Google
Im 5. Teil der Serie Googles Weg dreht sich diesmal alles um die Auflaufmodelle im Google-Universum. Damit sind Angebote gemeint die zwar alle noch vorhanden sind aber vermutlich in Googles Masterplan keine große Rolle (mehr) spielen und somit sicherlich auch nicht mehr weiter entwickelt werden.Da Google natürlich nie etwas wegwirft, werden auch die nachfolgend genannten Angebote in 20 Jahren noch auf den Servern gefunden werden - aber dann in der gleichen Version wie heute, das vermute ich einfach mal. Sortiert sind diese Auslaufmodelle nach dem Alphabet. Nicht alles muss offline genommen werden, sondern bei einigen Dingen würde es auch ausreichen sie komplett anders umzusetzen oder sie in andere Dienste zu integrieren.Auslaufmodelle im Google-Universum Google Alerts Google Alerts
Die Alerts sind, oder waren, eigentlich eine tolle Sache. Man blieb über alle aktuelle Dinge im Web informiert und bekam Zusammenfassungs-eMails über neue Webseiten, Diskussionen und News. Doch für diese Dinge gibt es längst neue und verbesserte Techniken. Hauptkonkurrent ist dabei natürlich RSS, welches Google mit seinem Reader ebenfalls fördert. Trotzdem wird Alerts mit neuen Sprachversionen am Leben gehalten.Neue Webseiten in den Suchergebnissen dürften wohl auch nur Webmaster interessieren die ihre Website verfolgen, aber dafür gibt es Google Sitemaps. Also wieder ein Punkt weg der für Alerts spricht. Und ansonsten bietet Alerts garnichts mehr, außer ein wenig Google-Nostalgie. Denn auch Alerts war eines der ersten Dinge die neben der klassischen Websuche aufgetaucht sind.Google Answers Google Answers
Alle Suchmaschinen antworten heute, neben Yahoo! Answers und Lycos IQ gibt es noch viele weitere Angebote von anderne Suchmaschinen. Google hatte dieses Feature schon sehr früh, als andere Suchmaschinen noch garnicht an so etwas gedacht hatten. Doch einen wirklichen Nutzen bieten diese Answer-Services ja nicht.Zwar bekommt man, wenn man Glück hat, recht gute Antworten, aber die hätte man auch in jedem themenspezifischem Forum noch weitaus ausführlicher beantwortet bekommen. Und so ein Forum zu finden ist eine Sache von 1-2 Minuten wenn es hochkommt. Im Grunde sind diese Antwortseiten nur eine große Diskussionsplattform die sich auf das Frage-Antwort-Spielchen spezialisiert hat.Was darauf hinweist dass Google auf sein Answers nicht wirklich stolz ist, ist die Tatsache dass es bis heute nicht mit dem Google-Account verbunden wurde und als einziger Dienst noch einen separaten Login hat. Außerdem werden die hier gegeben Antworten nirgendwo außerhalb von Answers verwendet, obwohl sie bei so mancher Websuche sicherlich helfen könnten. Außerdem wurde der Service nie lokalisiert und blieb auf ewig im amerikanisch-sprachigen Raum.Zusammengefasst hat Answers keine Daseinsberechtigung mehr und sollte ebenfalls als Nostalgieprodukt betrachtet werden dass bei Google nicht mehr weiter entwickelt wird und somit längst in einer verstaubten Schublade verschwunden ist...Google Catalogs Google Catalogs
Ich wette die meisten von euch wissen nicht einmal was Google Catalogs überhaupt ist. Im Grunde ist Google Book Search für arme. Hier finden sich, wie der Name schon sagt, Kataloge von allen möglichen Firmen, Speisekarten von Restaurants usw. in digitalisierter Form. Diese können jetzt durchsucht oder durchgeblättert werden und danach mit der Firma Kontakt aufgenommen werden. So muss nicht der ganze Papierstapel zu Hause auf dem Schreibtisch liegen.Praktisch mag es ja sein, aber diese paar Kataloge könnten auch in die Buchsuche unter der Kategorie "Kataloge" eingefügt werden und sollten nicht als eigener Service betrieben werden. Die Kontaktaufnahme könnte außerdem gleich über Click to Call realisiert werden, aber auch dies ist nicht möglich.Eine gezielte Suche nach dem beworbenen Produkt bei Froogle ist ebenfalls nicht möglich und man hat somit nicht einmal die Möglichkeit sich anzusehen ob es das Produkt vielleicht irgendwo billiger gibt. Das Potenzial wird also nicht genutzt und das Angebot sollte verschwinden...Google Groups Google Groups
Okay, die Groups sollten nicht verschwinden. Dafür ist das UseNet-Archiv viel zu groß und zu wertvoll. Aber was verschwinden sollte ist die Oberfläche die Groups dem User bietet. Diese muss einmal gründlich renoviert und mit mehr Features ausgestattet werden, denn das ganze wirkt schon ein bißchen träge und alt.Google versucht aktuell zwar durch Profile, Bewertungsfunktion, neuer Startseite und anderem den Groups neues Leben einzuhauchen, auch durch Integration in andere Dienste, aber so wirklich lebhaft will dieser Diskussionkoloss einfach nicht werden. Dafür fehlt noch eine ganze Menge. Ich kann mir vorstellen dass es nicht einfach ist diese Datenmengen geordnet zu präsentieren, aber hey, wofür beschäftigt Google seine tausenden Mitarbeiter? Die bekommen das schon hin...Google Mail Notifier Google Mail Notifier -> Google Notifier
"Nein!, nicht mein Notifier, den liebe ich doch!" wird es jetzt durch die Wohnzimmer schallen .p Ich liebe ihn auch, aber nicht mehr in dem Umfang wie es ihn gibt. Längst wurde er doch durch Google-eigene Software wie Google Talk und Google Desktop ersetzt. Außerdem bietet beispielsweis die Apple-Version Mehr Features die ich als Windowsler auch gerne hätte.Der Google Mail Notifier sollte also eingestellt und sofort durch den Google Notifier ersetzt werden. Zumindest die Erinnerung an Termine aus dem Calendar gehört längst zu so einem Notifier dazu. Und auch hier könnte das Auslaufmodell Google Alerts integriert werden. Aber ich denke dass Google hart dran arbeitet und sich der Google Mail Notifier damit demnächst erledigt hat ;-)Google Pack Google Pack
Mit großem Tamtam wurde das Google Pack eingeführt, aber gebracht hat es uns doch ehrlich gesagt garnix. Die einzigen die davon profitiert haben waren die Softwarehersteller dessen Produkte darin enthalten waren. Doch der Benutzer selbst hat keinen Vorteil durch dieses Pack.Google-eigene Software updatet sich eh fast immer von selbst oder weist den Benuter beim Start darauf hin, also ist das Pack in diesem Fall überflüssig. Und die Software von weiteren Herstellern möchten wir Google-Fans vielleicht garnicht auf dem Rechner haben. Aber vieleicht etwas anderes dass beim Pack garnicht dabei ist, denn der Softwareumfang ist zur Zeit mehr als dünn.Google kann das Pack dazu nützen mit Softwareproduzenten Partnerschaften einzugehen, aber das war es ja dann auch schon wieder. Das Softwareangebot müsste mindestens verhundertfacht werden damit es sich überhaupt lohnt. Und dann sollte noch gespeichert werden welche Software man denn gerne auf jedem seiner PCs hätte. Beim einschalten eines PCs wird dann automatisch alle benötigte Software installiert. Für so etwas würde jeder Administrator eines größeren Netzwerks Google die Füße küssen - aber zur Zeit wohl kaum...Wenn das Pack so bleibt wie es jetzt ist gehört es ganz klar in die Liste der Auslaufmodelle.Google Sets Google Sets
Kann man Google Sets überhaupt als Angebot sehen? Also ich kenne niemanden der es auch nur ein einziges mal praktisch angewendet hat. Die Technik mit der riesigen Datenbank dahinter ist natürlich interessant, aber als eigenständiger Service sollte Sets auf keinen Fall bestehen. Wer es nicht kennt, mit Sets ist es möglich Wörter mit der gleichen oder einer ähnlichen Bedeutung zu suchen.Als Integration in die Websuche wäre Sets sehr interessant, vorallem wenn Google automatisch auch nach den anderen Begriffen suchen würde und so noch bessere Ergebnisse liefern könnte. Aber dies wurde bis heute nicht bewerkstelligt und Sets verweilt seit Ewigkeiten in den Labs. Dort wird es auch sicherlich niemals herauskommen, sondern bis in alle Ewigkeit dort schmoren...Google Transit / Google RideFinder Google Transit</a/> / <img src=
Diese beiden Dienste tun zwar interessante Dinge, aber werden als eigenständiger Service nicht wirklich gebraucht. Google Transit zeigt uns auf wie wir von einem Ort an den anderen kommen, entweder zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Google RideFinder hingegen zeigt wo sich aktuell freie Taxis in der Umgebung befinden. Und Google Maps zeigt Verkehrsinformationen. Vielen Dank, die Verwirrung ist perfekt.Alle 3 Dinge sind natürlich sehr interessant und können vorallem unterwegs auf dem Handydisplay mehr als hilfreich sein. Doch diese 3 Angebote sollten fusionieren und in die Maps integriert werden. Aber nicht standardmäßig, sondern per Klick zuschaltbar - so wie die Overlays bei Google Earth. Dies würde allen Usern sofort zeigen welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen aber sie dennoch nicht mit einer Flut von Informationen überschütten die sie vielleicht garnicht brauchen können.Überhaupt wären Overlays in den Maps eine feine Sache die demnächst integriert werden sollten. Und dabei wären RideFinder und Transit die Zugpferde, sofern sie denn weltweit verfügbar sind, und würden Google Maps zu einem fast unverzichtbarem Tool machen wenn es darum geht einen Kurztrip zu planen. Wenn man dann noch Fahrkarten online kaufen kann ist die Welt wieder perfekt ;-)Aber Transit und RideFinder einzeln und nirgendwo verlinkt? Nein, nein, so geht das nicht...Google Verzeichnis Google Verzeichnis
Ein Verzeichnis des gesamten Internets. Das war der Traum des Yahoo!-Gründers und war auch der erste Baustein im heute riesigen Yahoo!-Netzwerk. Doch das war vor über 10 Jahren, damals war die Idee wenigstens noch halbwegs realistisch aber heute halte ich sie einfach mal für komplett unmöglich. Aber genau dieses Ziel verfolg das Google Verzeichnis, welches von dmoz geliefert wird, noch heute.Doch nachdem das dmoz alt und träge geworden ist und kein Mensch mehr das Internet nach Verzeichnis durchsuchen will ist das Projekt inoffiziell doch schon längst gestorben. Selbst Google vertreibt es nach und nach. wer nutzt schon einen Index bei dem man nach 192 Klicks durch Kategorie-Dschungel vielleicht etwas gefunden hat dass halbwegs den Vorstellungen entspricht, wenn man es mit 1 Klick in wenigen Sekunden per Suchmaschine finden kann? - Niemand.Noch dazu ist so ein Verzeichnis, so lange es nicht dynamisch generiert wird, nicht gerade aktuell und kann neue Seiten erst nach langer Zeit aufnehmen und alte Seiten die seit Jahren offline sind noch immer an erster Stelle listen... Seit bestehen bekam der GWB ca. 10 Besucher durch das dmoz, dies dürfte alles sagen, oder?-- So, damit wäre die Aufzählung der Dienste - und damit für mich eine Menge Schreibarbeit - beendet. Ich weiß dass noch einige fehlen, aber diese habe ich absichtlich außen vor gelassen da sie zur Zeit noch in keinen Rahmen passen und sich erst im Laufe der Zeit profilieren müssen. Eine Übersicht aller Dienste findet ihr hier.Die Artikel-Reihe ist aber natürlich noch längst nicht am Ende und geht morgen frisch und fröhlich mit einer Analyse der derzeitigen Angebote weiter. Also heißt es wieder:Fortsetzung folgt...morgen» Teil 1: Google verändert die Internetwelt » Teil 2: Suche und Kommunikation » Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster » Teil 4: APIs, Helferlein & Software » Teil 6. Der Masterplan - Teil 1 » Teil 7: Der Masterplan - Teil 2 » Teil 8: Was ist Google? » Teil 9: The Internet is not enough
Eine abgewandelte Form des alten neuen [;-)] Google-Designs ist jetzt aufgetaucht. So sind in der neuen Version die rätselhaften grünen Balken wieder verschwunden und die Navigation wurde noch einmal leicht verbessert.Da sowieso noch niemand hinter das Geheimnis dieser grünen Balken gekommen ist, hat Google sie wohl einfach wieder abgeschafft - warum auch nicht, drauf geachtet hat ja eh niemand. Außerdem wird die Möglichkeit zur Suche in weiteren Medien nicht mehr nur oben sondern jetzt auch unten angezeigt. Sehr bedienerfreundlich, denn die meisten werden wohl gleich am anfang oder am Ende einer Seite auf die Idee kommen noch wo anders zu suchen.Neues Design - Oben


Neues Design - Unten

Neues Bildersuche-Design

Neues Image-Design
Außerdem gibt es bei der Bildersuche auch noch eine neue OneBox die ggf. News zu dem gesuchten Begriff anzeigt. Ich konnte das ganze nicht reproduzieren, so dass ich vermute dass auch diese Neuerung wieder nur einem Teil der Googler zugänglich ist.Nachtrag: » Neues Google-Design selbst ansehen[thx to: colafee, Daniel Dwenger]
GWB-Dossier Startseiten-Designs
AdWords
Schon vor einigen Tagen bekam ich eine Antwort von AdWords auf meine eMail-Anfrage anlässlich meines kleinen AdWords-Problems. Die Antwort war nicht gerade befriedigend und lässt mich doch so langsam von dem glauben abfallen dass der Google Support wirklich so gut ist...Ich habe Google von meinem Problemchen in Kenntnis gesetzt und angefragt ob man meine Kampagne denn freischalten kann und mir die Benutzung von Großbuchstaben mitten im Text sowie die Verwendung des Wortes Google zu erlauben. Dies ist nunmal nötig wenn ich diesen Blog hier bewerben möchte.Folgende Antwort bekam ich von Google:
Hallo Herr Minor,vielen Dank für Ihre E-Mail.Ihre Anzeige wurde abgelehnt, weil sie gegen unsere Richtlinie zum Umgang mit Marken verstößt. "Google" ist ein als Marke geschützter Begriff.Bitte entfernen Sie den Markennamen Google aus Ihrem Anzeigentext. Ihre Anzeige wird anschließend zu einer erneuten Prüfung übermittelt.Wie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermerkt ist, behält sich Google das Recht vor zu entscheiden, welche Werbung wir auf unserer Website akzeptieren.Google fühlt sich jedoch ebenso der Meinungsfreiheit verpflichtet. Wir bieten daher einen umfassenden und unzensierten Zugang zu Webinhalten an. Bitte beachten Sie, dass unsere Entscheidungen bezüglich Werbung in keiner Weise unsere Suchergebnisse beeinflussen.Mehr zur Google-Richtlinie zum Umgang mit Marken erfahren Sie unter: http://www.google.de/tm_complaint.htmlZukünftig erhalten Sie auch in der AdWords-Hilfe unter https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE">https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE">https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE schnell Antworten auf viele häufig gestellte Fragen (FAQ). Sie können sich gerne mit uns in Verbindung setzen, falls Sie auf eine Ihrer Fragen in der AdWords-Hilfe keine Antwort finden.Mit freundlichen GrüßenIhr Google AdWords Team
Jaja, vielen Dank Google. Das was da steht wusste ich auch vorher schon, und meine eigentliche Frage wurde nicht wirklich beantwortet. Diese eMail ist niemals von einem Menschen verfasst worden sondern teilweise von einem Algorithmus zusammen gebastelt und vielleicht von einem Mensch der sie geschätzt 1,5 Sekunden gelesen hat abgenickt worden.Dann verzichtet halt auf mein Geld und ich werbe bei der Konkurrenz...Okay, ich will nicht wirklich werben, aber wenn sie alle ihre Kunden so abspeisen dann könnte die Umsatzkurve schnell nach unten gehen. Auch Kleinvieh kann Mist machen.Siehe auch: » Antwort von Google Video
Google Earth
Erstmals ist Google Earth in einem TV-Werbespot aufgetaucht, und zwar bei British Airways. Die bekannte Fluglinie bietet ihren Kunden an, ihre Urlaubsziele vorab mit Google Earth anzusehen und so schon einmal die Gegend zu erkunden und Spaziergänge zu planen. Ein sehr gutes Angebot, welches andere Reiseveranstalter ewig verschlafen haben.Warum so ein Angebot nicht schon eher gemacht wurde kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Schon sehr oft habe ich mir gedacht dass Reiseveranstalter diese neue Möglichkeit doch nutzen sollten, aber gemacht hat es keiner... Ich könnte mir aber vorstellen dass die Konkurrenz jetzt nachzieht. Das ganze ist übrigens keine Partnerschaft zwischen BA und Google, die BA nutzt Earth ohne weitere Verpflichtungen oder sonstige finanzielle Verbundschaften.Angeblich soll dies das erste mal sein dass Google in einer TV-Werbung zu sehen sein soll, aber das dies nicht stimmt wissen wir Google-Fans ja gut genug (1, 2, 3). Und wenn diese Spots tatsächlich nicht im TV liefen, dann kennen wir ja alle die Handy-Werbungen bei denen Google oft als Standardsuchmaschine auf dem Display zu sehen ist und prominent beworben wird.[extradienst, thx to nbwolf]
Google hat schon wieder einen Haufen neuer Domains registriert. Diesmal dreht es sich endlich mal wieder um eine neue Suchfunktion, und zwar eine sehr interessante: Es geht nämlich um die Suche in Archiven. Fragt sich nur welche Archive damit gemeint sind, hat Google etwa Archive über jede Internetseite in seinen Kellergewölben?Hier die Domains: » archivesearchgoogle .com, .net » archivessearchgoogle.com, .net » google-archive-search.com, .net » google-archive.com, .net » google-archives-search.com, .net » google-archives.com, .net » google-archivesearch.com, .net » google-archivessearch.com, .netDas Klingt doch mal wieder sehr interessant oder? Sehen wir uns doch mal Googles inoffizielles Motto an: "Digitalisiere alle Daten auf der Welt, analysiere sie und mache sie durchsuchbar + lösche niemals etwas!." Okay, und wir wissen auch dass Google von fast allen Webseiten eine Cached-Version anbieten kann und uns so auch noch Seiten zeigt die schon lange in den ewigen Jagdgründen verweilen.Was kommt dabei heraus wenn wir die beiden Dinge kombinieren? Richtig, ein riesiges Archiv über das gesamte Internet - gelagert auf den Google-Servern. Vielleicht hat Google tatsächlich seit Jahren seine Archiv-Versionen nicht einfach nur überschrieben sondern nur die alte Version auf einen anderen Server gespeichert. Herauskommen würde dann ein Archiv ala Archive.org's WayBackMachine.Das ganze wäre schon sehr interessant, da archive.com ein Quasi-Monopol hat und doch sehr viele Seiten zum aktuellen Zeitpunkt nie abrufbar sind. Etwas Konkurrenz würde hier nicht schaden, und Google wäre genau der richtige Anbieter für solch einen Service. Doch wenn Google solche Daten tatsächlich hätte, dann könnte ich mir vorstellen dass es auch wieder viele Klagen geben wird... Abwarten was da wieder kommt.[ZDNet-Blog]
GWB-Dossier Domains
Orkut
Nachdem die brasilianischen Behörden ein bißchen Druck gemacht haben bekommen sie nun schlussendlich doch dass was sie möchten, und zwar Userdaten und die Logfiles von allen angeforderten Personenprofilen. Laut Google handelt es sich dabei aber nicht um die gesamten Logfiles.Nicole Wong, bei Google für Orkut zuständig, sagt dazu folgendes:
What they?re asking for is not billions of pages ... In most cases, it?s relatively discrete ? small and narrow.
Das klingt ja in erster Linie beruhigend für alle "normalen" User, aber nur in erster Linie. Wie Nicole selbst sagt "in most cases", das heißt also dass in einigen Fällen auch umfangreichere Daten geliefert werden. So könnten die brasilianischen Behörden schon einiges über ihre User herausfinden.Ich hoffe nur dass die Behörden jetzt auch schnell reagieren und sich nicht die Daten auf einer Festplatte im untersten Kellergeschoß zwischenspeichern und irgendwann mal auswerten wenn sie dafür Zeit finden! In Deutschland wäre dies ja durchaus keine Überraschung... Aber die betreffenden User sind dann natürlich schon über alle Berge.Frage an die Rechtsprofis unter euch: Können die Brasilianer denn auch über die ausländischen Bürger verfügen die bei Orkut ihr Spielchen getrieben haben, oder sind die sicher? Ich habe mal gehört dass es da in manchen Ländern Probleme geben kann und die Perversen ihre Spiele weiter treiben können.[Google Blogoscoped]