Google Talk + Orkut
Bei Orkut ist etwas in Bewegung. Die Seite zur Verbindung des Orkut- und Talk-Accounts ist bereits online und voll funktionsfähig. Außerdem hat ein Blogger Gerüchte über weitere Veränderungen und Erweiterungen an Orkut in Umlauf gebracht, nämlich SMS-Unterstützung und die Möglichkeit Fotos in Bereiche einzuteilen und zu taggen. Talk-Verbindung Login-Bildschirm Talk + Orkut
Ruft man die Login-Seite für Talk auf, kann ausgewählt werden welche Freunde zu den Talk-Kontakten hinzugefügt werden sollen. Dabei steht die Auswahl zwischen allen Freunden (was nicht ratsam ist) und der direkten Auswahl der zu integrierenden Kontakte. Ganz nebenbei werden die ganzen Freunde dann natürlich auch zu den Google Mail-Kontakten hinzugefügt - was so manches gut gepflegte Adressbuch plötzlich zum platzen bringen könnte. Außerdem wird, so lange man noch kein Talk-Avatar besitzt, das aktuelle Orkut-Profilfoto als Avatar übernommen. Bei Kontakten die ebenfalls bei Orkut integriert sind wird im Chat-Fenster ein Scrap-Button auftauchen, mit dem man direkt in das Gästebuch des aktuellen Chatpartners schreiben kann. Wirklich viel bringen tut das zwar nichts so lange der andere eh im Chat ist - aber schön das die Verbindung der beiden Angebote auch hier gezeigt wird. » Orkut-Talk-Seite Orkut-SMS Wenn man seine Handynummer bei Orkut registrieren lässt, soll es in Zukunft möglich sein Gästebucheinträge per SMS vorzunehmen. Auch über neue Einträge im eigenen Gästebuch wird man sofort per SMS informiert - sofern man das möchte. Aber auch hier von rate ich ab, denn Spammer haben Orkut längst als ihr eigenes Paradies entdeckt. Woher Ionut die Information her hat verrät er in seinem Blogposting leider nicht, aber ich denke dass es durchaus realistisch ist - eventuell in Verbindung mit dodgeball? Foto-Tagging Auch die Entdeckung dieses Features geht wieder auf Ionut zurück der seine Quellen gut unter Verschluss hält. Es können Gruppenfotos hochgeladen (hosted by Picasa?) und dann getaggt werden. Dabei beschränkt sich das ganze aber nicht auf das taggen des ganzen Fotos, sondern auch auf einzelne Bildbereiche (flickr lässt grüßen). So könnte bei Gruppenfotos jede einzelne Person mit ihrem Profil verlinkt werden - eine interessante Möglichkeit für ein Social Network. -- Alle 3 Dinge sind schöne Veränderungen, aber leider bringen sie Orkut keinen Schritt voran. Orkut ist zwar eine nette Idee, aber leider immer noch ein kleiner Schandfleck in Googles Netzwerk - aber die Googler müssen das Portal lieb gewonnen haben - nur leider bleibt keine Zeit sich darum zu kümmern. Auch die ständigen Serverprobleme deuten darauf hin dass Orkut bei Google keine hohe Priorität genießt, denn die Probleme ließen sich sicherlich mit ein paar neuen Serverchen gut in den Griff bekommen. Und die Hoffnung auf eine Designänderung ist (siehe Screenshot) nun auch dahin... » Die beiden neuen Funktionen bei Google OS
Google Bislang war Österreich für Google eher uninteressant. Da hier die gleiche Sprache gesprochen wird wie im wichtigen Markt Deutschland gab es bisher auch keinen Grund sich im speziellen um Österreich zu kümmern. Aber das soll nun geändet werden, zumindest im Hinblick auf den Werbemarkt. AdSense & AdWords sollen verstärkt österreichischen Firmen vorgestellt werden - diesen Part soll der neue Chef Karl Pall übernehmen. Der 45jährige war zuvor bei 12snap beschäftigt und hat auch bei Coca Cola schon viele Jahre Erfahrung im Marketing sammeln können - ist also wie geschaffen für diesen Job. Seine Aufgabe wird hauptsächlich darin bestehen den Werbemarkt Österreich mit aufzubauen und so zu einer ernst zu nehmenden Lokalisierung zu machen. Der "Einstieg" in Österreich ist Teil eines Aufbauprogramms für Europa, auf deren Markt sich Google nun verstärkt konzentrieren möchte nachdem die Amerikaner jahrelang bevorzugt worden sind. Anfangen tut es immer mit dem Aufbau des Werbenetzwerks - logisch, erst muss Geld in die Kassen kommen. Dies macht z.B. Hoffnung für eine österreichische Version der Google Maps. Über die weiteren Österreich-Pläne gibt es noch keine Auskunft, aber die Informationen über die geplante Zukunft sollen in den nächsten Wochen an die Öffentlichkeit gelangen - da bin ich ja mal gespannt :-D » Artikel beim Kurier [thx to: Oliver Kanduth & Stefan2904]
Google Maps
Ursprünglich war es erst für die Version 3.0 geplant, aber schon jetzt hat Google die neue Klasse GMarkerManager der Google Maps API veröffentlicht und für die Entwickler freigeschaltet. Mit der neuen Klasse lassen sich die Placemarks sehr viel besser verwalten und kann bei richtiger Benutzung den Quellcode (mitsamt Code-Chaos) stark verkürzen. Bisher mussten alle Marker bei jeder ZoomStufe neu aus- und eingeblendet werden, wenn sie nicht bei jeder Stufe erscheinen sollten. Dies ging manchmal sehr langsam vonstatten, so dass der User es direkt mitbekommen hat wie sich das ganze nach und nach aufbaut - und auch der Quelltext wurde zum Spaghetticode. Dem ist mit der neuen Klasse nun Abhilfe geschaffen worden. Alle Marker können direkt bei der Initialisierung der Karte hinzugefügt werden, zusammen mit der Angabe der Zoomstufe bei der sie angezeigt werden sollen. Die Verwaltung der Marker sowie die Anzeige auf der Karte wird jetzt von der Klasse übernommen. Eine wirklich sehr gute Erweiterung, die einige User jetzt auch dazu animieren könnte umfangreicheres Kartenwerk mit Informationen bereit zu stellen. » Beispielcode Weather Map
GWB-Dossier APIs
YouTube
Es riecht nach Geld - nach sehr viel Geld. Das hat auch die GEMA nun gemerkt und springt auf den momentanen Trend mit auf: You-Tube ver-klagen. Die GEMA fordert, dass jedes Video in dem auch nur ein Takt von den Künstlern die die GEMA vertritt auftaucht, entfernt werden muss - oder Gebühren gezahlt werden müssen. Bei Musikvideos wäre das verständlich, aber die GEMA geht noch sehr viel weiter... Natürlich sollen nicht nur die Musikvideos der Künstler entfernt werden - Nein, das wäre ja viel zu einfach. Jedes Video, in dem auch nur ein paar Sekunden Musik auftauchen muss jetzt durchsucht und gegebenenfalls entfernt werden. Schließlich verlieren die Künstler jede Menge Geld wenn ihr Song 10 Sekunden in dem Partyvideo zu hören ist. So lange nur Ausschnitte zu hören sind, ist es meiner Meinung nach nur gute Promotion und sollte den Künstler, der Plattenfirma und der zuständigen Werbeabteilung nur Recht sein. Ein Musik-Manager dazu:
Der Effekt ist ja genau umgekehrt, die Leute kaufen eher weniger Musik. Youtube ist eine tolle Geschichte. Aber sie muss vergütungspflichtig werden.
Pro Video, in dem ein Song auftaucht, wären 10 Euro im Monat fällig - was bei einigen Millionen Videos selbst Googles Bankkonto sprengen dürfte. Damit wird YouTube also praktisch frei von Musik, nur noch Videos ohne Ton oder Hintergrundmusik - so machen Partys Spaß. Und ausländische Rechteverwalter werden nicht lange auf sich warten lassen und ebenfalls Kontakt mit dem Verkläger ihres Vertrauens aufnehmen... » Artikel bei Spiegel Online mit vielen weiteren Details » Artikel bei heise [thx to: vectrex]
Google AdWords
Google arbeitet weiter auf sein Ziel zu, nur hochqualitative Webseiten mit guten Landingpages in seinem Werbeprogramm zu verlinken - dies gilt sowohl für AdWords als auch für AdSense. Dazu gibt es neben dem Website Optimizer nun eine Guideline mit 6 Punkten die jede Landingpage erfüllen muss. Gute Idee! Folgende Punkte müssen erfüllt werden: - Verlinke auf die Seite, die die meisten Informationen zu dem Produkt enthält das beworben wird - Achte darauf, dass die verlinkte Webseite zu dem Werbetext passt - Trenne echten Content deutlich von Anzeigen - Versuche, den User ausreichend zu informieren und ihm viel anzubieten - auch ohne eine Registrierung. Ansonsten, zeige dem User was es ihm bringt wenn er sich registriert - Bringe interessanten eigenen Inhalt auf deine Webseite, erstelle nicht nur Kataloge, Linklisten oder Webseiten mit endlosen Werbebannern. Zeige dem User das, was er nach dem Bannerklick erwartet - Es sollte eigener Content vorhanden sein, und keine Kopie von irgendeiner anderen Webseite (z.B. Wikipedia-Mirror) Nach folgenden Punkten sollte die Anzeige designt werden: - Der User soll schnell herausfinden, was sich hinter der Anzeige verbirgt - Erkläre dem user mit wenigen Worten was er auf deiner Webseite finden kann - Bringe die Vorteile deiner Webseite mit in den Anzeigentext ein - Verspreche nur Produkte, Leistungen und Services die du auch wirklich anbietest Na das klingt doch alles schonmal ganz nett, auch wenn 90% der Punkte wohl bei jedem eine Selbstverständlichkeit sein sollten - so lange man eine seriöse Webseite betreibt. Ich finde es sehr gut, dass Google sich darum kümmert nur hochqualitative Seiten zu bewerben und seine User nicht auf irgendwelche Webseiten locken möchte die ihm eh nichts bringen. Google selbst könnte es zwar egal sein, so lange die Kasse stimmt, aber am Ende können solche Qualitätsoffensiven wieder auf Google selbst zurückkommen - wenn der User sich merkt dass er hier nur Anzeigen findet die ihm wirklich etwas bringen. » AdWords Landingpages Guidelines
YouTube
Das TIME-Magazin hat YouTube zur Erfindung des Jahres 2006 auserkoren. Dies ist erst einmal in der Hinsicht merkwürdig, dass YouTube schon 2005 "erfunden" wurde - aber ansonsten durchaus nachvollziehbar. Als Grund wird beispielsweise die Tatsache genannt dass viele "normal guys" über Nacht zu Webstars geworden sind. Die größte Faszination geht für die TIME-Redaktion davon aus, dass YouTube sich nicht so entwickelt wie es geplant war. Hinter YouTube stand nie ein Konzern der nur auf den Profit aus gewesen ist - hinter der Videoplattform standen lediglich 2 Studenten die eine Plattform zum tauschen von Urlaubsvideos für sich und ein paar Freunde einrichten wollten. Doch typisch Web2.0 - die User haben die Plattform an sich gerissen und daraus das gemacht was es heute ist. Außerdem wäre anzumerken dass bei YouTube jeder nur gewinnenn kann. YouTube macht die Stars, und die Stars machen YouTube. Man erinnere sich nur an Grup Tekkan, den Video-Opa oder LonelyGirl. Sie alle sind durch YouTube bekannt geworden und haben im Gegenzug YouTube zu einer größeren Popularität verholfen. Und spätestens seit dem Google-Deal hat auch der letzte von dieser Plattform gehört. Also dann, Herzlichen Glückwunsch! » Artikel bei Times [Google Blogoscoped]
The Church of Google
Ist Google noch eine normale Firma, oder schon ein Kultobjekt mit Millionen von Fans? Immer öfter lese ich den Begriff Generation Google - welcher auch durchaus angebracht ist. Die Website "Church of Google" geht sogar noch einen Schritt weiter und macht aus dem Unternehmen gleich eine neue Weltreligion - und das aus guten Gründen. Als Beweis dafür, dass Google eine Religion ist und somit auch eine Kirche verdient hat dienen folgende 8 Punkte (Übersetzt von Dirk Ploss)
Beweis Nr. 1 - Google ist allwissend Sie indiziert über 9,5 Milliarden Webseiten - das ist mehr als jede andere Suchmaschine heutzutage leistet. Google ist nicht nur allwissend, Sie ordnet diese riesigen Datenmengen mit ihrer patentierten PageRank-Methode auch noch, um diese Daten für uns Sterbliche nutzbar zu machen. Beweis Nr. 2 - Google ist allgegenwärtig Google?s Suchmaschine ist buchstäblich überall auf der erde zugleich. Milliarden indizierter Webseiten, gespeichert in jedem Winkel der Erde. Mit der zenehmenden Verbreitung von Drahtlosnetzwerken wird man Sie früher oder später von überall auf der Erde erreichen können - was Sie wahrlich zu einem allgegenwärtigen Wesen macht. Beweis Nr. 3 - Google beantwortet Gebete Man kann zu Google beten, indem man eine Suchanfrage zu jeder Frage bzw. jedem Problem startet, das einen quält. Zum Beispiel kann man schnell Informationen zu alternativen Krebsheilmethoden finden, über Möglichkeiten seinen Gesundheitszustand zu verbessern, über neue und innovative medizinische Fortscharitte und generell zu allem, was einem typischen Gebet ähnelt. Frag Google und Sie wird dir den Weg zeigen - doch zeigen ist alles, was Sie kann. Von dort an musst du dir selbst helfen. Beweis Nr. 4 - Google ist unsterblich Man kann Sie, im Gegensatz zu uns, nicht als physisches Wesen bezeichnen. Ihre Algorithmen sind über viele Server verteilt; wenn einer davon entfernt oder abgeschaltet wird, wird ohne Frage ein anderer an seine Stelle treten. Google kann theoretisch ewig überdauern. Beweis Nr. 5 - Google ist unendlich Das Internet kann theoretisch ewig weiterwachsen - und Google wird ewig dieses unendliche Wachstum indizieren. Beweis Nr. 6 - Google vergisst nie Google puffert (?cachet?) Webseiten regelmäßig und speichert sie auf Ihren riesigen Servern. In der Tat wirst du selbst dadurch unsterblich, dass du deine Gedanken und Meinungen ins Internet hochlädst. Beweis Nr. 7 - Google kann nichts Böses tun Ein Teil von Googles Unternehmensphilosophie ist der Glaube daran, dass eine Firma Geld verdienen kann ohne Böses zu tun. Beweis Nr. 8 - Beweise von Googles Existenz existieren Für die Existenz Googles existieren heute mehr Beweise als für die Existenz eines jeden anderen heutzutage gehuldigten Gottes. Wenn Sehen Glauben bedeutet, surfe zu www.google.com und erfahre selbst Googles unglaubliche Macht.
Eine kleine Tour durch die Website Church of Google ist wirklich empfehlenswert, auch wenn es nur wenig originellen Inhalt gibt - die Begründung ist im Grunde schon alles. » Church of Google » Bericht bei Dirk Ploss [thx to: nbwolf]