Google NASA
Die amerikanische Raumfahrtorganisation NASA und Google haben gemeinsam eine langjährige Partnerschaft angekündigt. Dabei geht es vorrangig nicht um die Erforschung des Weltalls, sondern darum, die riesigen Datenmengen der NASA der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so das Interesse an der NASA zu wecken. Eine Partnerschaft die sicherlich eine lange Zukunft haben wird.Die NASA hat schon soviele Milliarden Dollar in den Weltraum gepumpt und unendlich viele Petabyte an Daten gesammelt, dass es langsam wirklich Zeit diese Daten auch zu verwenden. Zwar stellt die NASA der Bevölkerung via Internet viele Daten zur Verfügung, aber so richtigen Anklang findet das nicht - was man auch sehr gut an NASA Worldwind und Google Earth sieht. Ersteres gab es schon länger, aber erst Google hat so eine Software massentauglich gemacht.Auf der anderen Seite steht Google, eine Firma mit unendlichem Datenhunger die sehr viel Erfahrung darin hat die wichtigsten Details herauszufiltern, dem User zu präsentieren und damit jede Menge Geld zu verdienen. Die User möchten immer neue Daten von der Suchmaschine, vorallem bessere Bilder für die Maps und Earth.Wenn diese beiden Firmen jetzt zusammenkommen ergänzen sie sich natürlich perfekt. Google hat einen riesen Vorsprung im Datenbestand gegenüber Microsoft und Yahoo! und die NASA hat einen weg gefunden der Öffentlichkeit zu präsentieren wofür sie die Milliarden von Dollar jährlich ausgeben und dass diese nicht umsonst verpulvert werden.Vor allem wird es wohl darum gehen noch sehr viel bessere Bilddaten und 3D-Ansichten (Höhen, Tiefen) darstellen zu können, sowie eine vielleicht sehr viel schnellere Aktualisierung der Bilddaten. Außerdem sollen auch Wetterdaten und andere aktuellen Werte unseres Heimatplaneten demnächst bei Google dagestellt werden. Eine Ausweitung auf andere Planeten (neben Mond und Mars ist ebenfalls geplant. Ich bin ja mal gespannt...» NASA-Presseerklärung[Google Blogoscoped]
Endoxon  + Google
Google hat 3 der 6 Abteilungen der Schweizer Endoxon AG gekauft. Dabei handelt es sich um die Bereiche Internet, Mapping und Datenverarbeitung. Die restlichen Abteilungen mit kartografischen Daten und dem Direktmarketing gehen in eine Schwesterfirma auf. Mit der Übernahme will Google seine Produkte Google Maps und Google Earth stärken.Wie üblich wird Google die Bestandskunden von Endoxon weiter unterstützen, aber keine neuen Kunden oder Aufträge mehr annehmen. Sehr wahrscheinlich wird das Angebot des Unternehmens auch demnächst wieder kostenlos zur Verfügung gestellt, beziehungsweise in Googles Kartografieprodukte integriert. Natürlich ist auch der Kaufpreis wieder geheim.Welche besonderen Techniken Endoxon besitzt und einsetzt die Googles Interesse erregt haben könnten wird offiziell nicht gesagt. Ein von Endoxon betriebenes Projekt ist beispielsweise map.search.ch, es dürfte sich also mehr um die Darstellung von vielen weiteren Daten in den Maps handeln. Im Grunde müssten nur alle Overlays die Earth bietet (Restaurants, Hotels) in Maps verfügbar gemacht werden.Ich denke nicht dass wir in einigen Wochen "Google Endoxon" präsentiert bekommen, sondern eher dass das ganze komplett in das Maps-Team aufgehen wird und folglich auch die Internetseite von Endoxon auf die Google Maps weiterleiten wird. Ich bin gespannt welche Änderungen und neuen Funktionen uns hier demnächst erwarten. Bisher ist Google Maps der beste Kartografieservice im Web (meiner Meinung nach) - hoffen wir dass das so bleibt und der Vorsprung mit vielen neuen Features noch ausgebaut werden kann.» Endoxon » Ankündigung im Google-Blog[thx to: Stefan2904]
GWB-Dossier Übernahmen & Beteiligungen
Google Code
Man kann sich auch selbst ins Abseits schießen: Einige Wochen nach dem Tod von Google Answers wird nun auch die erste API offiziell eingestellt. Dabei handelt es sich um die SOAP Search API, die seit 2002 verfügbar ist. Mit dieser API konnte sich jeder Webmaster Googles Suchergebnisse auf die eigene Seite holen.Offiziell wurde die Unterstützung für die API bereits am 5. Dezember 2006 eingestellt, das bedeutet dass die API ab sofort nicht mehr weiter entwickelt wird und auch keine Bugs mehr behoben werden. Die Schnittstelle wird aber weiterhin offen gelassen, so dass die API in der derzeitigen Version weiter verwendet werden kann. Die Frage ist natürlich, wie lange das noch so bleibt - Google wird das nicht ewig unterstützen.Als Ersatz empfiehlt Google die AJAX Search API, die damit wohl stark gepusht werden soll. Die beiden APIs könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Die SOAP Search API gibt nach einer einfachen Anfrage alle Suchegebnisse zurück und der Webmaster kann sie darstellen wie er möchte. Bei der AJAX Search API wird die komplette Suchumgebung mit eingeblendet, das Suchfeld ist sehr klein und das ganze ist wesentlich langsamer.Ich denke Google muss hier schleunigst einen richtigen Ersatz bieten, ansonsten könnte nämlich auch der Marktanteil ganz schnell in wanken kommen. Einige Webmaster werden wohl zu der sehr viel besseren Yahoo!-API wechseln, und ihren Besuchern folglich auch Yahoo! als beste Suchmaschine empfehlen und sie dort hin locken. Warum die API jetzt eingestellt wurde verstehe ich nicht, und werden wir wohl auch nie verstehen...Mal schauen was als nächstes sterben wird, es gibt ja noch einige Services & APIs» Google SOAP Search API[Google Blogoscoped]
Google Zeitgeist
Zum Ende des Jahres geben die großen Suchmaschinen immer einen kleinen Einblick in die Suchabfragen des vergangenen Jahres. Die Konkurrenz hat es schon getan, dort wurde größtenteils nach Wetter gesucht, und seit gestern bietet auch Google seinen Zeitgeist zum ansehen an. Neben den Top-Suchabfragen wird das ganze auch wieder ein wenig nach Anfrage- und Interessentyp sortiert.Die Top10-Suchabfragen in diesem Jahr waren:
1. bebo 2. myspace 3. world cup 4. metacafe 5. radioblog 6. wikipedia 7. video 8. rebelde 9. mininova 10. wiki
Die Top10-News-Suchabfragen in diesem Jahr:
1. paris hilton 2. orlando bloom 3. cancer 4. podcasting 5. hurricane katrina 6. bankruptcy 7. martina hingis 8. autism 9. 2006 nfl draft 10. celebrity big brother 2006
Auf weiteren Seiten werden dann noch einige Grafiken, die direkt aus Google Trends kopiert sind, angezeigt so wie einige Anfragetypen sortiert ausgeben. So gibt es z.B. eine "Who is...", "What is..." usw. Liste. Besonders gut gefällt mir die Sports-Grafik, in der die Fußball-WM einen Monat lang das nonplusultra war und dann sofort wieder auf 0 abgesackt ist :-D» Google Zeitgeist 2006Nachtrag: » Erklärung über die Zensur des diesjährigen Zeitgeist
AdSense
Was lange Zeit als Geheimtipp zur Geldvermehrung mit AdSense durchs Internet gewandert ist, wird jetzt offiziell untersagt. Die Platzierung von kleinen Icons direkt neben den AdSnse-Banner zieht die Aufmerksamkeit der User auf sich und lässt ihn den kleinen Text "Ads by Goooogle" übersehen, so dass er interessiert draufklickt. Da werden bei einigen jetzt wohl die Verdienste sinken...Insbesondere beim bekannten Dr. Web Weblog ist mir diese Optimierung schon aufgefallen. Irgendwann habe ich in seinem Blog auch schon einmal gelesen dass er seinen Verdienst mit diesen kleinen Grafiken stark steigern konnte. Im Grunde sind das natürlich Klicks die dem werbenden garnichts bringen, da sich der Surfer für die Grafik interessiert, und nicht für den Werbebanner - daher ist es ab sofort verboten.Hier mal ein kleiner Vergleich: verboten: Verboten
Dr. Web: Dr. Web
» Ankündigung im AdSense-Blog
Google Maps
Die Webseite Weatherbonk nutzt die Google Maps dazu die Benutzer über die aktuelle Wetterlage zu informieren. Direkt auf der Karte wird die aktuelle Temperatur dargestellt, bei einem Klick auf die Temperatur sind noch viele weitere Daten wie z.B. die Luftfeuchtigkeit zu sehen. Aber das ist noch längst nicht alles, die Seite hält z.B. auch Webcams bereit.Praktischerweise erkennt die Webseite beim Aufruf euren aktuellen Standort und zeigt euch gleich das ortsbezogene Wetter an. Zumindest für Wien kann ich sagen, dass die Daten lückenlos sind, es sind alle offiziellen Wettermessstationen verzeichnet. Zur Auswahl stehen 3 verschiedene Wetterseiten, so dass man die Daten untereinander auch mit 1 Klick abgleichen kann.Neben dem Wetter stehen im oberen Menü aber auch Webcams des aktuellen Standorts zur Verfügung. Außerdem können Routen geplant und mitsamt der Wettervorhersage für die durchreisten Städte angezeigt werden. Für wenige Orte in Europa können auch Verkehrswebcams angezeigt werden, hier besteht noch ein wenig Nachholbedarf.WeatherBonk ist wirklich eines der besten Mashups die ich bisher gesehen habe, da hier viele verschiedene Dinge angeboten werden die den Benutzer auch wirklich interessieren. Im Grunde mischt die Seite die APIs von vielen verschiedenen Seiten und schmeißt sie zusammen in einen Topf - den Benutzer kanns nur freuen ;-)» WeatherBonk[Google OS]
GWB-Dossier Google Maps Mashups