Google -> facebook
Und wieder einmal sagt ein Googler Good Bye: Justin Rosenstein, seines Zeichens Entwicklungsleiter von Google Pages und dem mit Spannung erwartetem GDrive verlässt seinen Arbeitgeber in Mountain View und tritt eine neue Stelle bei facebook an. Wieder einmal ein herber Rückschlag für das GDrive... Justin begründetet seinen Abschied von Google folgendermaßen:
A couple of months ago, after three years as a Google product manager, I decided to leave for Facebook. I am writing this note to spread Good News to all the friends I haven?t already overwhelmed with my enthusiasm: Facebook really is That company. Which company? That one. That company that shows up once in a very long while ? the Google of yesterday, the Microsoft of long ago. That company where large numbers of stunningly-brilliant people congregate and feed off each other?s genius. That company that?s doing with 60 engineers what teams of 600 can?t pull off. That company that?s on the cusp of Changing The World, that?s still small enough where each employee has a huge impact on the organization, where you think about working now and again, and where you know you?ll kick yourself in three years if you don?t jump on the bandwagon now, even after someone had told you that it was rolling toward the promised land. That company where everyone seems to be having the time of their life. Justin Rosenstein
Es scheint so dass Google sich langsam von der Unique Company zu einem ganz normalem schwerfälligem Unternehmen entwickelt hat. Das ist für uns User nach außen hin noch nicht bemerkbar, dürfte aber zumindest intern dafür sorgen dass in letzter Zeit auffällig viele Googler von Bord springen. Justin könnte davon frustriert sein dass seine beiden Babys Google-intern nicht so behandelt werden wie er sich das gedacht hat. Das letzte Update des Page Creators (Alle Artikel)ist schon eine Zeit her, der Service wird kaum promotet und auch das GDrive wird wohl erst an dem Tag veröffentlicht an dem die Hölle zufriert. Seit 5 Jahren ist es bereit, aber es kann sich einfach kein Chef-Googler dazu überwinden den "Publish"-Button zu klicken... das dürfte Justings Entscheidung, zu facebook zu wechseln, sicher stark beeinflusst haben. Wenn das so weiter geht kommt das facebook-Drive und facebook-Presentations früher als die entsprechenden Google Pendants... » Justings Beweggründe [ZDNet-Blog] GoogleWatchBlog » Themenübersicht: Das lange Warten auf das GDrive
Maps Die Google Maps sind schon eine feine Sache und werden bei mir mindestens 2x täglich aufgerufen und genutzt. Für den Firefox gibt es jetzt ein kleine Sidebar die nicht nur eine einfache Karte anzeigt, sondern auch mit jeder Menge Funktionen vollgestopft ist und die angezeigte Karte an den Content der Webseite anpasst. maps_sidebar
Als erstes wäre die Map selbst zu nennen, diese passt auch in die kleinste Sidebar - die natürlich in der Größe angepasst werden kann, und bringt alle wichtigen Funktionen mit. Es können die 3 verschiedenen Kartentypen eingestellt werden, die Verkehrsinformationen aktiviert oder deaktiviert werden und es wird ein Suchfeld zum auffinden von Orten angezeigt. Interaktion mit dem Content Ist auf einer Webseite eine Adresse angegeben, kann diese einfach markiert und in die Sidebar gezogen werden. Der Kartenausschnitt springt dann automatisch zu dieser Adresse. Aber sogar das kann man sich in einigen Fällen sparen: Ist die Webseite mit Geotags versehen (was z.B. bei einigen flickr-Fotos der Fall ist) werden auch diese automatisch erkannt und auf der Karte angezeigt. Eingegebene, hereingezogene und automatisch aufgerufene Adressen werden auch in einer kleinen History gespeichert und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden. Mit dem Neustart des Browsers ist der Verlauf aber wieder geleert. Neben Adressen können auch KML-Dateien in die Sidebar gezogen und angezeigt werden. Die Sidebar muss übrigens nicht ständig eingeblendet sein, sie setzt sich auch im Kontextmenü fest und lässt sich von dort aus aufrufen. Auch in der rechten Ecke der Statusleiste erscheint ein kleines Map-Symbol das die Sidebar wieder aktiviert. Ich bin zwar kein Freund von Sidebars, nehmen einfach zu viel Platz weg, werde mir dieses Tool aber dennoch installiert lassen und bei der einen oder anderen Gelegenheit sicherlich nutzen. P.S. Wer mit den Google Maps nichts anfangen kann, es kann auch zu den Yahoo! Maps und Live Maps gewechselt werden. » Mini Map Sidebar installieren [Google OS]
Google-Doodle: Roald Dahl
Vor 4 Tagen hat Google sein Roald Dahl-Doodle angezeigt - allerdings nicht den ganzen Tag lang. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung wurde das Doodle wieder von der amerikanischen Seite entfernt. Das lag nicht daran dass man es sich doch anders überlegt hat, sondern dass man einfach auf massive User-Beschwerden reagiert hat - allerdings hält Google geheim um was für Beschweren es sich dabei gehandelt hat. Google hat bestätigt dass das Logo aufgrund von User-Beschwerden entfernt worden ist:
Google has decided to remove its Doodle of Roald Dahl based on user concerns
Die New York Sun spekuliert nun, dass es daran liegt dass Dahl schon damals eine Judenfeindliche Haltung vorgeworfen worden ist und dass ihn das für ein eigenes Doodle disqualifiziert. Leider ist dann auch noch der Worst Case eingetreten, dass genau 1 Tag vor diesem Doodle der jüdische Feiertag Rosh Hashanah gefeiert wurde. Wie auch immer, zumindest auf einigen anderen Seiten außerhalb von Amerika wurde das Doodle 24 Stunden lang angezeigt. Schon vor eineinhalb Jahren musste Google ein Doodle wieder vorzeitig entfernen. Das Robert Miro-Doodle hat damals, nach Ansicht der Nachkommen, das Copyright der Familie verletzt und hätte niemals benutzt werden dürfen. [Google Blogoscoped]
Earth Schon jetzt lassen sich mit Google Earth so einige interessante Dinge erkennen und im Ausnahmefall sogar ein sonnenbadender Student entdecken. Doch solche Dinge könnten demnächst gerade lächerlich sein, denn die Qualität der Bilder wird sich demnächst deutlich verbessern. Das, und häufigere Updates, erwartet man sich jedenfalls von neuen Satelliten. Die Firma DigitalGlobe, einer der Hauptfotolieferanten für Google Earth, schießt morgen den neuen Satelliten WorldView I ins All und wird demnächst richtig scharfe Bilder schießen. Der Satellit ist zum größten Teil vom US-Verteidigungsministerium finanziert worden und wird nur zur nebenbei-Finanzierung Fotos an Google senden, allerdings stark zensiert - dennoch ausreichend für eine sehr große Qualitätsteigerung. Im schlechtesten Fall hat Earth zur Zeit eine Auflösung von 15 Meter pro Pixel, mit dem neuen Satelliten wird uns Google Fotos liefern die auf 50 cm genau sein werden. Zwar schießt der Satellit Fotos mit einer sehr sehr (sehr) viel besseren Auflösung, aber Google Earth hat leider die Auflage nicht mehr als 50 cm pro Pixel anzuzeigen - von daher werden die Bilder genau bis zu diesem Punkt heruntergestuft - aber auch das reicht noch vollkommen aus. Außerdem könnte der Update-Intervall sich stark erhöhen, da der neue Satellit dazu in der Lage ist an nur einem einzigen Tag 600.000 km² zu Fotografieren, der alte Satellit hat für diese Leistung eine ganze Woche gebraucht. Hoffen wir dass Google tief in die Tasche greift und alle verfügbaren Fotos einkaufen wird. » Artikel bei SPON [thx to: urmelchen]
Earth Auch die Exekutive weiß die Vorteile von Googles virtuellem Globus zu schätzen: Mit Hilfe von Google Earth hat die amerikanische Polizei jetzt einen ganzen Drogenring gesprengt. An der Sprengung des eigentlichen Ringes war die Software zwar nicht beteiligt, aber gilt dafür sozusagen als Kronzeuge in der Beweisfahndung - denn die Marihuana-Felder waren glücklicherweise in Top-Qualität abfotografiert worden ;-) Alles fing mit der Festnahme eines kleinen Drogenhändlers an, der lediglich Marihuana im Wert von 63.000 Euro und ein GPS-Gerät bei sich hatte. Zweiteres sollte ihn zum Verhängnis werden, denn es war voll gefüllt mit Koordinaten. Diese hat die Polizei einfach in Google Earth eingegeben und ist virtuell zu den einzelnen Drogen-Plantagen geflogen die glücklicherweise in höchster Qualität und deutlich erkennbar verfügbar waren. Gut, man hätte auch mit dem Heli fliegen oder mit dem Auto fahren können, aber mit Earth ging die Beweissicherung einfach sehr viel schneller und bequemer von statten ;-) » Artikel bei ZDNet [thx to: Potsdam Blog]