meine FritzBox. Nun bin ich umgezogen und habe 2 Zugangspunkte verwendet. Das ging 3 Tage lang echt gut, aber auf einmal ist der Hauptzugangspunkt zu weit vom Nebenzugangspunkt entfernt und es klappt nicht mehr – es sei denn, ich stelle sie ohne Wand dazwischen auf. Das ist ziemlicher Irrsinn…

  • Warum hast du nicht einfach einen Repaeter von AVM gekauft? Die bauen mit der vorhandenen Fritzbox auch ein Mesh Netzwerk auf … funktioniert genauso … und du hättest jede Menge Geld gespart

  • Ja. Also die 200€+ hättest dir wirklich sparen können. Und dass du ein Kabel so unglaublich schlecht verlegt hast ist nicht die Schuld vom Router. Aber OK. Wer gerne viel Geld in überteuerte Hardware steckt als ein Mal zu googlen, für den hat Google somit auch eine Alternative. 😀

  • kann hier auch nur jedem das AVM Mesh empfehlen. Eine halbwegs aktuelle Fritzbox mit neuester Software reicht, die Google Geräte alleine können ja keine Internetbindung aufbauen, also braucht man eh einen separaten Router. Gerüchteweise ist mit dem nächsten großen Update sogar ein Mesh mit mehreren Fritzboxen möglich, so dass zB Nachbarn ihre Internetzugänge zusammen schalten können. Das gibt ganz neue Möglichkeiten bzgl Bandbreite teilen oder Störungen beim Einzelnen Anschluss über das Mesh kompensieren. Spätestens hier wäre AVM der Google Lösung dann auch technisch überlegen, das geht nämlich per Google WiFi nicht.

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