Gestern abend wurde die neueste Version von Google Desktop freigegeben. In der Version 5 hat sich mal wieder das Aussehen der Sidebar komplett verändert, diese kommt jetzt im Vista-Design mit schwarzen Gadgets daher. Außerdem wurde das SafeBrowsing integriert und es gibt eine neue Dateivorschau in den Suchergebnissen.Neue Sidebar Neue Sidebar
In einer vorherigen Version ist die Sidebar transparent geworden, und in der jetzigen Version hat sich deren Farbe auch noch in schwarz geändert - eine für Google sehr untypische Farbe, obwohl ich zugeben muss dass es sehr schick aussieht. Auch die Farbe des Gadget-Fensters hat sich natürlich dahingehend geändert. Merkwürdigerweise sind einige Gadgets beim ausklappen aber wieder in weiß - wie folgender Screenshot zeigt, das sieht dann recht komisch aus... News ausgeklappt
Außerdem kann die Schriftgröße in der Sidebar jetzt angepasst werden, es gibt die drei Werte "kleiner", "größer" und "Standard". Die ersten beiden verstellen die Schrift in kleinen Stufen und schaffen so entweder mehr Platz oder lassen auch bei einer hohen Bildschirmauflösung die dargestellten Texte noch sehr gut erkennen.SafeBrowsing Bisher war das SafeBrowsing nur in die Websuche integriert und hat beim Klick auf ein vermeintlich gefährliches Objekt gewarnt. Auch in der Google Toolbar hat es Einzug gehalten und jetzt ist es via Google Desktop praktisch für alle Browser verfügbar. Ist der schutz aktiv, der natürlich deaktiviert werden kann, dann wird jede besuchte Seite - egal mit welchem Browser - vorher an Google gesendet und überprüft. Also ich habe es deaktiviert...Dateivorschau Suchvorschau
Beim durchsuchen von Textdokumenten wird unter jedem Suchergebnis jetzt ein kleiner Vorschau-Link eingeblendet der es überflüssig macht die Datei extra zu öffnen. Direkt unter dem Suchergebnis öffnet sich ein kleines Fenster in dem die gesamte Datei dargestellt wird, leider ohne irgendeinen Hinweis darauf an welcher Stelle sich denn das gesuchte Wort befindet. Wenigstens das Text-Highlighting aus der Websuche hätten die Entwickler doch einbauen können - geschweige denn von einem Scrolling an die richtige Textstelle - schade.Bisher habe ich noch keinen Dateitypen gefunden der mit der Vorschau nicht funktioniert, anscheinend wird einfach alles als Textdatei dargestellt - selbst Datenbanksicherungen. Das ganze läuft auch mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, selbst eine Datenbanksicherung von 10 MB wurde sofort nach dem Klick in den Suchergebnissen - komplett! - dargestellt. Ich frage mich wie die Googler das schon wieder geschafft haben... Precaching? Aber dafür war die Suche auch viel zu schnell...-- Insgesamt ist es zwar ein schönes Update und es hat sich glücklicherweise nichts verschlechtert aber ich bin von der neuesten Version sehr enttäuscht. Vom nächsten großen Versionssprung habe ich mir schon einiges mehr erwartet, was hier geboten wird ist eine grafische Spielerei, die Integration eines lange bekannten Tools und ein kleines Textfenster - nichts spektakuläres. Der nächste große Sprung kommt dann wohl erst mit Version 6, schade. Nicht einmal das von mir gewünschte Feature, Sidebar einblenden und trotzdem das Suchfeld in der Taskleiste haben, haben sie geschafft in den Monaten arbeiten zu integrieren :-(» Google Desktop 5 Beta Download » Ankündigung im Desktop-Blog
Google Book Search
Endlich bekommen auch die deutschen Inhalte Verstärkung: Als einer der ersten deutschen Partner wird die Bayerische Staatsbibliothek ihren gesamten Bestand von knapp 1 Million Bücher für das Google Book Search-Projekt bereit stellen.Unter den demnächst zugänglichen Werken finden sich so prominente Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und die Gebrüder Grimm. Solche Standardwerke dürfen in so einer Buchsammlung natürlich nicht fehlen. Aber auch Werke in französisch, spanisch, lateinisch, italienisch und natürlich auch englisch sind in der Bibliothek zu finden.Zitat von heise:
Für Rolf Griebel, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, bedeutet die Vereinbarung mit dem Suchmaschinendienstleister, der Bestand werde "buchstäblich der ganzen Welt" geöffnet. Es sei eine "faszinierende Herausforderung, jedem Leser auf der ganzen Welt die reiche literarische Tradition Deutschlands zur Verfügung zu stellen".
» Ankündigung auf der Bibliothekswebsite[heise]
Google Earth
Ab morgen soll Berlin komplett in 3D via Google Earth zugänglich sein. Durch die leere Versprechung von Hamburg hatte ich auch auf Berlin keine großen Hoffnungen, aber ein erster Screenshot zeigt jetzt was für beeindruckende Bilder wir uns ab morgen erwarten können!» Artikel beim Berliner Kurier mit FotoUpdate: » Berlin in 3D! - da ist es
Microsoft vs. Google Book Search Microsoft schielt neidisch auf den Erfolg von Googles Book Search und schießt daher mal wieder mit voller Breitseite: Thomas Rubin, Rechtsexperte von Microsoft, wirft der Suchmaschine vor jegliche Arten von Copyrights und Rechte der Verlage und Autoren zu missachten und seine Buchsuche auf rechtlich zweifelhaftem Weg zu betreiben.Rubin wirft Google vor jegliche Copyrights zu missachten und in einer wahren Scanwut alles zu scannen was ihnen zwischen die Finger kommt. Zwar werden geschützte Bücher bei Book Search nicht zugänglich gemacht, aber sobald die Copyrights ablaufen kann Google diese Werke sofort freischalten. Außerdem plant Google diese Bücher gegen ein entsprechendes Entgelt, von dem die Urheber natürlich ihren Anteil bekommen, doch einsehbar zu machen.Ich denke genau auf dieses zukünftige Geschäftsmodell ist Microsoft neidisch und wettert deswegen dagegen. Microsoft hingegen scannt nur Bücher deren Copyrights 100%ig geklärt und abgelaufen sind und macht den Verlagen und Autoren daher keine Arbeit. Außerdem kritisiert Microsoft, dass Google noch kein einziges Buch selbst veröffentlicht hat und somit nur von den Früchten anderer profitiert. Tja, Google hat es halt nicht nötig die Gebrauchsanleitungen seiner Produkte noch einmal extra zu verkaufen...[heise]