KI: Neue Google-Algorithmen sollen jeden Menschen zum Profi-Fotografen machen [Galerie]

streetview 

Viele Nutzer, die in der Lage sind eine Digitalkamera oder ihr Smartphone gerade zu halten und einen Knopf zu drücken, halten sich heutzutage für professionelle Fotografen und verstopfen die Social Networks mit ihren Fotos. In Zukunft könnte dies auch tatsächlich der Fall sein, denn Google arbeitet an einem neuen System das aus jedem Foto das Maximum herausholt. Die ersten Ergebnisse auf Grundlage der Streetview-Fotos zeigen beeindruckende Ergebnisse.


Mit den seit über einem Jahrzehnt auf den Straßen der Welt fahrenden Streetview-Fahrzeugen hat Google unzählige Millionen oder gar Milliarden Footos von allen Orten dieser Welt geschossen – und das praktisch nur im Vorbeifahren. Während man anfangs vor allem das Ziel verfolgt hat, den Menschen jeden Ort der Welt zu zeigen, möchte man mittlerweile auch auf hochprofessionelle Fotos setzen. Um dies zu erreichen sollen in Zukunft vor allem Algorithmen zum Einsatz kommen.

sw photo

Wenn man sich obiges Bild ansieht, kann man sich ziemlich sicher sein dass es von einem professionellen Fotografen geschossen wurde, der sich lange auf die Lauer gelegt und den perfekten Moment abgewartet hat. Tatsächlich ist es aber von einem Streetview-Fahrzeug im vorbeifahren geschossen worden – allerdings nicht mit diesem Endprodukt. Das Foto hat einen Algorithmus durchlaufen, der aus jedem Foto das beste herausholen und durch diverse Filter solche Kunstwerke erstellen soll.

Das ganze funktioniert natürlich wieder mit Googles Lieblingsthema: Der Künstlichen Intelligenz bzw. Machine Learning. Man hat der Künstlichen Intelligenz echte professionell geschossene Fotos vorgelegt und diese in Massen auswerten lassen. Um die perfekten Ergebnisse zu erreichen muss das Foto erst einmal geschnitten werden, so dass unwichtige Dinge am Rand nicht die gesamte Illusion zerstören. Als nächstes werden die Lichtverhältnisse und die Schärfe angepasst und im nächsten Schritt kommen dann weitere automatische Bearbeitungen des Fotos zum Einsatz.

Es gibt viele Systeme und Algorithmen, die Fotos automatisch bearbeiten und verbessern können – und auch Google Photos besitzt solche automatischen Filter. Doch Googles neues System liefert so gute Ergebnisse, dass selbst professionelle Fotografen bei 40 Prozent der Aufnahmen nicht sagen konnten, ob sie von einem professionellen Fotografen oder von einem Amateur (spricht Streetview-Kamera) angefertigt wurden.



Beispiel-Fotos:

sw photo 1

sw photo 2

sw photo 3

sw photo 4



Tatsächlich stammen alle Fotos aus Streetview, wie man aus den obigen Aufnahmen sehr gut sehen kann. Die Fotos wurden geschnitten bzw. gezoomt und dann automatisch bearbeitet. In Zukunft könnten diese Fotos auch direkt in Streetview zur Verfügung stehen und die Panoramen verbessern. Das geht aber natürlich nur dann, wenn die Randbereiche nicht herausgeschnitten werden und noch immer ein vollständigs Panorama erstellt werden kann.

In Zukunft soll diese Technologie aber nicht nur bei Streetview-Aufnahmen zum Einsatz kommen, sondern auch in Kamera-Apps und den diversen Foto-Apps von Google. Damit sollen die Filter dann aus allen Nutzer-Fotos stets das beste herausholen und richtig schöne Aufnahmen erstellen. Schon heute ist Google Photos relativ gut dabei die Highlights herauszustellen und die schönsten Urlaubsfotos zu sammeln.

Wir dürfen auf die weiteren Fortschritte gespannt sein, aber mit der Künstlichen Intelligenz lassen sich offenbar schon so gute Ergebnisse erzielen, dass wir tatsächlich eines Tages alle zu Profi-Fotografen werden.

» Weitere Details im Google Research-Blog

[9to5Google]

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comment ommentare zur “KI: Neue Google-Algorithmen sollen jeden Menschen zum Profi-Fotografen machen [Galerie]

  • Wollte nur mal anmerken, dass Fotos von erfahrenen Amateuren (= Liebhabern, im Wortsinn) oft besser gemacht sind als solche von Profis (= die davon leben müssen, sich aber u. U. gar nicht so sehr dafür interessieren). Nur, weil das leider sehr oft verwechselt wird. Nur weil der Amateur i. d. R. kein Geld damit verdient, heißt nicht, dass er nicht so gut arbeiten kann. Oft ist (oder wird) er sogar besser, weil er „unvernünftig“ viel Aufwand in seine Werke steckt, um das beste herauszuholen.

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