Nach dem Megaflop: Google möchte Nutzer nach Verbesserungsvorschlägen für Allo befragen

allo 

Mit Allo hat Google im vergangenen Herbst einen neuen Messenger auf den Markt gebracht, der mit sehr viel Vorschusslorbeeren bedacht wurde, aber dann bei weitem nicht den erhofften Erfolg einfahren konnte. Jetzt tut man endlich das einzig richtige und fragt die potenziellen Nutzer nach ihrer Meinung zu Allo und ist für Verbesserungsvorschläge offen. Dafür werden interessierte Nutzer eigens zu Studien eingeladen.


Google konnte natürlich nicht erwarten dass man vom Start weg in die Sphären eines WhatsApps oder eines Facebook Messengers schießen wird, aber mit etwas mehr Begeisterung für den neuen Messenger hat man sicherlich gerechnet. Stattdessen scheint kaum jemand den Messenger zu nutzen und erst vor kurzem ist dieser aus der Top 500 des Play Store geflogen. Die Installationsbasis dürfte ebenfalls sehr Mau aussehen.

allo-logo

Google ist zwar bekannt dafür, Produkte schnell wieder einzustellen wenn diese nicht ankommen, aber offenbar möchte man bei Allo einen längeren Atem beweisen und dem Messenger noch eine Chance geben. Dazu lädt man nun interessierte Nutzer aus bestimmten Regionen ein, an Usability-Studien und Feedback-Runden teilzunehmen um die Meinung über den Messenger kund zu tun, sich mit den Entwicklern und Designern zu unterhalten und auch Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Diese Befragungen finden entweder Online oder in einer Google-Niederlassung in Seattle, San Francisco, New Delhi, Sao Paulo oder London statt. Laut dem Anmeldeformular ist es sogar möglich, dass Google-Mitarbeiter zum Nutzer nach Hause kommen und mit ihm über den Messenger reden. Leider können Nutzer aus Deutschland oder Österreich derzeit nicht teilnehmen – auch nicht Online.

During a study we may present you with and gather your feedback on an existing product, a new feature, or even prototypes. We may also interview you about particular daily habits or ask you to keep a log of certain activity types over a given period of time. Study sessions can happen at a Google office, in your home or business, or online through your computer or mobile device. Afterwards, you’ll receive a token of our appreciation for your cooperation. Sharing your experiences with us helps inform our product planning and moves us closer to our goal of building something you’ll love.



Natürlich ist es eine mehr als gute Idee, endlich auch mal auf die Nutzer und ihre Vorschläge zu hören, statt an Ihnen vorbei zu entwickeln. Das hat man durch das Messenger-Chaos zwar schon wieder von Anfang an verbockt, aber vielleicht gibt es ja tatsächlich schon Pläne zur Vereinigung von Allo und Duo um schon einmal in punkto Funktionsumfang etwas weiter nach vorne zu rücken.

In der Vergangenheit hat sich das Allo-Team als wenig kreativ erwiesen und hat die Nutzer mit neuen Stickern, einem GIF-Bot und in Zukunft auch animierten Emojis bei Laune halten wollen. Damit kann man sich zwar in den Schlagzeilen halten und die Versionszahl künstlich nach oben pushen, aber man wird wohl kaum neue Nutzer gewinnen oder diese von den großen blauen und grünen Konkurrenten abziehen.

Da das Team leider keine Vorschläge von deutschen Nutzern annehmen möchte, sammeln wir sie einfach hier in den Kommentaren. Schreibt eure Wünsche oder Verbesserungsvorschläge unter dem Artikel oder auf Facebook bzw. Google+ in die Kommentare 🙂

» Ankündigung in den Google Produktforen

Cyber Monday Woche: Amazon-Hardware stark reduziert - so kommen die Google-Apps auf Echo & Fire


Teile diesen Artikel:

comment ommentare zur “Nach dem Megaflop: Google möchte Nutzer nach Verbesserungsvorschlägen für Allo befragen

  • Messenger, hangouts, Duo zusammenführen. Interface-Anpassung sollte erlaubt werden. Kontakt-/Chatverlaufimport von WhatsApp/facebook. Wodurch man WA direkt danach löschen könnte..
    Werbung schalten, die Vorzüge hervorheben – facebook mit ihrer Datenmethodik direkt angreifen/veräppeln.
    Nun ja, viel Arbeit doch ein Ansatz ist es.

  • Ein Wunsch von mir wäre eine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
    Das Hauptproblem wird wohl die fehlende Nutzerbasis sind. Ich würde nur dann auf Allo umsteigen wollen, wenn da auch meine Freunde zu finden sind. Das Gleiche werden sich aber auch meine Freunde denken…
    Ein typisches Henne-Ei-Problem.

  • Da Google ja zwingenderweise die Integration des Assistenten in Allo anbieten will wird der Messenger für mich auch nicht interessant werden. Ich wünsche verschlüsselte Kommunikation und brauche keine Möglichkeit im Chat mit meiner Freundin eine Pizza bestellen zu können. (Nett dass das geht aber macht das wirklich einer? Ist doch Unsinn.)

    Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Zukunftsverweigerer. Meine Bilder sind bei Google Photos und ich nutze Google Now mit Sprachbefehlen um schnell zu suchen. Aber meine Kommunikation birgt einfach zu viel privates das ich da nicht mit einer AI teilen will. Bin wohl einfach damit auch die falsche Zielgruppe.

  • Für mich scheidet jeder Messenger aus, den es nicht komplett plattformübergreifend gibt: Phone, Tablet (iOS/Andoid), Web, Desktop. Daher nutze ich auch kein WhatsApp. Und End-to-End-Veschlüsselung ohne Hintertürchen für Geheimdienste. Im Moment ist Wire mein Favorit.

  • Synchronisierte Chatverläufe auf den verschiedenen Clients und wenigstens ein Webclient.

    Ich möchte auf dem Handy anfangen zu chatten, auf dem Notebook weitermachen.

    Wozu verbindet sich Allo mit dem Google Account?

    Grundlegender Allo Fehler.

  • Duo & Allo sind: 1. Hässlich, 2. Bieten weniger als Hangouts, 3. Vergrößern eher das Messenger Chaos, 4. Haben kein überzeugendes Killer-feauture, 5. Das Henne-Ei Problem. Man hätte besser Hangouts weiter entwickeln sollen. Die Idee zwischen den verschiedenen Geräten hin und her zu wechseln gefällt mir eigentlich immer noch. Am Desktop sind längere Texte am bequemsten zu schreiben. Aber wenn zu wenige Leute Hangouts nutzen, verliert man irgendwann auch die Lust daran und benutzt eben WhatsApp, was die Herde zum aktuellen Quasi Standart auserkoren hat. Glaube nicht, dass man da jetzt so schnell die Leute weg bekommt. Vielleicht wäre aber ein Ansatz nicht den Google Assistent in einen Messenger einzubauen, sondern über den Assistenten bzw. Google Suche Nachrichten zu verschicken.

  • Video Telefonie und Chat in einem. Erstellung von Chaträumen und Gruppen. Keine zwingende Bindung an Telefonnummern/Telefoniegeräte. Zentrale Server nur optional zur Vermittlung oder gezielt genutzt z.b für Livestreams. Aufzeichnung von Livestreams für video-plattformen. rest peer2peer. auf einfachen Knopfdruck Ende zu Ende Verschlüsselung. Webclient + apps. bots/ai optional. Das Ganze am besten auf Basis offener Standarts und Open Source. … Glaube damit könnte man der Menschheit einen gefallen tun.

  • Rein gar keine Umsetzung könnte einem neuen Messenger zum Wechsel verhelfen! Wir wissen was WhatsUp tut. Und keine 10% sind, trotz teils größter Anstrengung der Entwickler und Nutzer, sowie dramatischer medialer Berichterstattung, je gewechselt.

    Die Masse ist bequem und hat auch drastische Angst vor sozialer Öffentlichkeitsvereinsamung.
    Das sind die Schafe, die man bewusst gezüchtet hat(Citygroup usw.). Ängstlich, charakterlos, vorbildliche Konsumenten, die am liebsten gar nicht mehr die Arbeitsstelle verlassen möchten.

  • Um wirklich die Masse von Nutzern zu bekommen müssten alle Google Dienste mit dem Messenger verflochten warden. Sprich: in Youtube kann man direkt Links teilen, Google Photos, Drive usw…

  • – Mehrere Bilder/Videos auf einmal senden können wäre z.B. mal nicht schlecht.
    – Bzgl. der Verschlüsselung, man könnte ja einen direkt sichtbaren Button integrieren wo ich für die jeweilige Konversation die Verschlüsselung ein und ausschalten kann.
    – Teilen mit Allo sollte über Youtube oder Webseiten möglich sein. Also ein Button unter den jeweiligen Artikeln oder so.
    – Inhalte die ich mit Allo versende, ich meine Bilder und Videos, lassen sich nicht direkt weiterteilen mit anderen Messenger.

  • Die Kommentare und Wünsche lesend habe ich den Eindruck , daß viele sich eine
    automatische eierlegende Wollmilchsau wünschen . Nun , das hat Google versucht
    und eine Bauchlandung hinbekommen.

  • Eine richtige Verschlüsselung wäre sicher richtig sinnvoll – ohne diese wird man keine Chance haben. Dann sollte man einstellen können, dass der Verlauf automatisch verschlüsselt in Docs gespeichert wird – und nur die letzten Wochen im Telefon gespeichert werden.
    Vielleicht wäre es gut, wenn es nicht von Google käme, da Google sich mit der Einstellung von Picasa etc. unglaubwürdig gemacht hat…

Kommentare sind geschlossen.