ChromeVor gut einem halben Jahr hat Google angekündigt, dass der erste Entdecker von Sicherheitslücken bis zu 1337$ erhalten wird. Nachdem Mozilla diese Woche seine Prämie auf 3000$ erhöht hat, ist nun Google nachgezogen und setzt noch einen drauf.Wer nun eine Sicherheitslücke in Chrome oder Chromium meldet, bekommt von Google bis zu 3.133,70$. Diese Zahlung erhält man, wenn es sich um eine als "critical" eingestufte Lücke handelt. Für andere Sicherheitslücken zahlt Google mindestens 500$.Google hat bisher 22-mal Geld gezahlt. Insgesamt waren es 14.846$. Manche der Entdecker wollte das Geld aber nicht und beauftragten Google das Geld zu spenden. Dann hat Google die Prämie erhöht. Je ausführlicher die Lücke beschrieben ist, desto höher kann der Betrag auch bei weniger gefährlichen Lücken ausfallen.
Deutsche Telekom Google

Erneut macht Telekom-CEO René Obermann klar: Google, Apple und die Anderen müssen für Traffic bezahlen. Dass dies allerdings dazu führt, dass die Netzneutralität verloren geht, wird in keinem Punkt erwähnt. Die Telekom sei bereits in Gesprächen mit Google.

Erneut nimmt sich die Telekom die Traffic-Schleudern zur Brust und macht dieses Mal war, was schon März angekündigt wurde: Die Telekom möchte Google und andere Dienste dafür blechen lassen, dass sie Musik und Videos ins Netz fegen. Denn wer Videos und Musik in hoher Übertragungsqualität anbietet, müsse "auch differenziert bepreist werden", so Obermann gegenüber dem 'Manager Magazin', denn ein "gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig".

Damit drängt natürlich auch die Forderung nach einem lang ersehnten Telekom-Paket, welches regulieren soll, wie eine Internetseite mit welcher Geschwindigkeit beliefert wird. Würde also - angenommen - Google nicht für YouTube-Videos bezahlen, so würde die Telekom YouTube.com auf ein langsameren Port aufschalten, sodass Videos schauen zur Qual wird. Andersrum werden Dienste, die dann bezahlen, auch mit mehr Geschwindigkeit beliefert. Dadurch besteht die Gefahr, dass wir unsere Netzneutralität komplett verlieren. Derjenige, der sich einen solchen Webauftritt nicht mehr leisten kann oder will, der steht im Netz auf einmal hinten an.

Natürlich begründet die Telekom dieses Vorhaben nicht damit, dass die Netzneutralität gefährdet werden soll, sondern dass für eine Leistung auch entsprechendes Geld gezahlt werden soll. Allerdings vergessen sie dabei auch, was Google getan hat, um die Infrastruktur zu stärken. Nicht nur in amerikanische Netze hat der Konzern investiert, sondern auch hierzulande, um eine ideale Anbindung bei jedem Provider zu erhalten. 

Nun möchte natürlich die Telekom dafür sorgen, dass sie genügend Geld in die Kasse bekommen, um ihre geplanten Expansion-Pläne in die Tat umzusetzen. Das Unternehmen möchte weitere Länder erschließen und dort in den Internet- und Mobilfunk-Markt vordringen.

Update 18:00 Uhr:
Die Deutsche Telekom hat nun ein kurzes Info-Video auf (wohlgemerkt) YouTube gestellt, indem sie nochmals die Sache klar stellen möchte: Es geht nicht um Zensur und das Netz an sich "werde nicht angefasst", heißt es, allerdings möchte man von den Diensten "Geld verlangen können" für erhöhten Traffic. Angeblich würde eine "höhere Qualität" nachgefragt werden (jedoch konnten wir dazu keine Quelle finden). Auf die Nachfrage, warum das sowohl auf den Kunden, als auch auf die Dienste, wie Google, abgelassen wird, rechtfertigt der Sprecher mit erhöhten Kosten.

News

Google News wurde seit 2002 nicht erneuert. Das letzte große Update im Juli beginnt nun langsam sich auf den Rollout-Weg zu machen. Allerdings immer noch nur in Englisch. Die Jungs hören dem Feedback der Nutzer aber genau zu und schieben einige Updates nach.

"News for you" ist der neue, persönliche Bereich um eigene Präferenzen in den Vordergrund zu stellen. So bekommt man Nachrichten zu den Themen, die man selbst mag. Google hält aber nicht ruhig und reagiert zunächst auf das Feedback, was durchaus positiv war aber doch Platz für Optimierungen zuließ. 

Es ist einfacher geworden: So kann man jetzt zwischen der 2-Spalten-Ansicht, der Kategorie-Ansicht und der Listen-Ansicht hin- und herwechseln. Das macht den Umweg über das Menü überfällig und so kann man - je nach Newslage - selbst das Erscheinungsbild bestimmen.

News für dich: Zwei Spalten, Kategorien oder Liste gefällig?

Weiterhin neu: Quellen und weitere News zum Thema werden jetzt nicht mehr beim Maus-Hover angezeigt, sondern direkt. Das spart sich einige Sekunden Zeit und überflüssige Fade-Effekte. Außerdem kann man das Wetter-Gadget ausblenden, was nicht unbedingt praktisch, aber ganz ok ist.

In Deutschland überfällig

Google News sollte auch für Deutschland und in anderen Sprachen und Ländern erneuert werden. Allerdings kann dies noch dauern. So lange sollte man sich mit der BETA-Version in US-Englisch zufrieden geben und dem Google-Team davon berichten, was gut und schlecht ist. 

» Google News Blog 
YouTube

Lange haben die YouTube-Fans auf die Möglichkeit gewartet, dass man neben vier Standard-Formaten auch eine eigene Größe bei eingebetteten Videos definieren kann - und seit einigen Tagen gibt es sie.

Egal ob die Breite des eigenen Inhalts nur 720 oder gleich mal 1024 Pixel ist: Für den Webmaster oder Blogger ist das jetzt kein Problem mehr. Neben den vier Einheiten gibt es nun ein Custom-Feld, bei dem man selbst die Maße bestimmen kann.

Embed: Einfach selbst bestimmen

Rechnen wird auch überflüssig, denn durch JavaScript wird der Optimale Parameter zwischen dem Seitenverhältnis und der Höhe/Breite berechnet.

Danke an gilly für den Hinweis 
Maps

Wieder eins der vielen Qualitätsverbesserungen, die das tägliche Arbeiten mit Google Maps einfacher macht: Nun wurden Grenzen verbessert, teilweise genauer, teilweise auch besser erklärt, was etwa Grenzen innerhalb von Staaten betrifft.

Die Änderungen betreffen vor allem die Qualität der Grenz-Linien, so wurde in diesen Beispiel die Grenze genauer gezeichnet, sodass man genau sehen kann, wo Tajikistan anfängt und wo Kyrgyzstan anfängt.

Grenze zwischen Tajikistan und Kyrgyzstan - alt  Grenze zwischen Tajikistan und Kyrgyzstan - neu

Eine weitere Neuerung ist die Symbolik der Grenzen. So werden jetzt zerstrittene Staaten mit einer gestrichelten Grenz-Linie in Maps (und rot in Earth) und internationale Grenzen in einer durchgezogenen Linie (gelb in Earth) dargestellt, wie etwa hier in Äthiopien und Somalia:

Zwischen Somalia und Äthiopien - vorher  Zwischen Äthopien und Somalia - danach (gestrichelt = zerstritten/ungeklärt)

Auch wurden Fehler korrigiert. So wurde die strittige Insel von Brasilien nachkorrigiert und hat ebenfalls die gestrichelte Grenze bekommen.

Mehr im Maps Blog.
Font API

Mit der Google Font API kann man dafür sorgen, dass Texte nicht nur in den Schriften angezeigt werden, die der Besucher auch bei sich installiert hat. Google stellt einige kostenlos zur Verfügung mit der man zum Beispiel Überschriften ansprechender gestalten kann. Nun hat Google nachgerüstet und ermöglicht eine bessere Vorschau auf die Schriften.

So kann man sich schon mal ein Bild davon machen wie eine Schrift in der gewünschten Größe ausschaut. Viele der Schriften sind zwar in groß recht schön, aber je kleiner sie werden desto unleserlicher werden sie. In der Preview kann man sich schon einmal einen Eindruck machen, wie die Schrift in der gewünschten Größe ausschaut. Auch die Eingabe von eigenen Texten ist problemlos möglich. 

Hier kann man auch gleich weitere Optionen testen: Zeichen-, Wort- und Zeilenabstand. Formatierungen wie Unter, Durch- und Überstreichen, Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und "Capitalize" (nur der erste Buchstaben jeden Wortes groß)

Font Api Preview

Google erstellt dann automatisch den passenden CSS-Code man muss dann nur noch den CSS Selector anpassen.

Hier kann man es selbst mal austesten 
Die Kurznachrichten, heute mit: China: Streit um Google vorerst vorbei, Did you mean: nag a ram - Vorschläge bei Google, neues Google Mail Favicon?, Drawing mit Zoom und Buzz Api

China: Streit um Google vorerst vorbei
China gibt nun Ruhe, so heißt es aus dem Informationsministerium. Google hatte nach einem Angriff sein China-Geschäft überdacht und sich entschlossen Google China über Server in Hongkong laufen zu lassen. In Gesprächen wurde aber klar, dass man die notwendige Lizenz bei einer direkten Weiterleitung nicht verlängern wird. Daher schaltet Google nun ein Bild auf google.cn und erst nach einem Klick können die Chinesen suchen.

Easter Egg in Suche 
Bei der Suche nach anagram macht Google den Vorschlag Did you mean: nag a ram. 
anagram

Google Mail bekommt neuen Favicon
Ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass Google Mail bei ihm in den Lesezeichen nun die Optik geändert hat. Der Icon hat einen 3D Look bekommen. Hier noch einmal der alte: 
Google Mail Favicon alt 
Der neue:
Google Mail Favicon neu
Seht ihr es?

Google Docs Drawing mit verbessertem Zoom
Bei visuellen Anwendungen wie Docs Drawing ist es wichtig, dass der Nutzer bis ins kleinste Detail Anpassungen vornehmen kann. Google hat hierfür eine Zoomfunktion und neue Tastenkürzel veröffentlicht. So kann man mit der Lupe aus der Toolbar eine Ausschnitt aus der Zeichnung vergrößern. Da Google bei Docs Drawing auf SVG setzt, ist das unendliche Vergrößern möglich. Aber auch das Größeändern von einzelnen Elemente ist nun einfach möglich. Weitere Details liefert der Blogpost dazu.

Update bei derGoogle Buzz API
Die API von Google Buzz hat einige neue Funktionen erhalten. Nun ist es möglich die öffentlichen Kommentare von einem bestimmten Nutzer auszulesen, gleiches gilt für "Likes. Außerdem kann man auslesen wie oft eine bestimmte URL schon gebuzzt wurde. Documentation