Google Calendar
wie vor einigen Tagen schon durchgesickert ist, hat der Google Calendar jetzt eine neue Suchfunktion bekommen. Events und Termine die als öffentlich deklariert sind können mit einem Klick auf Search Public Events durchsucht und mit 1 Klick zum eigenen Kalender hinzugefügt werden. Leider steckt das ganze sehr arg in den Kinderschuhen.Der Button für die Websuche neben dem Suchfeld ist verschwunden und wurde durch den Public Events-Button ersetzt. Die Ergebnisse können hier wahlweise in 4 verschiedenen Darstellungen angezeigt werden. Standardmäßig werden alle gefundenden Termine als Liste angezeigt, ähnlich der Websuche. Aber auch eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht sind möglich. Die Suche selbst kann noch nach Ort und Datum eingeschränkt werden.Leider überzeugen die Ergebnisse dieser Suche überhaupt nicht. Jeder Termin wird nur mit seinem Titel angezeigt, egal ob er eine Beschreibung enthält oder nicht. Klickt man auf diese Beschreibung wird in einer Popup-Blase lediglich die Möglichkeit geboten den Termin in den eigenen Kalender mit aufzunehmen - das war alles.Außerdem wundert es mich dass immer nur so wenige Termine gefunden werden. Bei der Suchanfrage "Party" (bei der eigentlich jede Menge Termine erscheinen sollten) erscheinen an manchen Tagen nur 2-3 Termine - und ich glaube nicht dass es nur so wenige Einträge gibt. Meine eigenen öffentlichen Termine (Google Kalender) kann ich mit der Suche ebenfalls nicht finden, warum auch immer.Interessant wird das ganze jetzt erst wenn Google es geschickt mit der Websuche kombiniert und in Form einer OneBox vor die Ergebnisse schaltet. Damit wäre ein weiterer wichtiger Punkt in der Organisation aller Informationen auf der Welt abgeschlossen. Außerdem würde der Calendar auf diese Weise sehr viel attraktiver werden und Veranstalter von Konzerten, Festen, Kinoprogramme & co. dazu bewegen ihre Termine in Kalender einzutragen und diese zugänglich zu machen - mal schauen was draus wird.» Ankündigung im Google-Blog
Google Docs & Spreadsheets
Googles Office Suite Docs & Spreadsheets wurde einer kleinen Kur unterzogen und hat 2 kleine Update bekommen. Als erste wäre die verbesserte Rechtschreibkorrektur zu nennen, die jetzt noch zuverlässiger arbeiten soll und in 30 Sprachen verfügbar ist. Außerdem können in der Dokument-Übersicht jetzt wahlweise nur Textdokumente oder nur Tabellen dargestellt werden.Rechtschreibkorrektur Bisher hat D&S die Rechtschreibkorrektur von Writely verwendet, welche natürlich nicht ganz so ausgereift war wie die von Google, daher wurde sie nun ersetzt. D&S verwendet damit nun die gleiche Rechtschreibkorrektur die auch schon bei Google Mail und Blogger zum Einsatz kommt - welcher aber leider auch noch weit von ihrer Perfektion entfernt ist.Dokument-Ansicht Bisher wurden alle Textdokumente und Tabellen gemeinsam in der Liste der Dokumente angezeigt, geordnet nach dem letzten Bearbeitungsdatum. Jetzt können wahlweise nur Tabellen oder nur Textdokumente angezeigt werden, was ein für mich sehr wichtiges Feature ist. Bisher fand ich die Vermischung der beiden Dokumenttypen als sehr lästig, gut dass dem nun Abhilfe geschaffen worden ist ;-)» Ankündigung im Docs & Spreadsheets Blog
Google Sitemaps
Googles Konkurrenten Yahoo! und Microsoft haben den Vorteil der Sitemaps erkannt und nutzen diese Technik jetzt ebenfalls für ihre Suchmaschinen. Dazu haben die 3 Unternehmen die Website sitemaps.org ins Leben gerufen die alle allgemeinen Informationen über die Inhaltsdatei sammelt. Damit wird erstmals ein Google-Service zum Quasi-Webstandard.Die zu Google übermittelten Sitemaps werden auch weiterhin nur bei Google gelistet. Wer seine Inhaltsdatei auch bei Yahoo! und Microsoft sehen möchte, muss diese Extra zu ihnen übermitteln. Der Standard wird von den 3en allgemein gehalten, aber was jede Suchmaschine selbst daraus macht bleibt ihnen selbst überlassen. Damit dürfte der Kampf um die Sitemaps eröffnet sein.Da alle 3 großen in diesem Markt diesen Standard nun unterstützen werden sich sicherlich auch sehr schnell noch weitere Suchmaschinen anschließen und eine Sitemap demnächst zum unersetzlichen Bestandteil einer Homepage machen. Außerdem wird es dann wohl bald, analog zu den bei-allen-Suchmaschinen-eintragen-Diensten, Angebote geben die die eigene Sitemap an alle Suchmaschinen übermitteln.Warum Google das Protokoll jetzt geöffnet hat kann ich nicht nachvollziehen. Bisher war dies ein unschlagbarer Vorteil gegenüber den anderen Suchmaschinen, aber dieser ist ja nun nicht mehr vorhanden und die anderen bereichern sich an der von Google teuer entwickelten Technik... Hat Google wirklich so gute Absichten das Web zu ordnen, dass sie dabei sogar eigene Einbußen in Kauf nehmen? Kaum zu glauben...» Sitemaps.org » Ankündigung im Webmaster-Blog
Google Maps
Das größte Anwendungsgebiet der Google Maps ist und bleibt, neben den Mashups, die einfache Anzeige einer Adresse auf dem Stadtplan. Meist wird eine Karte integriert und dann nur eine einzige Adresse angezeigt, vornehmlich natürlich die des eigenen Unternehmens. Damit auch API-Unkundige so eine Karte auf ihre Website packen können hat Google jetzt ein kleines Tool namens "Map Search Wizard" gebastelt.Auf der Map Search Wizard-Seite müssen nur die nötigsten Angaben gemacht werden, und der Assistent erstellt den Code für den User. Dabei wird nicht nur die normale Karte erstellt, sondern auch gleich noch ein Suchfeld darunter gepackt, via AJAX Search API mit dem der Benutzer der Webseite evt. noch andere Adressen finden kann.Ein sehr gutes Tool das die Verbreitung der Maps ein wenig steigern könnte, wenn Google solche und ähnliche Tools auch einmal prominent platzieren würde. Ein kleiner Link bei den Maps würde sicherlich schon Wunder wirken ;-)» Google Map Search Wizard
YouTube
Vor 2 Tagen hat Google offiziell die Übernahme von YouTube abgeschlossen, wie das Unternehmen per Presseerklärung mitteilte - damit gehört YouTube nun endgültig zur bunten Suchmaschine. Genau deswegen rüstet sich Google für den Kampf und hat 200 Mio. $ für Schadensersatzforderungen und weitere Klagen gegen YouTube beiseite gelegt. Außerdem dreht YouTube den Spieß jetzt um und möchte auch einmal verklagen...Verklagen Das Geschäftsmodell von YouTube basiert darauf Videos in ihrem eigenen Portal abzuspielen und nebenher Werbung einzublenden. Das fordert sowohl die Anzahl der User, als auch der Videoviews - und je höher diese Zahl, desto mehr Geld kann man von den Werbepartnern verlangen. Natürlich möchten die YouTube'ler nicht dass ihre Videos auf den heimischen PC geladen werden, und so verklagen sie kurzerhand einige bekannte Portale die eben dieses anbieten. In diesem Fall TechCrunch.Ich muss sagen, dass die Klage nachvollziehbar ist, aber ich es an YouTubes Stelle nicht getan hätte. Die paar User die durch die Speicherung verloren gehen kann das Portal sehr gut verschmerzen, aber ein drohender Imageverlust ist nicht so einfach zu nehmen. Natürlich hat YouTube den Trumpf in der Hand, sagen zu können dass das Video sowieso immer vorhanden und von überall aus zugänglich sein wird - aber leider stimmt dies nicht immer.Wenn mir ein Video richtig gut gefällt lade ich es auch bei den einschlägigen Portalen herunter, denn ich habe es schon öfter erlebt dass ich ein Video nur in die Favoriten gepackt habe und dieses dann später nicht mehr verfügbar gewesen ist...Verklagt werden Die Google erwarten in der nächsten Zeit anscheinend noch einige weitere größere und kleine Klagewellen wegen ihres Videobestands. Ganze 200 Mio. $ hat Google dafür zur Seite gelegt, die sozusagen schon abgeschrieben sind und mit zur YouTube-Übernahme gehören - damit verteuert sich der Kaufpreis auf 1,85 Mrd. $. Diese Rücklagen jetzt aber als Presseerklärung herauszugeben ist nicht wirklich klug, das klingt fast schon nach einer Einladung zum verklagen... "Wir haben Geld, kommt und holt es euch"» Artikel bei heise » YouTube klagt gegen TechCrunch[thx to: MainP]
Google Maps
Zum ersten mal ist auf einer Google Map eine Click-to-Call-Integration aufgetaucht. Wird mit der lokalen Suche eine Firma auf der Karte angezeigt die auch eine Telefonnummer angegeben hat, soll es demnächst möglich sein diese sofort kostenlos anzurufen. Google dient hierbei als Vermittler und Anonymisierer.Click to Call Map
Der Benutzer muss seine eigene Telefonnummer in das Feld eintragen, und Google kümmert sich um den Rest. Es wird eine Telefonkonferenz mit der Firma und der eigenen Nummer aufgebaut. Sobald beide Partner in der Leitung sind klinkt sich Google aus (versprechen sie zumindest). Dies hat nicht nur den Vorteil dass einfache Informationsanrufe kostenlos bleiben, sondern auch den, dass die Firmen nicht die Nummer des Kunden sehen können - so lange er es nicht möchte.Microsoft bietet diese Funktion in seinem Live Local-Portal schon länger an, es wird also Zeit dass Google schnell nachzieht - und wird dies sicherlich auch noch in diesem Jahr tun.[Google OS]
Iran vs. Google Video
Hier kommt mal wieder ein sehr gutes Beispiel für jemanden der das Internet nicht verstanden hat. Aber was diesmal viel schlimmer ist, es handelt sich nicht um eine Person sondern um eine ganze Masse. Das iranische Informationsministerium ruft zum Protest gegen Google auf, weil ein User bei Google Video in der Videobeschreibung eine falsche Angabe gemacht hat.Das ganze ist mehr als harmlos und lächerlich: Ein User hat ein (sein?) Urlaubsvideo bei Google Video hochgeladen und mangels Geographiekenntnisse oder einem kurzen Blackout eine falsche Angabe im Beschreibungstext gemacht. Seinen Urlaub hat er in der iranischen Stadt Tabriz verbracht, aber fälschlicherweise geschrieben dass das Video in Aserbaidschan entstanden ist - ein Riesenskandal.Der iranische Staat fasst diesen Skandal als Einmischung in Innere Angelegenheiten auf und protestiert nun gegen Google. Google selbst kann für diesen Fehler zwar nicht so wirklich viel, aber ist natürlich der Hauptschuldige und muss nun für diesen Fehler büßen. Dass der Beschreibungstext in wenigen Sekunden geändert werden könnte und alles vergessen wäre haben die Iraner dabei sicherlich nicht bedacht.Eine klare Forderung an Google oder den Uploader stellt der Iran nicht, hauptsache erst einmal Aufsehen erregen...P.S. Das ist so lächerlich, dass das mit in die Fun-Kategorie kommt :-)» Artikel bei gulli[thx to: nbwolf]
AdWords
Ab sofort hat Googles AdWords-Programm eine Zielgruppe weniger: Deutsche Anwälte dürfen nicht mehr bei Google für sich selbst oder ihre Kanzlei werben, dies hat das Landesgericht München I entschieden. Das Urteil wurde nach der Klage eines Fonds-Anbieters gefällt, der sich durch die Anzeige des Anwalts in seiner Geschäftspraxis geschädigt sah.Der betroffene Anwalt hat den Namen des Fonds in seine Keywordliste aufgenommen und seine Anzeige so über diesem Ergebnis platziert. Auf der verlinkten Seite zieht der Anwalt dann negativ über eben diesen Fonds her. Natürlich ist es nachvollziehbar dass das dem Besiter nicht ganz recht sein dürfte, aber eine Klage ist hier wohl der falsche Weg - wie wäre es, einfach die Kritikpunkte zu verbessern?Laut diesem Urteil dürfen Anwälte in ganz Deutschland nun nicht mehr für Ihre Dienstleistung werben - zumindest nicht bei Google AdWords. Ob das Urteil auch für andere Werbeanbieter gilt ist dem heise-Text leider nicht zu entnehmen. Aber ab sofort wird der Anwalt sicherlich mit Layer-Ads & Co. für sich werben - da das ja sicherlich sehr viel dezenter ist als eine AdWords-Anzeige ;-)» heise-Artikel[thx to: MainP]