Docs

Vor einigen Wochen hat Google die Möglichkeit geschaffen, Bilder für Dokumente per Drag und Drop hochzuladen. Auch bei Google Mail kann man seine Anhänge so kinderleicht hochladen. Nun geht das auch mit allen Dateien in Google Docs.

Wichtig ist nur, dass man einen der unterstützen Browser verwendet. Diese sind laut Google Safari, Google Chrome und Firefox. Selbstverständlich gibt es auch noch die Auswahl über einen Dialog. Der Upload erfolgt erst, wenn man ggf. den Ordner angepasst und auf Upload geklickt hat.

Google Docs Drag und Drop Upload

Zwar unterstützt Google Chrome den Upload von ganzen Ordnern (über input-tag), aber dies ist für Docs leider noch nicht möglich.

Eine weitere Neuerung hat es bei Textdokumenten gegeben. Hier kann man nun das Menü zusammenklappen lassen und so Platz sparen. Ideal ist dies auf kleinen Displays wie Netbooks. Die Funktion findet man im Menü Ansicht.
Google Mail

Der Texaner Keith Dunbar verklagt Google wegen Google Mail auf Schadensersatz. Als Begründung gibt er Verstöße gegen den Electronic Communications Privacy Act an. Die Google lässt über alle Mails einen Algorithmus laufen, der nach Keywords für Werbung sucht.

Dunbar sehe darin einen Verstoß, da davon auch Nicht-Mitglieder von Google Mail betroffen sind. Er kritisiert, dass Google auf diese Analyse nicht genug aufmerksam mache. Aus seiner Klage will er eine Sammelklage machen und fordert von Google 1000$ von Google für jeden Tag ohne einen entsprechenden Hinweis auf den Algorithmus. Alternativ verlangt er 10000$ für den Fall, dass Google bei einem Urteil schnell reagiert. Google sagt, dass man sich zum entsprechenden Fall nicht äußern kann.

Jeder Mail-Anbieter nutzt aber unterschiedliche Software für die Analyse von Mails. Diese sortieren Spam aus, erkennen Phishing und suchen nach Viren. Auch andere Freemailer nutzen bestimmte Keywords für Werbung. Der Experte für Internetrecht Eric Goldman sagte Informationweek.com, dass es solche Klagen bereits 2004 gab und alle gescheitert waren.

Solange eine Mail unverschlüsselt übertragen wird, kann sie an jedem beteiligtem Server (theoretisch) ausgelesen und ggf. auch geändert werden.
Firefox Toolbar

In einigen Wochen oder Monaten wird der Firefox 4 veröffentlicht. Google hat heute eine neue Version der Google Toolbar als Beta-Version freigegeben, die sich auch in den Betas von Firefox 4 nutzen lässt.

In den kommenden Wochen wird man das Update automatisch an alle Nutzer verteilen. Wer es sofort haben möchte, kann es über toolbar.google.com herunterladen. Die aktuelle Versionsnummer ist 7.1.20101113.

Weiterhin hat Google einige optische Änderungen vorgenommen und die Icons aktualisiert. Diese passen nun deutlich besser zu den anderen Grafiken, die Google für immer mehr Produkte nutzt.
Blogger in Draft

Die Möglichkeit zur Verwendung von Schriften auf Webseiten, die bei deren Besuchern nicht installiert sind, hat Google mit seinen Web Fonts schon voran getrieben. Nutzer von Blogger in Draft können jetzt zwischen 40 neuen Schriften wählen, um ihren Blog besser zu individualisieren.

Die Fonts sind im Vorlagen-Designer im Bereich "Erweitert" verfügbar. Dort kann die "Schriftart für Text" ausgewählt werden, wo sich unterhalb der bekannten Schriften nun die neuen Web Fonts finden. Auch nicht-lateinische (insbesondere kyrillische) Zeichensätze sind dabei.

Blogger in Draft Web Fonts

Die oben abgebildeten separaten Auswahlmöglichkeiten für Seitentext, Blog-Titel etc. konnte ich in der deutschen Blogger in Draft-Oberfläche noch nicht finden. In der Standard-Version von Blogger sind Web Fonts generell noch nicht verfügbar.
YouTube

Werbung finden die meisten Menschen nervig. Und für Werbung bei YouTube galt das bisher ganz besonders, weil man ihr praktisch nicht entrinnen konnte. Das soll sich jetzt nach und nach ändern.

Das Zauberwort heißt "TrueView". Dahinter verbirgt sich eine neue Werbeform, die Google für sein Videoportal YouTube ausgeklügelt hat. Das Besondere daran: Dem User wird die Entscheidung überlassen, wann, wie und ob überhaupt er eine Werbung dargestellt bekommen möchte.

Prinzipiell soll man für jedes Video mit Werbeeinblendungen die Auswahl zwischen drei verschiedenen Spots bekommen sowie die Möglichkeit, die Werbung ganz zu überspringen. Bei kürzeren Videoclips ist jeweils eine Einblendung inmitten der Wiedergabe vorgesehen mit der Option diese auszulassen. Bei längeren Inhalten besteht die Auswahl zwischen mehreren Werbeunterbrechungen oder einem längeren Werbeblock vor dem eigentlichen Video.

Die grundlegende Idee ist nicht neu. Der amerikanische Video-Streaming-Dienst Hulu hat bereits seit 2007 eine Technologie namens "Ad Selector" am Start, die ziemlich ähnlich funktioniert. Allerdings wird sie nur bei ca. 10 % aller verfügbaren Videos angeboten, und eine Möglichkeit zum kompletten Überspringen der Werbung besteht dort nicht.

Für die werbetreibenden Firmen bei YouTube bedeutet TrueView eine kleine Revolution, die sie erst einmal verdauen müssen. Allein die Tatsache, dass User ihre Werbung bewusst ausblenden können, dürfte vielen erst einmal nicht gefallen. Was wiederum ein positives Licht auf die neue Werbeform wirft, ist die Tatsache dass nicht ausgelieferte (sprich vom User abgewählte) Werbeeinblendungen auch nicht bezahlt werden müssen. Zudem ist das Interesse (bzw. die Affinität) bei Usern, die sich tatsächlich bewusst für das Anschauen der Werbung in einem Videoclip entschieden haben, im Durchschnitt natürlich wesentlich höher als bei allen Usern, die das Video aufgerufen haben.

Zum Start wird TrueView nur für eine handverlesene Auswahl von Werbekunden verfügbar sein. Welche das sind, will YouTube noch nicht verraten. Danach soll die Option Unternehmen mit eigenen YouTube-Channels angeboten werden, später dann allen Werbetreibenden. Im Vergleich zu Hulu und ähnlichen Angeboten hat YouTube bislang noch nicht allzu viele längere bzw. "Premium"-Videos im Programm, für die echte Werbespots nach TV-Manier Sinn machen. Dafür hält es aber mit Abstand den Rekord bei den Nutzerzahlen.

Laut einer groß angelegten Umfrage der Online-Werbeexperten von VivaKi ist der Wunsch nach mehr Entscheidungsspielraum in Sachen Werbung bei den Nutzern von Videoportalen sehr stark. Außerdem bietet sich YouTube nach wie vor als "Spielwiese" an um neue Werbe-Ideen zu testen, bevor diese für viel Geld im TV umgesetzt werden.
Docs

Google hat vor einigen Monaten DocVerse übernommen. Dieses Tool von ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern ermöglicht das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument über das Internet. Nun hat Google eine eigene Software auf der Basis entwickelt und nennt sie Google Cloud Connect.

Noch bietet Google sein Cloud Connect nicht ganz öffentlich an. Es ist derzeit nur für Nutzer von Google Apps for Busines nutzbar und hierfür muss man sich noch bewerben. Google schließt damit eine Lücke, die wohl viele Unternehmen von der Migration auf Google Apps abhält. Mitarbeiter können in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung Dokumente erstellen, aber es ist möglich gemeinsam daran zu arbeiten. Der Abgleich erfolgt über Googles Server.

Google Docs Cloud Connect

Google gibt nach dem Upload eine einzigartige URL wider, die dann an andere verschickt werden kann. Es ist möglich auch in Google Docs eine Änderung vorzunehmen, während die Kollegen mit Office 2003, 2007 oder 2010 arbeiten. Wie bei Google Docs existiert eine komplette Versionsgeschichte. So kann man prüfen wer was geändert hat und kann diese ggf. wieder rückgängig machen.

Google Cloud Connect wird nach dem Test dann auch für alle anderen Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen. Die Nutzung ist dann auch mit einem Google Account möglich. Wer das kostenpflichtige Google Apps hat, kann sich über dieses Formular bei Google bewerben und erhält damit früher Zugriff auf das Tool. Ob die Software auch für Microsoft Office for Mac angeboten wird, ist noch unklar.

Wenn einer unserer Leser einen kostenpflichtigen Apps Account hat und sich für den Test erfolgreich bewirbt, kann er sich gerne bei uns für einen Gastartikel melden.
Street ViewDas Gezerre um die in Street View unkenntlich gemachten Häuserfassaden nimmt nun bereits physische Ausmaße an: Wie das Nachrichtenportal DerWesten berichtet, wurden am vergangenen Wochenende einige Häuser im Essener Stadtteil Bergerhausen mit rohen Eiern beworfen. Es handelt sich dabei um Gebäude, die auf Anträge der Bewohner hin von Google "verpixelt" wurden.Essen gehört zu den 20 deutschen Städten, für die Street View seit dem 18.11.2010 verfügbar ist. Die Täter suchten sich offenbar ganz bewusst Häuser aus, die auf den von Google bereitgestellten Straßenansichten unkenntlich gemacht worden waren. Die Anwohner berichteten, sie hätten neben den Überresten der geworfenen Eier Zettel mit der Aufschrift "Google's cool" an ihren Briefkästen gefunden.Da es sich beim Eierwerfen nicht um Sachbeschädigung handelt, können die betroffenen Hauseigentümer keine entsprechende Anzeige erstatten, so die örtliche Polizei. Nicht zu Unrecht fragt man sich aber in Essen, was an einer solchen Aktion "cool" sein soll...Street View Essen
Google Mail

Vor einigen Tagen hat Google eine Änderung an der API von Google Contacts vorgenommen. Durch die Änderung ist es Entwicklern nur noch erlaubt auf diese zuzugreifen, wenn sie selbst eine Weg zur Verfügung stellen, mit dem ihre Nutzer dann die Kontaktdaten exportieren können. Da Facebook das nicht macht, stellt Google den Datenhahn ab.

Facebook umging daraufhin die API und nutzte stattdessen eine Deeplink, der die Kontakdaten herunterlädt. Auch dieses hat Google dann geändert und zeigte bis vor wenigen Tagen eine Warnung an, wenn man dieses "Feature" von Facebook nutzte. Erst nach einer Bestätigung war der Export bei Google bzw. Import bei Facebook möglich.

Jetzt hat Facebook damit begonnen Google Mail bzw. Google Mail bei "Find Friends" zu löschen. Auch bei Friendfeed.com ist das Login mit einem Google Account nicht mehr möglich. So ganz verschwunden ist das Import von Google Mail aber nicht. In der Sidebar bewirbt mit Facebook immer noch, dass ich doch mal meine Kontakte importieren könnte. Klicke ich auf den Button, dann öffnet sich erst ein PopUp, der eine Seite bei Google lädt und anschließend werden die Kontakte importiert. 

Gegenüber TechCrunch gab Google an, dass man auf seiner Seite nichts geändert habe. Der Erfinder des HTTP-Protokolls Tim Berners-Lee warnt inzwischen vor einer Fragmentierung des Netzes. Die Nutzerseiten bei einem Dienst sind im Web, aber die Daten sind es nicht. Nutzer können eine Web-Seite mit einer Liste ihrer Kontakte bei einem Dienst aufrufen, aber sie können diese Liste oder Teile davon nicht an andere Dienste senden.
Blogger Google Mail

Wie TechCrunch berichtet, gibt es bei Blogger eine Sicherheitslücke mit der man dem Besucher eine Mail senden kann, wenn dieser mit in einem Google Account bzw. Google Mail eingeloggt ist. Der Entdecker dieser Lücke stammt aus Armenien und habe Google schon mehrfach auf die Lücke hingewiesen. Google hat die Lücke inzwischen geschlossen.

Auf einem Blog bei Blogpost.com baute der Hacker einen Code ein, der dem Besucher eine Mail an seinen Google Account schickt. Diese sah wie folgt aus:
Google Mail Sicherheitslücke
Google hat auf das Posting von TechCrunch reagiert und mitgeteilt, dass das Team bereits das Problem untersuche. Die Lücke sei bereits geschlossen. Die Lücke wurde in der Google Apps Script API  entdeckt. Diese nutzte die speziell erstellte Webseite aus, um den Besuchern eine Mail zu schicken. Dies ging aber nur, wenn der Besucher gleichzeitig in einem Google Account einloggt ist. Diese Mails wurden dann über die API verschickt. Google hat den Blog sofort offline genommen und die Funktion wenig später deaktiviert. 

Für Facebook wäre das wohl eine Feature gewesen und keine Sicherheitslücke. ;-)