Chrome Extensions
Google hat am Mittwoch eine neue Version der Erweiterung Screen Capture veröffentlicht. Sie behebt einige Probleme und bringt auch einige neue Features mit. Richtig gute Ergebnisse liefert die Erweiterung nur mit Google Chrome 6.

Sind die Screenshots unscharf bzw. wirken sehr stark komprimiert, kann man die Optionen der Erweiterung deaktivieren. Hierfür muss man Lossless screenshot (verlustfreie Screenshots) wählen. Eines Fehlers in Google Chrome 5 führt dazu, dass auf Windows der Text bei verlustfreien Screenshots verzerrt wird. Hierfür soll man dann die Option „Lossy Screenshots“ auswählen. Mit der Beta von Chrome 6 ist dieser Fehler behoben.

In der Version 2.0.2 hat Google auch einige weitere Funktionen integriert. So gibt es nun zum verdecken von bestimmten Bereichen nicht nur ein durchgängiges Schwarz, sondern auch burl (verwischen). Für Highlights hingegen gibt es nun direkt mehrere Farben zur Auswahl. Außerdem kann man Linien und Pfeile zeichnen.

Screen Capture

Ein weiteres neues Feature in Screen Caputure ist „Autosave“. Ist diese Option aktiviert, wird das Bildschirmfoto direkt im gewählten Ordner gespeichert. Als Namen verwendet die Extension automatisch den Namen der Seite.

» Screen Capture 
Calendar

Google hat heute Nacht einige neue Funktionen für den Google Calendar angekündigt, die die Nutzer in einigen Tagen sehen sollten. Es ist vor allem nützlich für Terminabsprachen in Unternehmen, die auf Google Apps setzen. Aber auch für die Otto-Normal-Nutzer, die zum Verwalten ihrer Termine die „Cloud“ verwendet.

So hat Google das Design der Seite zum Erstellen von Terminen überarbeitet und es passt nun besser zur Optik von anderen Google Anwendungen. Den Name des Termins, das Datum sowie die Uhrzeiten legt ganz oben fest. Setzt man den Haken bei Wiederholen, öffnet sich PopUp, in dem man dann einstellen kann wann und wie oft der Termin wiederholt werden soll.

Möchte man einen Termin mit einem anderen planen, kann man über dies über den Tab „Zeitpunkt finden“ leichter tun. Hat der Kontakt freigeben, dass man zumindest seinen Status (verfügbar, beschäftigt) sehen darf, kann man den Termin schon eintragen. Die Gäste müssen dann die Einladung nur noch bestätigen. Ist einer der Beteiligten an dem gewählten Termin aber beschäftigt, dann wird die Auswahl schraffiert.

Termin erstellen

Unter der Haube hat Google an zahlreichen Stellen nach justiert und neue Techniken integriert, die zum Beispiel das Speichern zuverlässiger machen. Außerdem wird „Edit Event“ nun schneller geladen.

Vor wenigen Tagen hat Google ein neues Favicon für den Calendar veröffentlicht. Nun hat gibt es ein Userscript, mit dem man das Icon auf an den aktuellen Tag anpassen kann. So zeigt das Icon nicht immer nur die 31 an. Heute erscheint dann zum Beispiel die 27. Firefox-Nutzer brauchen Greasemonkey, Google Chrome-Nutzer können einfach auf den Install-Button drücken und schon installiert sich das Userscript.

PS: Das neue Design ist - wie die Screenshots zeigen - nicht mehr grün, sondern ebenfalls in blau gehalten.
YouTube

Im Mai hatte die Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA eine einstweilige Verfügung beim Hamburger Landgericht beantragt. YouTube sollte 600 illegal hochgeladene Musik-Videos von seiner Plattform löschen, so die Forderung. Nun entschieden die Richter sich gegen die GEMA und verwiesen auf die Hauptverhandlung.

Heute war die Verhandlung vor dem Landgericht Hamburg, in der sich die GEMA große Hoffnungen machte, dass die eingereichte Verfügung bewilligt wird. Dazu kam es aber nicht. Die Richter lehnten den Antrag mit der Begründung ab, dass man sich auf das Hauptsachverfahren berufe. In dem geht es seit Jahren darum, dass die GEMA für jeden Klick auf ein Musik-Video YouTube bezahlen lassen will. Angeblich sei dabei auch von YouTube zu wenig Geld geflossen, weshalb die GEMA klagte. YouTube verwies zwischenzeitlich auch auf die Möglichkeit, dass statt YouTube doch die Nutzer, die die Musikvideos hochgeladen haben bezahlen könnten - das lehnt die Verwertungsgesellschaft aber ab. Im Mai sah die GEMA dann keine andere Möglichkeit, als die Verhandlungen mit YouTube einzustellen und die Sache vor dem Gericht zu klären. Dort gaben sie auch an, dass YouTube 600 Videos löschen sollte - Videos von Lizenznehmern.

So wie in Deutschland geht es nicht in jedem Land zu. In die Italien hat sich die dort ansässige Verwertungsgesellschaft gegen die GEMA aufgetürmt und kooperiert seit Juli wieder mit YouTube. Dass es hierzulande Probleme gibt, liegt an den Vorstellungen, die die GEMA hat. 
 
Google hat soeben Stellung dazu bezogen:
"Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts, den Antrag der GEMA auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen uns zurückzuweisen. Bedauerlicherweise konnte das Gericht nicht alle aufgeworfenen Rechtsfragen klären. Wenn ein Rechteinhaber ein Video auf YouTube entdeckt, das seine Urheberrechte verletzt, benötigen wir lediglich die URL des Videos, um es zu sperren. Dies haben wir im Falle der GEMA jedes Mal unverzüglich getan, wenn uns die GEMA die URLs ihrer Werke auf YouTube genannt hat. YouTube würde gern auch in Deutschland Erlöse mit Musik auf seiner Plattform erzielen und diese mit den Mitgliedern der GEMA und anderen Rechteinhabern teilen. Dies kann mit gerichtlichen Verfahren nicht erreicht werden. Eine Lösung hierfür kann unserer Meinung nach nur am Verhandlungstisch erfolgen. Wir laden die GEMA daher ein, an diesen zurückzukehren."
ChromeLabs

In einem der neuesten Chromium-Builds gibt es eine neue interne Seite mit der man experimentelle Funktionen leichter aktivieren und so testen kann. Bisher war es bei neuen Features oft nötig Chrome bzw. Chromium mit einem Kommando zu starten, was einigen Nutzern immer wieder Probleme bereitet hat. 

Auf about:labs findet man ab der Chromium Revision 57635 eine Übersicht von Experimenten in Google Chrome. Derzeit ist es noch sehr übersichtlich, denn es gibt für Windows und Mac jeweils einen Tests, Linux hat noch kein Experiment bekommen. Die Funktion auf Mac heißt tabposé und integriert die Exposé für Tabs auf Apples Computer.

Auf Windows gibt es das Experiment "Tabs on the left". Ist dieses aktiviert, kann man über Rechtsklick auf einen Tab im Menü dann "Use sidetabs" auswählen. Chrome zeigt die Tabs dann auf der linken Seite in einer Liste an. Wie schon seit der ersten Version von Chrome kann man die Tabs auch hier kinderleicht per Drag'n'Drop verschieben.

Vertikale Tabs in Chromium

Aktiviert man eines der Experimente ist ein Neustart von Chrome nötig.

Beides lässt sich auch jeweils auf dem Betriebssystem über die Kommandozeilen --enable-vertical-tabs (Sidebar-Tabs Windows) oder --enable-expose-for-tabs (Taposé auf Mac) aktivieren.



Eine weitere Neuigkeit aus dem Hause Chromium ist eine Überarbeitung der Seite "Neuer Tab":
Neuer Tab in Chromium 7