Google Ich nutze die Google History in der vollen Bandbreite, also auch mit der neuen Web History - sprich ich informiere Google über jede einzelne Seite die ich angesurft habe. Normalerweise ist die Google-User-Beziehung ein Geben und Nehmen. User gibt Daten, Google gibt Speicherplatz, Tools und Lebenserleichterungen. Aber bei der Web History gebe ich Google zur Zeit sehr viel mehr als es mir zurück gibt...Mein kompletter Surfverlauf ist für Google ein sehr kostbares gut, eine Datenquelle von der jede andere Suchmaschine bzw. Personalisierungs-Webseite nur träumt. Jeder einzelne Klick den ich tätige wird seit einigen Monaten direkt an Google gesandt und wahrscheinlich in Mountain View auch fleißig ausgewertet. Google kann damit sehr viel besser personalisierte Anzeigen einblenden und damit den Gewinn, den es mit meinem Klicks macht, maximieren.Doch was gibt Google mir dafür zurück? Eine Liste der Webseiten auf denen ich gesurft habe. Toll, das bietet mir der Verlauf in meinem Browser - sofern eingeschaltet - auch. Noch dazu sind bei Google nicht alle Webseiten gelistet, https-Seiten sucht man vergebens, heruntergeladene Dateien erscheinen genauso wenig wie Webseiten auf denen man via SSL-Verbindung gesurft hat.Und auch die Benutzeroberfläche hat jede Menge Lücken zu bieten: - Surft man wiederholt auf einer Webseite, erscheint ein Text ala "visited 4 Times". Diese Information wäre vielleicht nützlich wenn ich sehen könnte WANN ich auf diesen Webseiten gesurft habe. Aber das ist weder verlinkt, noch lässt es sich über die Suchfunktion herausbekommen - von daher sinnlos - Klicks auf eine Unterseite einer Site werden nicht immer erkannt, so dass diese teilweise als neu angesurfte Seite eingeordnet werden - Die Suchfunktion ist völlig sinnlos: Ich habe damit noch nie eine angesurfte Webseite wiedergefunden. Die Suche nach einem bestimmten Keyword ergibt 0 Treffer, die händische Suche im Verlauf hat aber ergeben dass die angesurfte Webseite abgespeichert war - Überhaupt sieht die ganze Benutzeroberfläche so aus als wenn sie ein Googler in der Mittagspause schnell zusammengefrickelt hätteVerbesserungsvorschläge: Umfangreiche Statistiken: » Ich möchte gerne sehen WANN und wie oft ich auf einer bestimmten Webseite gesurft habe, inklusive Statistik ob das eher morgens oder abends war » Ich möchte sehen von welcher Seite aus ich auf eine andere Seite gekommen bin, bzw. eine Refer-Statistik » Ich möchte eine Surf-Session-Statistik. Zum Beispiel möchte ich sehen, dass ich immer wenn ich heise.de angesurft habe auch bild.de angesurft habe. Außerdem möchte ich sehen zu welcher Tageszeit ich die meisten Webseiten ansurfe » DIE Killerstatistik: Auf wieviele neue Seite - die ich jetzt ständig besuche - hat mich eine bestimmte Seite geführt? Sprich, welche Seiten habe ich über eine bestimmte Seite kennengelernt. Beispiel: von heise.de wurde ich das allererste mal auf youtube.com aufmerksam gemacht. Seitdem surfe ich dort ständig - heise hat also YouTube für mich supportet. Daraus könnten dann noch weitere schöne Statistik-Bäume gemacht werden, das Potenzial ist riesig und wäre sicherlich eine nette SpielereiSuchfunktion mit CSEs Mit den CSEs hat Google ein schönes Werkzeug dazu geschaffen sich in wenigen Sekunden eine eigene Suchmaschine zusammenzubasteln. Warum wird nicht für meine History automatisch eine CSE generiert mit der ich alle Webseite die ich je besucht habe durchsuchen kann? So oft passiert es mir dass ich einige Satzteile noch im Kopf habe aber die Seite niemals wieder finde... mit so einer CSE würde ich alles in sekundenschnelle wieder finden!Ähnliche Webseiten Auf welchen Webseiten surfen User die einen ungefähr gleichen Webverlauf haben wie ich? So eine Funktion gibt es zwar schon in der History, aber bisher haben die Webseiten mich so gut wie nie angesprochen - das dürfte daran liegen dass bisher nur die Suchen und nicht die Surfverläufe dafür ausgewertet werden. Ich denke damit könnte man so einige neue Webseiten entdecken die man dann auch öfter mal besucht.-- Mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein, für die Kreativität ist ja schließlich auch Google verantwortlich. Ich hoffe aber dass ihr, und vielleicht auch die mitlesenden Googler, wisst was ich meine. Hinter diesen gesammelten Daten steckt soviel Potenzial und es könnten Tonnen von Statistiken damit aufgestellt werden - das sollte genutzt werden. Denn im moment sieht es wirklich so aus dass das Geben-Nehmen-Spiel eher zu Gunsten von Google verläuft, was relativ untypisch ist. Der einzige Grund warum ich die Web History aktiviert habe ist, dass ich auf ein baldiges Update hoffe und darin auch die Daten der Vergangenheit auswerten möchte.
Google Contacts
Bisher hat es Google nicht geschafft ein vernünftiges Adressbuch mit einigen Standard-Funktionen auf die Beine zu stellen. Es wäre sicherlich nur eine Arbeit von wenigen Tagen die Kontaktliste von Google Mail zu lösen, daraus eine eigenständige Funktion zu machen und diese um einige Details zu erweitern - aber bei Google passiert nichts. Mit Google Contacts könnte man aber noch sehr viel mehr anstellen...Alle Kontakte auf einen Blick Das Adressbuch von Google Mail ist eine gute Grundlage, müsste aber um sehr viele Einträge erweitert werden. Google Contacts könnte ein eigenständiger Service werden in dem jede Person gelistet wird mit der man irgendwann einmal irgendwie in Kontakt gestanden hat. Dazu zählen nicht nur eMail-Kontakte, sondern auch die Kontakte von Orkut, YouTube, Google Documents oder vielleicht sogar Webmaster der Seiten auf denen man surft.Jeder dieser Kontakte müsste dann erst einmal in eine grobe Kategorie untergebracht werden wie z.B. "Familie", "Freunde", "Kontakte" - wobei unter dem Punkt "Kontakte" die Personen gelistet sind von denen man vielleicht garnicht was dass man mit ihnen Kontakte gehabt hat. Wenn ich z.B. ein externes Dokument von Google Docs aufrufe dann könnte die Person die dieses Dokument erstellt hat in diese Liste automatisch eingefügt werden.Google Contacts als Social Network Jeder mit einem eigenen Google-Profil sollte die Möglichkeit haben alle beliebigen Informationen über sich selbst einzutragen und eventuell eine Art Visitenkarte zu erstellen. Zu jeder einzelnen Information, vom Geburtsdatum über die Schuhgröße bis zum Lieblingsessen, sollte außerdem eingestellt werden können ob sie jeder sehen darf, nur Freunde sie sehen dürfen oder diese Informationen privat bleiben sollen.Außerdem sollte man die Möglichkeit haben einem Kontakt-Profil selbst noch eigene Informationen hinzuzufügen wie z.B. eine alternative Handynummer die nur für Freunde zugänglich ist. Diese Information wird natürlich nicht auf der öffentlichen Profil-Seite angezeigt.Sharing So eine Contacts-Seite könnte auch eine wunderbare Sharing-Zentrale für alle Google Services werden. Mittlerweile kann man schon seine Termine, seine Dokumente, seine Videos und Fotogalerien nur mit bestimmten Kontakten teilen. Google Contacts könnte all diese Sharing-Einstellungen zusammenfassen und eventuell bestimmten Personen dauerhaft einen kompletten Zugang zu einem bestimmtem Service anbieten.Die Web-Visitenkarte Auf der eigenen Profil-Seite sollte jeder User die Möglichkeit haben sich selbst ein wenig vorzustellen. Dazu gehören nicht nur die öffentlichen Profil-Einträge, sondern natürlich auch die Möglichkeit die eigenen Web-Aktivitäten - soweit gewünscht - ein wenig offen zu legen. Eine kleine Fotogalerie oder ein Lebenslauf für interessierte Firmen sowie ein kurzes Vorstellungsvideo wären sicherlich von Vorteil.So könnte aus der eigenen Profil-Seite eine Art Online-Visitenkarte werden die man immer dabei hat und jeder neuen Person mit der man in Kontakt tritt sofort einen kleinen Einblick über die Interessen und die Aktivitäten der einzelnen Person gibt. Eine Funktion um mit der Person sofort via Mail oder Chat (wenn online und im Profil aktiviert) in Kontakt zu treten ist dabei natürlich selbstverständlich.Viele Social-Network Seiten haben das schon vorgemacht, aber Google ist eines der wenigen Firmen dass die volle Bandbreite aller Informationen liefern kann - und das schon seit langer Zeit. Warum dieses Potenzial nicht genutzt wird verstehe ich aber bis heute nicht... Zusammen mit Google Central wäre das eine wunderbare Zusammenfassung aller Angebote - und genau das ist doch seit langer Zeit eines der Hauptziele von Google. Also los!
Docs and Spreadsheets Die Oberfläche von Docs & Spreadsheets ist zwar recht schön gestaltet, aber dennoch sehr Praxisorientiert und leicht angestaubt, trotz Redesign. Joey Pestro hat versucht via Google Docs API die Oberfläche komplett zu verändern und hat aus der Dateiübersicht eine Art Desktop geschaffen auf der die einzelnen Dokumente verteilt sind.D & S - Desktop
Beim ersten Start der Anwendung müsst ihr bestätigen dass ihr euren Google Account für die Webseite freigebt. Danach dauert es 1-2 Sekunden und vor euch erscheint ein Desktop mit jeder Menge Icons die eure eingestellten Dokumente symbolisieren. Die Symbole können jetzt frei an einen beliebigen Ort auf dem Desktop verschoben und von hier aus aufgerufen werden. Das wars.Leider sieht man schon auf meinem Screenshot dass der Desktop nicht für User geeignet ist die viele Dokumente bei D&S verwalten. Zumindest bei mir sind sicherlich 2/3 der Dokumente garnicht erst zu sehen und meinem Zugriff damit komplett entzogen - oder habe ich eine geheime Scrolling- oder Symbole anordnen-Funktion übersehen? Ein Kontextmenü gibt es nämlich weder für den Desktop noch für die einzelnen Symbole.Nach welchem System die Symbole angeordnet sind weiß ich auch nicht, ich kann zumindest keine Reihenfolge feststellen. Der Artikel-Name ist es nicht, das Datum der letzten Bearbeitung ist es nicht, die Größe der Datei ist es nicht und auch der Dateityp ist es nicht. Das Erstellungsdatum erst recht nicht. Habt ihr eine Idee?-- Ich denke diese alternative Oberfläche zeigt ganz gut was mit den Google Data APIs so alles bewerkstelligt werden kann wenn man ein bißchen Arbeit investiert. In einer späteren Version könnte man aus dieser Anwendung sicher noch einen netten Desktop zaubern. So etwas stelle ich mir auch von Google vor, siehe Google Central.P.S. Ihr solltet nach einem kurzen Test der Webseite die Rechte für den Zugriff auf euren Google Account besser wieder entziehen - sicher ist sicher ;-)» Google Web Desktop
Reader Das Update des Google Reader vor einigen Tagen hat sich in 2 Schritten aufgeteilt: Als erstes kam ein leicht verändertes Design mit der ausblendbaren Sidebar und ein Tag später wurde endlich die lang erwartete Suchfunktion in den Reader integriert. Aber auch bei den Google Reader Trends gab es zumindest ein kleines Update.Google Reader Trends
In den Trends des Readers werden jetzt nicht mehr nur die gelesenen, geshareten und gestarrten Einträge gewertet, sondern auch die Feed-Einträge die man per Mail an Freunde verschickt oder per Handy angesehen hat. Ich denke gerade ersteres ist sehr interessant und zeigt noch am besten welcher Feed die Lesenswertesten Einträge produziert, die Einträge die per Handy abgerufen worden sind machen für mich zumindest praktisch keinen Unterschied zwischen den "normalen" Abrufen.Jetzt wäre es natürlich auch interessant wenn man noch die ganzen Feedburner-Statistiken eines Feeds sehen kann :-DP.S. Das Ranking auf dem Screenshot gefällt mir cool[thx to: Tino Teuber]