Politik Digital Logo Dienstag Nachmittag, am 04. September 2007 von 16 bis 17 Uhr stehe ich im
Chat von politik-digital.de Rede und Antwort, zu Fragen rund um den Blog
und zu dem was von Google noch alles noch so kommen könnte. Bisher gestellte Fragen:
Seid ihr eigentlich pro Google, contra Google oder neutral? Woher bekommt ihr die ganzen Informationen für das Watch Blog? Und wie viel Zeit geht für die Google-Beobachtung drauf? Wie viel einfluss kann ein watch blog eigentlich haben? Verleger DuMont Schütte meinte in der FAZ, Google wäre in 10 Jahren tot. Wunschdenken eines Verlegers oder wird Google wirklich irgendwann am Ende sein? Wie viel kann Google eigentlich noch kaufen, bis dem Unternehmen das ganze Internet gehört? Wie lange gibt es das Google Watch Blog eigentlich schon und viele Leute schreiben dafür? Nach welchen Maßstäben werden eigentlich die Googles des Tages ausgewählt ? Wie viel bleibt eigentlich noch vom Recht auf persönliche Freiheit, wenn Google alle möglichen Daten speichert und über GoogleEarth und Street View beobachtet?
Fragen Stellen: zu den vorab gestellten Fragen Politik-digital.de Wikipedia-Artikel: Politik-digital
GPay
Vor 3 Tagen hat Google ein Patent zur mobilen Bezahlung via Handy zugesprochen bekommen. Das nährt natürlich nicht nur die Gerüchte um eine Erweiterung von Google CheckOut zu einem vollwertigem Bezahlsystem sondern auch die des GooglePhones - denn genau dafür könnte dieses neue Bezahlungssystem DIE Killer-Applikation werden. Bezahlung via Handy
Wie obiger Screenshot vom Handy zeigt, ist das bezahlen mit diesem System ganz einfach. Man braucht lediglich den Betrag und den Empfänger des Betrags einzugeben, und schon wird das Geld von einem virtuellem Konto auf das andere geschoben - in sekundenschnelle und sicherlich auch unwiderruflich. Beide Seiten müssen diesen Deal noch bestätigen und schon kann die Ware den Besitzer tauschen. Bezahlung via Handy - PC-Ansicht
Google wäre nicht Google wenn diese Bezahlvorgänge nicht akribisch genau gespeichert und mitgeloggt werden. Auf dem heimischen PC kann man sich alle Bezahlungsvorgänge dann noch einmal detailliert anschauen und den Status der Bezahlung ansehen. Bezahlung via Handy - Beispiele
Diese Grafik zeigt uns dass das System praktisch überall eingesetzt werden kann, im Supermarkt, beim Haustürverkauf oder dem Postboten, beim Arzt und auch beim Getränke- und Snack-Automaten. Der Unterschied zur Kreditkarte oder zur Bezahlung via SMS ist jetzt nicht sonderlich groß, aber Google wird sicherlich wieder einige Extras mit einbauen die die Kunden in Scharen locken werden ;-) TechCrunch spekuliert jetzt darauf, dass Google dieses Bezahlmodell exklusiv für sein GPhone freischalten könnte - was zwar "evil" wäre aber sich sehr effektiv auf die Verbreitung des Handys auswirken dürfte. Wir dürfen also wieder einmal sehr gespannt sein was uns Google in vielleicht garnicht all zu ferner Zukunft präsentieren wird ;-) » Das Patent [TechCrunch]
Google Central
Noch vor wenigen Monaten bzw. Jahren habe ich alle meine Fotos, Videos, Texte und andere Dateien auf meiner Fesplatte in den Eigenen Dateien gespeichert. Hier konnte ich mir bequem für jedes Thema einen Ordner anlegen und die verschiedenen Medien dort zu einer großen Sammlung bündeln. Heute vertraue ich auf Googles Datensicherheit und speichere all das online - doch wo bleiben meine geliebten Ordner? Google bietet mir für fast jedes Medium, seien es Texte, Bilder, Tabellen, Videos oder Termine, ein Produkt an mit dem ich all diese Dinge online speichern, verwalten und von jedem Ort der Welt aus drauf zugreifen kann. Das sind für mich die überwiegenden Vorteile die mich davon überzeugt haben all meine Daten nur noch (!) online zu speichern. Nun ist Google aber leider eine Suchmaschine und keine Organisationsmaschine. Ich finde jedes Medium in Sekundenschnelle dank der integrierten Suchfunktionen der einzelnen Angebote wieder - aber ich habe keine Möglichkeit diese Dateien nach meinem eigenem System zu ordnen und zu sortieren - von dem Tagging-System einmal abgesehen. Ein Beispiel: Beispiel: Ich habe meinen diesjährigen Sommerurlaub auf viele Google-Dienste verteilt: Google Calendar: Buchungstermin, Zahlungstermin, Reisetermine, Daten der Ausflüge Google Docs & Spreadsheets: Details zum Zimmer und Urlaubsort, Reise-Tagebuch Picasa Web Albums: Urlaubsfotos (privat und öffentlich) Google Maps: Orte an denen ich gewesen bin als My Map gespeichert Panoramio: Einige Umgebungsfotos Okay, ich habe bei all den Diensten die jeweiligen einzelnen Medien zusammengefasst, also Bilder und Dokumente getaggt, My Maps mit mehren Locations erstellt und beim Calendar einen eigenen Kalender angelegt. Ich finde alles mit wenigen Klicks wieder, muss dazu aber immer erst die einzelnen Dienste aufrufen und mich daran erinnern was ich wo gespeichert habe - aber wo bleibt die Zentralität? Mein Vorschlag: Mein Vorschlag wäre jetzt "Google Central", "Google Folders", "GDrive" oder wie auch immer es heißen mag mit einer richtigen Dateiverwaltungs-Funktionalität. Ich möchte alle Medien aus den einzelnen Diensten an einem Ort haben. Ich möchte bei GDrive einen Ordner "Teneriffa" anlegen und in diesem Ordner sowohl die Termine als auch die Fotos, Dokumente und Orte meines Urlaubs haben. Zusätzlich möchte ich von hier aus festlegen dass meine Freundin auf alle Daten Zugriff hat, andere Personen aber nur auf die Orte und die öffentlichen Fotogalerien. -- Ich denke mit einer zentralen Dateiverwaltung an der alle Google-Dienste angeschlossen sind könnte Google sowohl die Akzeptanz als auch die Nutzung und die Verbreitung der einzelnen Produkte sehr stark erhöhen. Andere Anwendungen im Web mögen besser sein und mehr Funktionen haben - aber niemand bietet die Bandbreite an Diensten wie Google, und genau das sollte Google schnellstmöglich ausnutzen, bevor die Konkurrenz nachzieht. Also Googler, dann setzt euch mal ran ;-)
Docs and Spreadsheets Zwischen dem 10. und 11. Oktober letztes Jahr wurde, anlässlich der Office 2.0 Conference Google Docs & Spreadsheets gestartet. Laut dem Produktmanager für D&S, Jonathan Rochelle, wäre D&S ohne diese Konferenz heute nicht das was es ist - und auch in diesem Jahr wird Jonathan wieder anwesend sein. Dürfen wir uns noch diese Woche auf Google Presentations freuen? Es spricht so einiges dafür, dass Presentations und auch JotSpot auf dieser Konferenz vorgestellt und gestartet werden. Erstens hatte man bei Google scheinbar schon im letzten Jahr auf diese Konferenz gewartet um sein Office-Paket vorzustellen, und zweitens ist man auch dieses Jahr wieder mit einem ganzen Team anwesend und hat ziemlich viele Neuerungen in der Tasche. Was außerdem für einen Release auf dieser Messe spricht ist der Termin. Schon im April konnte Google verkünden, dass Presentations Ende dieses Sommers gestartet wird - woher wusste man dass man es bis dahin schaffen wird und keine Probleme auftreten werden? Ich denke zum Zeitpunkt dieser Ankündigung stand der Termin der Messe schon fest - daher konnte man eine relativ genaue Ankündigung machen. Die Konferenz findet vom 5. bis zum 7. September, also vom Mittwoch bis Freitag statt. Der 5. September könnte also nicht nur der große Apple-Tag sondern auch wieder einmal ein großer Google-Tag und ein halber Weltuntergang für Microsoft werden ;-) Meine Prognose für einen Release in dieser Woche: 95% [Google OS]
Datacenter in Niederlande
Anfang dieses Jahres hat sich Google mal wieder ein neues Rechenzentrum gegönnt: Ganze 150 Millionen Dollar hat man sich die neueste Server-Behausung in Groningen in den Niederlanden kosten lassen - aber dafür stehen hier auch rund 100.000 Server.
View Larger Map Zur Zeit wird das Rechenzentrum gebaut und scheint noch nicht in Betrieb zu sein - ich weiß aber auch nicht von wann die Fotos stammen. Ist doch aber auch mal schön dass sich einige Google-Server nach Europa verirrt haben oder sich noch verirren werden ;-) Vorbildlicherweise werden die unter anderem mit Windenergie versorgt - ich bezweifle aber dass man damit 100.000 betreiben kann .p [Googlified]
Google Sehr viele Google Dienst unterstützen zur Zeit über 170 Sprachen, von Arabisch bis Zulu. Unter anderem die Suche, Blogger.com und Google Earth. Da Google sicher nicht alle Sprachen beherrschen, wurden vor allem, die meisten Übersetzungen in wenig verbreitete Sprachen von Freiwilligen vollbracht. Bei diesem Projekt kann jeder teilnehmen. Man muss sich nur für Google In Your Language anmelden. Weil es für einen einzelnen sehr viel Aufwand und auch Zeit benötigt, bis er zum Beispiel Google Mail in seine Sprache übersetzt hat, kann man auch nur einen Teil des Programmes übersetzen und ein anderer übernimmt einen weiteren Teil. Um dann aber nicht zu starke Unterschiede in der Übersetzung hinsichtlich der Wortwahl zu haben, werden diese dann wahrscheinlich noch einmal von Profis überprüft und korrigiert. So sind mittlerweile beinahe 95% mancher Produkte in Armenisch, Slowenisch oder Estnisch übersetzt, aber auch 70 % in Lateinisch. 10 % sind zum Beispiel von Tibetisch oder Wolof. Vor kurzem wurden folgende Sprachen hinzugefügt: Navajo, Bambara, Komi oder Venda, um nur vier zu nennen. [Google-Blog] [Gastartikel von: Pascal]
Spoogler
Nicht nur bei den Webdiensten, sondern auch bei der Einteilung der Mitarbeiter kann man als Google-Fan so langsam den Überblick verlieren: Die neuesten Kategorien in der Einteilung aller Googler sind die Spoogler und die Zoogler. Dieser Artikel wird ab jetzt ständig aktualisiert und erklärt alle Kategorien. Googler: Die Ober-Kategorie, jeder der aktuell bei Google arbeitet ist ein "Googler" Gaygler: Die Googler vom anderen Ufer ;-) Noogler: Die Neu-Googler, allgemein auch Noobs genannt Spoogler: Die Ehemänner und Frauen von Googlern Xoogler: Die Ex-Google-Mitarbeiter Zoogler: Die Googler aus dem "alten Europa" in Zürich. Die Spoogler haben sogar eine eigene Webseite und eine eigene Google Group, die aber leider nicht öffentlich zugänglich ist: » Spooglers.org » Geheime Spoogler-Group [Googlified, Benkö]
Orkut Da wir ca. 84 Besucher pro Monat aus Indien haben darf diese Meldung natürlich auf garkeinen Fall fehlen: Googles Social-Network Orkut gibt es jetzt auch in 5 weiteren Sprachen aus dem indischen Sprachraum: Orkut steht jetzt in Hindi, Marathi, Tamil, Bengalisch und Telugu zur Verfügung. Gut möglich dass Orkut hier bald den gleichen Verbreitungsgrad hat wie in Brasilien ;-) [hebbet]