Pixel 2 XL: Google untersucht das Einbrenn-Problem & So könnt ihr euer Smartphone testen

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Über das Wochenende gab es viele Berichte über eingebrannte Displays beim Pixel 2 XL, und nach einer fast schon zu lange Phase des Schweigens hat sich Google nun endlich zu Wort gemeldet. Natürlich möchte man einer möglichen Panik den Wind aus den Segeln nehmen und lobt die neuen Display-Technologien, verspricht aber auch, dass man sich diese Fälle ansehen und sehr aktiv untersuchen wird.


Man kennt es von ständig aktiven Displays und Fernsehern, die über einen sehr langen Zeitraum hinweg immer das gleiche Bild anzeigen: Das Einbrennen des Bildes, so dass es selbst nach dem Beenden dieser Anzeige immer noch sichtbar ist – und das manchmal sehr deutlich. Bei Wikipedia gibt es dazu eine Reihe von Beispiel-Bilder, etwa von Flughäfen oder Bahnhöfen. Aber diese Displays laufen über viele Jahre rund um die Uhr. Googles Smartphones nicht.

pixel 2 xl burn in

Auch bei einem Smartphone kann es nach vielen Monaten oder Jahren dazu kommen, dass sich Bilder bzw. bestimmte ständig angezeigte Elemente einbrennen und dann als Geister-Erscheinung ewig auf dem Gerät bleiben. Wie nun bekannt geworden ist, kämpft auch das Pixel 2 XL mit diesem Problem. Das aber eben nicht nach vielen Monaten oder Jahren, sondern nach zwei Wochen – höchstens. Dass der Effekt schon nach einer so extrem kurzen Zeit sichtbar ist, spricht nicht unbedingt für die Qualität des Displays.

Google hat sich mittlerweile geäußert:

Der Pixel 2 XL-Bildschirm wurde mit einer fortschrittlichen POLED-Technologie entwickelt, einschließlich QHD+-Auflösung, großem Farbraum und hohem Kontrastverhältnis für natürliche und schöne Farben und Renderings. Alle unsere Produkte durchlaufen vor der Markteinführung und in der Fertigung jeder Einheit umfangreiche Qualitätsprüfungen. Wir untersuchen diesen Bericht aktiv.

Den ersten Teil haben wir schon einmal vom Google-Support gehört, nämlich aufgrund der matten Farben und dem Blaustich. Der letzte Satz gibt aber Grund zur Hoffnung, dass Google das Problem schnell erkennt und vielleicht auch behebt. Vermutlich wird man aber wohl um einen Austausch nicht herum kommen. Die Anzahl der Nutzer die über das Problem klagen häuft sich, und es scheint dann tatsächlich ein Massen-Problem zu sein. Hoffen wir, dass Google hier keinen Galaxy Note 7-Moment erlebt, bei dem man das Smartphone zurückrufen muss.



Wie es aussieht hat sich Google mit den LG-Displays keinen Gefallen getan, denn es ist nun schon das zweite große Problem mit dieser Hardware, das sich aber eben nur durch einen Austausch lösen lässt. Derzeit ist zwar noch die Frage offen ob es sich um ein wirkliches dauerhaftes Einbrennen oder um eine vorübergehende Ermüdung handelt die wieder von selbst verschwindet, aber alles deutet derzeit auf Erstes hin. Aber selbst zweites darf bei einem Smartphone dieser Preisklasse nach einem solch kurzen Zeitraum nicht vorkommen.

So könnt ihr euer Smartphone testen

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Diese eingebrannten Icons sind natürlich nur dann deutlich sichtbar, wenn sie eben nicht mehr angezeigt werden. Nutzt dazu einfach obiges Bild und lasst es euch im Vollbild auf eurem Smartphone anzeigen. Achtet nun ganz besonders auf den unteren und oberen Rand und haltet es in verschiedene Lichtverhältnisse. Wenn ihr keine Geister-Icons seht, dann Herzlichen Glückwunsch.

Jetzt hat Google also die schönen neuen Pixel 2-Smartphones mit sehr guten Bewertungen, und kämpft gleich mit vier Problemen: Das Einbrennen, das matte Display, die Geräusche aus dem Lautsprecher und die relative instabile Sollbruchstelle im Rahmen.

[Caschys Blog]

Alles was ihr über Googles Pixel 2-Smartphones wissen müsst – Reviews, Tests, Downloads & mehr



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comment ommentare zur “Pixel 2 XL: Google untersucht das Einbrenn-Problem & So könnt ihr euer Smartphone testen

  • Ich kann nach diversen Erfahrungen nur empfehlen, nie ein neues Gerät zu kaufen, wenn es grade erst raus kam. Noch keins meiner Geräte hatte nicht diverse Macken, wenn ich es kurz nach Erscheinen kaufte. Ich hatte allerdings nur Samsung und LG bisher. Das ging von sich lösender Display-Beschichtung und überhaupt Display-Fehlern über Bootloops bis zu defekten Tasten. Allesamt immer Hardware-Defekte!
    Ich habe zwar 2 Geräte Monate nach dem Erscheinen gekauft(Nexus 10, Galaxy S7 Edge), aber damit noch nie(!) Probleme gehabt und erst Recht nicht Umtauschen mit Ersatzgerät gemusst.
    Außerdem sind die Geräte nach Monaten bereits deutlich günstiger.

    Es spricht also rein gar nichts dafür, ein erst kürzlich erschienenes Gerät zu kaufen, außer man ist der Trottel der gerne extra viel bezahlt um Beta-Geräte zu testen. Natürlich danke ich jenen für ihren Ärger und die Arbeit.

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