AdWords

Google bietet allen AdWords-Kunden ab sofort eine vielversprechende neue Funktion namens Remarketing. Werbetreibende können mit Remarketing ganz einfach den Kontakt mit Internetnutzern intensivieren. Dazu greift die Funktion auf frühere Interaktionen von Nutzern mit der Webseite des Werbetreibenden zurück.

Remarketing wurde im vergangenen Jahr für mehrere AdWords-Tester eingeführt. Es ist ein neues Tool, um den Kontakt mit dem Kunden zu binden und intensivieren. Google selbst schreibt dazu: Remarketing funktioniert folgendermaßen: Eine Basketball-Mannschaft hat beispielsweise noch Eintrittskarten übrig, die sie verkaufen möchte. Dazu bindet das Team einen Programmcode in die Ticket-Seite seines Internetauftritts ein. Jedem Besucher dieser Webseite können daraufhin die relevanten Ticketanzeigen – zum Beispiel Last-Minute-Angebote – im Google Content-Netzwerk angezeigt werden, während er eine der über eine Million Partnerseiten besucht. Ebenso können jedem Nutzer die Anzeigen im Google Content-Netzwerk gezeigt werden, der den Markenkanal der Basketball-Mannschaft auf YouTube besucht oder auf deren YouTube Homepage-Anzeige geklickt hat.

Bereits im genannten Test konnte Remarketing überzeugen. So sagt Paul Holden, Marketingchef von Samsung: "Wir konnten mit unserer Remarketing-Kampagne für das Behold II starke Resultate erzielen. Wir haben mehr als 100.000 Nutzer, die auf unsere YouTube Homepage-Anzeige am Valentinstag reagiert haben, später beim Webbrowsen erreicht."

Weitere Infos zum neuen Tool im AdWords-Blog-Eintrag 
AdMob hat seine Monatsstatistik für Februar 2010 veröffentlicht. Demnach liegen iPhone- und Android-Geräte stark im Trend. Um Rund 17% haben die iPhone-Geräte mehr Traffic auf den AdMob-Servern verbraucht. Die Symbian-Geräte sind dafür von 43% auf 18% gefallen.

Außerdem sind "normale" Handys um knapp 20% gefallen und Smartphones haben um fast 200% im letzten Jahr zugelegt. Mehr Auskunft gibt die AdMob-Statistik (pdf) her.
Google China

Google hat sich aus China zurückgezogen und ist jetzt in Hong Kong zu Hause. Gestern wurde ein Interview im Wall Street Journal veröffentlicht, welches weitere Hintergründe zum beinahe kompletten Rückzug erklärt. Demnach sollen auch persönliche Motive des Firmenmitgründer Sergej Brin eine große Rolle gespielt haben.

Wie das Wall Street Journal im Interview mit Google Mitbegründer Sergej Brin schreibt, hat der Rückzug auch private Probleme mit Brin's Vergangenheit. S. Brin siedelte im Alter von sechs Jahren von der Sowjetunion in die USA über. Die totalitäre Regime erinnern Brin stark an seine alte Heimat: Die Überwachung und Zensur von Andersdenkenden.

Nach den Olympischen Spielen 2008 in Peking habe sich die Situation zunehmend verschlechtert. Das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen hat aber der Hackerangriff Anfang des Jahres gebracht. Bei diesem Angriff seien Firmendaten abhanden gekommen und E-Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten gehackt worden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, so glauben US-Ermittler, steckt die chinesische Regierung hinter den Angriffen. 

Sergej Brin sieht es dennoch als Erfolg an, dass Google China verlassen hat. Das würde Signale an andere Staaten aussenden, die ebenfalls gerade mit dem Gedanken spielen, den Zugang zum freien Internet zu beschränken.

Thx an Cruelty
GoogleIn einer Anhörung vor mehreren Mitgliedern des US-amerikanischen Senats stellte Google Director Alan Davidson klar, dass die Gewinnentwicklung stark zurückgeht, wenn Länder im Internet zensieren. Deshalb forderte er, dass die Entwicklungshilfe für Länder gestrichen wird, sollten diese die Zensur nicht einstellen.Google-Director Alan Davidson war vor einem Expertengremium beim US-Kongress. Es ging um China und die immer stärker verbreitete Zensur in anderen Ländern. So sagte Davidson, dass "die Fortsetzung des Wirtschaftswachstums" auf dem Spiel steht, "Dies wird durch ein freies und weltweit zugängliches Internet vorangetrieben". Unternehmen seien darauf angewiesen, ihre Kunden über das Internet erreichen zu können, so Davidson.Weiter sagte er: "Wenn eine ausländische Regierung Zensurpolitik in einer Weise verfolgt, dass die inländischen Unternehmen im Internet begünstigt werden, geht dies gegen grundlegende Prinzipien des internationalen Handels und des diskriminierungsfreien Zugangs zu Märkten", somit wären lokalen Konkurrenten ein geschäftlicher Vorteil gemacht und die Verbraucher werden der Möglichkeit beraubt, selbst zu entscheiden, was für sie richtig ist.Er betone nochmals, dass bereits 40 Länder zensieren und in 25 Ländern einige der Google-Services zensiert werden. Man soll den Ländern, die weiterhin zensieren, die Entwicklungshilfe sperren und das Abkommen über ein freien Zugang ins Internet solle außerdem in einem internationalen Handelsabkommen festgehalten werden.