Auch im Juni hat Google wieder zahlreiche Doodles veröffentlicht. Viele hiervon waren Teil des Doodle4Google Wettbewerbs rund um die WM. Klickt einfach das Doodle an, wenn Ihr auf den Blog seid und dann könnt Ihr mit dem Pfeil das nächste sehen oder scrollt mit der Maus. Im Juni waren es insgesamt 41, 2010 damit 143.

Doodle Italien 
BuzzWeb Search

Google hat nun Postings aus Google Buzz in die im Januar gestartete Social Search integriert. Im Abschnitt Social Search finden registrierte Google-Nutzer auf google.com Inhalte von aus ihrem "social circle". Dies können Blogposts, Tweets, Bilder aus Picasa Web oder Flickr und nun eben auch aus Google Buzz sein.

In Social Search zeigt Google relevante Ergebnisse von Kontakten an. Diese Infos sind alle öffentlich und könnten auch problemlos ohne die Kontakte finden. Ab sofort folgt Google den Links in Buzz-Beiträgen (Stichwort rel="follow"), sonst werden diese Inhalte als möglicherweise interessant angesehen und im Abschnitt Social Search Kontakten angezeigt.

Weitere Details gibt es zum einen im Blogpost aus dem Januar und in der Ankündigung.
ChromeWas nützt ein sicherer Browser mit Funktionen wie Sandboxing und automatischen Updates sowohl für Erweiterungen als auch die eigentliche Software, wenn in zahlreichen Plugins dennoch große Sicherheitslücken stecken.Google möchte mittelfristig die Sicherheit der Nutzer erhöhen und veralte Plugin-Versionen nicht mehr ausführen. Um die Sicherheit zur erhöhen hat Google in Chrome 5 das Flash-Plugin integriert. Dieses wird dann automatisch aktualisiert. Mit Google Chrome 6 wird vermutlich auch ein einfaches PDF-Plugin mit dem Browser ausgeliefert. In den aktuelle Dev-Versionen ist es bereits drin. Es verfügt über Sandboxing und soll es so Angreifer möglichst schwer machen, Zugriff auf das gesamte System erschweren soll.Besondere Hoffnung legt Google in die Plugin-APi Pepper, die NPAPI ablösen soll. Pepper wird gemeinsam mit Mozilla entwickelt.
Android

Android soll die Tablet-Sparte in Zukunft besser abdecken, so heißt es zu mindestens in Insiderkreisen. Ein russischer Podcaster soll erfahren haben, dass das neue Android-OS mit dem Code-Namen "Gingerbread" (dt: Lebkuchen) im 4. Quartal diesen Jahres unterwegs sein soll und dann auch noch Anforderungen an seine Hardware hat.

Kann es sein, dass die Android-Versionen immer weiter Abstand nehmen? Einige unserer Kommentatoren sind der Ansicht, dass sie benachteiligt werden. Eine entsprechende Fragmentierung soll - laut Android selbst - erstmal vermieden werden, doch ist nach Froyo (welches noch nicht einmal jeder besitzt) schon wieder eine neue Version in Planung. Allerdings beginnt die nicht mit 1.x oder 2.x, sondern gleich mal mit 3.0 (so jedenfalls Engadget).

Das neue Android soll speziell für Tablet-PCs ausgelegt werden, Minimum wäre ein 3,5-Zoll-Display, welches dann aber auch eine HD-Auflösung (1280x720) bieten kann und außerdem "ein völlig überarbeitetes Benutzerinterface (UI)" verpasst bekommt. Weiterhin nötig sind 1GHz Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher. Also genau die Idealmaße für ein Tablet-PC. Nur ist die Frage, warum Android sich jetzt teilt? Die Frage dürfte allen klar werden, wo Google hin möchte: Mit Chrome OS vor allem auf Netbooks, Notebooks und Desktops. Mit Android vor allem auf Handys, Smartphones und Tablets. Und da fragt man sich natürlich, ob die Gerüchte wegen eines Android-Verizon-Tablets aus dieser Quelle stammen oder ob Google versucht, von hinten im Tablet-Markt mitzumischen. Immerhin gab es heute schon die Ankündigung eines Android-2.2(Froyo)-Tablets des Anbieters 1und1, welcher auch nicht unbedingt auf Chrome OS setzen möchte, da das noch längst nicht fertig ist. 

»» Engadget
Chrome

Das Sommerloch tritt langsam näher und man fragt sich natürlich, wie man die Zeit rumbekommt. Dazu hat Google jetzt wieder die fast olympischen Sommerspiele ausgepackt. Dieses Mal geht es darum, wer am schnellsten Infos im Netz zusammensucht. Also bereit?

Jetzt wo ja Chrome das Flash-Plugin an Bord bekommen hat (was übrigens super ist, weil man nicht mehr Flash selbst updaten muss), kann man mit Chrome auch mal zeigen, was Flash so alles kann. Naja, etwas JavaScript gehört noch dazu, aber schließlich gehts ja um die kreativen Videos. Ein Spiel Namens Google Chrome FastBall:

Im Spiel geht es darum, wer als erstes am Ziel ankommt. Wie in jedem guten Spiel. Man bekommt sieben YouTube-Videos vorgesetzt und zwischen allen Videos gibt es Minigames, die das Hirn anstrengen. So muss man etwa einen Künstler bei Last.fm mit "R" als Anfangsbuchstabe finden, Google durchsuchen oder einfach nur mal twittern (nicht wirklich, also Simulant). 
Fertig zum Starten?  Eines der vielen Minispiele: Übersetzen Ein -- nicht gerade sehenswerter -- Highscore

Und am Ende wartet dann ein Highscore auf euch. Und knapp 6 Minuten sollte doch locker zu schaffen sein, oder? Sendet eure Highscores in die Comments. Mal sehen, wer der Chrome FastBall-Champ ist :)

Zur Technik bleibt noch kurz in 3 Worten verloren: Es ist JavaScript verbunden mit YouTube-Playern. Dieses JavaScript prüft, wie weit die Player gerade sind und schieben den Frame dann nach links. Dann startet auch schon das nächste Video, sodass es sich etwas überlappt. Außer es ist natürlich ein Minigame darin. Das Last.fm-Script wurde übrigens über deren API gebastelt. Der Rest entsprang den Google-APIs und Hirnschmalz des Chrome-Teams. 

» Google Chrome FastBall
YouTube

In einem Blogeintrag erklärt Softwareentwickler John Harding, warum Flash immer noch die beste Plattform für Videos ist und YouTube noch nicht komplett auf HTML5 umgestellt hat. Gründe sind vor allem in technischer Natur zu sehen, wo es viel Bedarf zum Nachholen gibt. 

Als ersten Grund wird natürlich der Videocodec genannt. Erstmals können nur Chrome und Safari H.264 abspielen, was bedeutet, dass Firefox-User in die sprichwörtliche Röhre gucken müssten. Außerdem ist die Patentierung und Lizenzierung von H.264 so komplex, dass es als Standard in HTML5 nicht angenommen wurde. Mit WebM soll sich viel ändern, allerdings bedarf es dazu noch viel Zeit und der Codec VP8 ist noch lange nicht in allen Browsern.

"Die URL ist nicht gut genug", wenn es um Videos geht. Zwar kann man bei lokalen Videos auch spulen und live-streamen, nur ist die Qualität des Buffer-Vorgangs noch lange nicht soweit, als dass es sich praktisch einsetzten lässt. Flash bietet da im Moment die bessere Lösung, da sich leicht zwischen HTTP und RTSP wechseln lässt, was besonders bei Live-Streams der Qualität zu gute kommt. Auch andere Methoden, wie etwa YouTube Rentals würden nicht funktionieren, da der Content nicht wirklich geschützt ist. Mit Flash kann man etwa DRM-Schutzmechanismen einbauen.

Weitere Hindernisse sind im Moment die Einbettung von Werbung, HD-Videos und Vollbild-Modus sowie der Webcam- und Mikrofon-Zugang, den Flash von Haus aus bietet (in die andere Richtung). Diese Probleme lassen sich aber leicht umgehen, wie etwa heise schreibt, und der Vollbild-Modus von HTML5-Videos ist noch ein Hinkefuß, der unbedingt ausgebessert werden muss. 

Flash bleibt also unter dem Strich weiterhin die Ressource Nummer Eins, wenn man stabile Video-Streams und Live-Streams haben möchte, den Player mit vielen Funktionen ausstatten möchte und produktiv arbeiten möchte. Das letzte Wort für HTML5 ist das allerdings nicht, denn die Mutter Google setzt sich aktiv für HTML5 ein. 

» YouTube Blog: Flash vs. HTML5