Google Desktop
Google Desktop legt vor der Version 5.0 noch einmal einen Zwischenstopp ein und veröffentlicht die Version 4.5 mit verbesserter Sidebar. Ab sofort ist die Sidebar transparent und fügt sich so noch besser in den Desktop und andere Programm ein - ansonsten hat sich an der Funktionalität und den Features nicht viel getan.Die neue Sidebar Nach dem Update auf die Version 4.5 muss der PC neu gestartet werden (würde es nicht reichen GDesktop neu zu starten?) und es wird wie üblich die Konfiguration der Software durchgeführt - hier können aber alle Voreinstellungen übernommen werden, diese werden aus der vorherigen Version geholt. Nach der Installation wird dann auf die Sidebar-Ansicht gewechselt, auch wenn man diese standardmäßig nicht aktiviert hatte.Die Transparenz der Sidebar kann leider nicht abgestellt werden, und so muss man sich mit der Vorgabe der Google-Designer zufrieden geben - aber das Design gefällt, es ist auf jeden Fall besser als der weiße Klotz von früher. Leider haben auch die Gadgets durch dieses kleine Redesign ihre Buttons verloren, diese werden erst angezeigt wenn man mit der Maus darüber fährt - das ist ein bißchen unglücklich gelöst, sollte in der nächsten Version verbessert werden.Außerdem unterstützt die Desktopsuche jetzt schon die Dateitypen von Office 2007, kann diese also ebenfalls komplett indizieren und durchsuchen. Auch der neue Firefox 2 wird unterstützt, und die Software ist problemlos auf Windows Vista lauffähig. Alle Zukunftsprobleme sind also schon im Griff ;-)Ich denke dass Google diese Vorab-Version veröffentlicht hat um zu testen welche Features sich die User noch von der Sidebar wünschen - denn diese muss ab Januar mit der Windows Vista-Sidebar konkurrieren, und da möchte man natürlich besser sein als die Konkurrenz und die Vista-Sidebar verbannen. Ich denke etwa zeitgleich mit dem Vista-Start können wir dann auch mit Google Desktop 5.0 rechnen , vorher würde eine Veröffentlichung keinen Sinn machen.Meine Sidebar-Verbesserungsvorschläge: - Sidebar sollte auch an allen anderen Bildschirmrändern positioniert werden können - Sowohl Sidebar als auch Taskleisten-Suchfeld anzeigen - Sidebar mit Scroll-Funktion ausstatten, falls zuviele Gadgets hinzugefügt wurden - Skin-Funktion für die Sidebar anbieten, damit das Aussehen komplett angepasst werden kannP.S. Die neue Version steht vorerst nur in englischer Sprache zur Verfügung» Google Desktop 4.5 Download » Ankündigung im Desktop-BlogNachtrag: » Google Desktop 4.5 auf deutsch + Weihnachts-Gadgets
LinuxBIOS
Google möchte sich mal wieder ein paar Freunde in der OpenSource-Szene machen und sponsort ein (vielleicht) zukunftsträchtiges Projekt. Die Rede ist von LinuxBIOS, einer Linux-Version die sich in sekundenschnelle starten und verwenden lässt und auf möglichst jedem PC ohne große Konfiguration lauffähig sein soll. Mit welchen Mitteln Google dieses Projekt unterstützt wird leider nicht genannt - aber ganz ohne Hintergedanken dürfte dies sicherlich nicht sein.Bei LinuxBIOS handelt es sich, anders wie der Name vermuten lässt, nicht um ein echtes BIOS sondern um ein Betriebssystem. Die Idee hinter dem 2000 gestarteten Projekt ist natürlich sehr interessant und könnte die PC-Welt entscheidend verbessern. Es ist eine schöne Vorstellung, den PC anzuschalten und schon nach 2-3 Sekunden mit der Arbeit beginnen zu können - wie bei jedem anderen Alltagsgerät auch.Projektmitglied Stefan Reinauer kündigt die Sponsorschaft von Google im Code Blog an und bedankt sich dafür, dass mit Googles Hilfe eine umfassende Testumgebung und somit Qualitätssteigerung aufgebaut werden konnte. Ob Google sich nun finanziell beteiligt und den Kauf von PCs ermöglicht hat oder die Software auf einige seiner eigenen PCs (wovon Google viele hunderttausend besitzt) installiert hat ist nicht bekannt.Jetzt fragt sich natürlich welchen Nutzen Google aus dieser Investition hat. Natürlich in erster Linie die Verbesserung des PC-Alltags - powered by Google. Aber das kann nicht alles sein, ich denke dass dies eine sehr langfristige Investition ist und Google eines fernen Tages selbst ein Betriebssystem anbieten wird das direkt über das Internet bootet und natürlich 24/7/365 mit den eigenen Servern verbunden ist. Aber bis dahin werden noch einige Jahre vergehen...» Ankündigung im Google Code Blog[heise]
Google Spreadsheets
Was Google SpreadSheets bisher noch nicht geschafft hat haben die Jungs von iRows schon lange integriert. iRows ist eine Online-Tabellenkalkulation die Anfang diesen Jahres gestartet wurde, also 5 Monate vor Spreadsheets. Die beiden Entwickler haben jetzt ein eigenes Büro im Googleplex bezogen und werden ab sofort am Konkurrenzprodukt Spreadsheets arbeiten.Screenshot: iRows
Google besteht darauf, dass iRows nicht übernommen wurde - wohl aber deren Entwickler. Diese sollen ihr Know-How und die Features ihrer Software in Googles Produkt integrieren und es somit wettbewerbsfähig machen. iRows selbst soll noch bis Ende des Jahres online sein - so lange wird es garantiert, was danach passiert steht noch im Raum. Aber ich denke, dass die beiden Entwickler Yoah Bar-david und Itai Raz an ihrem Produkt nicht mehr weiter arbeiten und die ganze Kraft in Spreadsheets stecken werden.Vorallem die Möglichkeit Diagramme, und das in mehreren Formen, einzufügen sucht bei Spreadsheets noch sein Pendant. Ich denke dass wir diese Funktion noch in diesem Jahr bei Googles Tabellenkalkulation finden werden. Wenn iRows dann eingestellt wird können die User gleich zu Google Spreadsheets wechseln ohne eine wichtige Funktion vermissen zu müssen.Vorallem das Design der Software erinnert sehr viel stärker an eine Desktop-Version als an eine Online-Software, woran Spreadsheets noch ein wenig arbeiten muss. Ein erster Blick auf das Interface, und man hat das Gefühl einen Screenshot zu sehen - wirklich sehr beeindruckend. Die Software hat sich bisher übrigens durch Google Ads finanziert, das gefällt den Googler-Herzen ;-)» Vergleich iRows - Spreadsheets[Google OS]
Eric Schmidt
Eric Schmidt hat sich mal wieder zu Wort gemeldet (Das scheint in letzter Zeit sein Hobby zu sein). Der Google-Chef ist der Meinung dass Handys grundsätzlich kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollten, da sie nur Mittel zum Zweck sind und mittlerweile ein nicht mehr weg zu denkender Alltagsgegenstand geworden sind.Bis zu 10 Stunden am Tag gehen bei einigen Personen für die Handynutzung drauf (also bei mir sinds nichtmal 10 Minuten), daher sollte es möglich sein die Mobiltelefone per Werbeanzeigen- und Videos zu finanzieren. Wie er sich das genau vorstellt möchte er aber noch nicht sagen (oder weiß es selbst noch nicht), es soll sich aber um Werbebanner handeln - die natürlich von Google angeboten werden ;-)Schmidt betonte dass Google nicht vor hat in den Handyvertrieb einzusteigen, aber alles andere schloss er nicht aus. Partnerschaften mit Mobilfunkern, die den Vertrieb der GHandys übernehmen würden, wären eine gute Möglichkeit. Denkbar wäre eine Spracherkennung, an der schon gearbeitet wird, die das Gespräch analysiert und danach passende Anzeigen einblendet - das selbe gilt natürlich für SMS, MMS und Internet.Also ich für meinen Teil habe all meine Handys bisher für 1? gekauft, und konnte mit dem Kaufpreis auf jeden Fall Leben - anscheinend gibt es ähnliche Angebote in den USA (noch) nicht, daher ist die Meinung von Herrn Schmidt durchaus nachvollziehbar.P.S. Herr Schmidt kann dies auch gerne auf den Fernseh- und PC-Markt ausdehnen. Wenn ich mir jederzeit einen kostenlosen PC holen kann, verspreche ich auch jeden Tag auf Google-Seiten zu surfen :-) Und Werbespots im TV schaue ich mir eh schon genügend an - ich fordere kostenlose Fernseher!» Artikel bei WinFuture[thx to: MainP]
MapLib
Schon der virtuelle Schreibtisch hat gezeigt was mit Hilfe der Google Maps API möglich ist. Durch die Overlay-Funktion können die Landkarten durch beliebige Bilder ausgetauscht werden und die API so als Bildbetrachter für große Fotos zweck-entfremdet werden, mitsamt Zooming und frei verschiebbaren Bildausschnitt. Die Website MapLib bastelt solche Karten jetzt in wenigen Sekunden.Um das Angebot zu nutzen muss man sich leider registrieren, aber danach muss lediglich ein Foto hochgeladen werden und schon wird der Bildbetrachter automatisch erstellt. Fotos von bis zu 6000x6000 Pixel werden derzeit unterstützt und auf diese Weise bequem dargestellt. Die Funktionen der Maps API erledigen den Rest und geben einen guten Bildbetrachter ab - interessant was man damit so alles machen kann.Mit so einer Zweckentfremdung hat Google bei der Entwicklung sicherlich nicht gerechnet, aber die Idee ist sehr nett - vielleicht greifen die Googler das ja irgendwie auf und entwickeln auf Grundlage der Maps einen echten Online-Bildbetrachter ;-)» MapLib[Google Blogoscoped]
GWB-Dossier Google Maps Mashups
245 Jahre
Die Geschwindigkeit der Google-Suche hat sich in den letzten paar Wochen stark verschlechtert, teilweise wartet man 1-2 Sekunden bis die Ergebnisse erscheinen - ist zwar nicht die Welt, aber im Vergleich zu den früheren 300 Ms. ein katastrophaler Wert. Anscheinend hat das auch Auswirkungen auf die Desktop-Suche, die jetzt knapp 245 Jahre braucht um die Ergebnisse anzuzeigen. Dann bleibt nur noch zu beten, dass man sich bei der Suchanfrage nicht vertippt hat ;-)[Googlified]