Spreadsheets
Na bitte, es geht ja doch. Spreadsheets wird in absehbarer Zeit eine Diagramm-Funktion bekommen, dies hat Garett Rogers nach dem gestrigen Update herausgefunden. Hinweise darauf befinden sich wie immer im Quellcode der Software, es kann also nicht mehr weit von der Veröffentlichung entfernt sein.Eine Tabellenkalkulation ohne Diagrammfunktion ist wirklich nicht sehr viel Wert, das weiß auch Google. Aber das Problem scheint sich ja in ein paar Tagen oder Wochen erledigt zu haben. Hoffentlich hat die Diagramm-Funktion dann auch einen entsprechenden Umfang und Anpassungsmöglichkeiten. Zumindest verschiedene Diagrammarten sollten implementiert werden, aber da vertraue ich Google einfach mal.Entdeckt hat Garett folgende Code-Fragmente:
colInsertAfter:69, undo:71, redo:72, Pc:73, ye:74, newIM:75, mode:81, chartCreate:91, sort:151
t.prototype.lm = function(){ this.activeGrid.jb(q.chartCreate, 0, Q)
Was mir außerdem noch bei Spreadsheets fehlt ist die Auto-vervollständigen-Funktion, die ich bei Excel mehr als lieb gewonnen habe und ohne die ich mit einer Tabellenkalkulation nicht vernünftig arbeiten kann. Wenn ich z.B. eingebe 15.07.2006 und die Zelle dann nach unten ziehe+kopiere will ich dass in der nächste Zeile 16.07.2006 in der übernächsten 17.07.2006 usw. steht.Genauso ist es auch mit dem kopieren von Formeln, das bekommt Excel auch hervorragend hin und passt jede Formel entsprechend der neuen Zeile an. Spreadsheets kann das noch nicht.Aber man kann Google ja weiß Gott nicht vorwerfen sich keine Mühe zu geben. Schließlich liegt Spreadsheets noch in den Windeln, während Excel über 20 Jahre lang gereift ist - so eine lange Zeit holt man eben nicht so schnell nach.» Artikel bei Garett RogersNachtrag: » Workaround: Diagramme in Spreadsheets erstellen
Die tagesschau online hat ein Video- und Text-Dossier über Google zusammengestellt. Dieses besteht hauptsächlich aus dem NDR Zapp Spezial das anfang letzten Monates gesendet wurde. Das ganze besteht aus 29 kurzen, übersichtlichen und doch sehr informativen Kapiteln.Den Anfang macht eine kurze Einführung darüber was Google überhaupt ist und wie es unser Leben in den letzten Jahren verändert hat. Viele Internetneulinge wissen garnicht mehr dass es noch andere Suchmaschinen gibt und Google nicht die erste Firma auf dem Markt war. Es ist so wie das Internet und Microsoft, das hat auch Microsoft erfunden und der Internet Explorer ist das Internet.Oft kommt auch der Autor der Google-Story zu Wort der sich ja durchaus als Google-Experte titulieren darf ;-) Schaut euch dieses Dossier auf jeden Fall mal an, in 10-20 Minuten habt ihr alles durchgesehen und wurdet mit vielen Informationen bombadiert.» Tagesschau Dossier. Google - die Macht einer Suchmaschine[thx to: tibele]
Writely
Ohoh, da haben die Writely-Entwickler aber nicht aufgepasst. Die Zugangsdaten zum eigenen Blog, sofern man sie denn angegeben hat, stehen offensichtlich und unverschlüsselt im Quelltext von Writely. Zwar sind sie nur in der Bearbeitungsansicht zu sehen, aber trotzdem haben sie im Quelltext nichts zu suchen und stellen eine Gefahr da.Der Fehler tritt auf wenn man Writely dazu benutzt Blog-Postings aus der Ferne zu schreiben. Dieses Feature bietet fast jede Blog-Software mittlerweile an und ist schon üblich. Es wird also der Text in Writely geschrieben und formatiert und dann an den Blog gesendet welcher es in der Form automatisch veröffentlicht. Dafür braucht Writely natürlich die Zugangsdaten des Blogs, die man der Software vertrauensvoll gibt.Solche Variablen sollten eigentlich auf dem Server zwischengespeichert werden und nicht im Quelltext und damit für jeden zugänglich der Zugriff auf den Writely-Account hat. Und selbst wenn die Daten aus irgendwelchen technischen Gründen an dieser Stelle gespeichert werden müssten, was aber mehr als unwahrscheinlich ist, könnten sie wenigstens verschlüsselt werden.Ich hoffe dass Writely diesen Fehler schnellstens behebt und nicht noch andere Lecks dieser Art in den Untiefen der Software versteckt hat.» Entdeckung bei Googlified » Screenshot des QuelltextesNachtrag: » Writely entfernt Passwort aus dem Quelltext
Aspirin
Al Scillitani hat in seinem Blog einen offenen Brief an Google AdWords geschrieben in dem er sich darüber Luft macht, dass es ständig Änderungen bei AdWords gibt und man schon bald ein Studium braucht um hier Anzeigen zu schalten. (Kann ich übrigens bestätigen, es dauert wirklich Stunden bis man da durchsieht [Anm. d. Red.]). Er schließt seinen Brief damit, dass er weiterhin versuchen wird mit allen Änderungen mitzuhalten, ABER nur wenn Google ihm eine Packung Kopfschmerztabletten schickt - und er hat sie bekommen.Nur 10 Tage nach der Veröffentlichung dieses Briefs hat er in seinem Briefkasten einen kurzen Brief von Google mitsamt einer Packung Kopfschmerztabletten gefunden :-D Der Brief wurde von Adam Lasnik, aus der Suchabteilung von Google, abgeschickt. Hier der Text:
Dear Al, I hope this helps you keep up with the many AdWords Changes.Regards, Adam LasnikPS - You are reading the "Inside Adwords", right?
» Foto des BriefesDas der Brief wirklich von Google selbst stammt hat Adam nachträglich auch noch einmal per Mail bestätigt. Ich finde das eine wirklich sehr gute Reaktion von Google - damit haben sie sich mal wieder in das rechte Licht gerückt und gezeigt dass die Firma doch ein bißchen anders tickt als alle anderen :-D - zumindest einige Mitarbeiter.Der nächste Brief ist auch schon geplant, in diesem wünscht sich Al ein paar Tage Ferien ;-)» Der offen Brief » Dr. Googles Antwort » Foto des BriefesP.S. An alle Klugscheißer: Ich weiß dass es kein Aspirin war!
Writely Delete
Nach Google Mail hat nun auch Writely endlich einen Delete-Button bekommen. Vorher war die Löschfunktion im "Actions"-Menü versteckt. Dort ist sie zwar immer noch, aber der einzelne Button ist doch sehr viel besser erreichbar. Und was mir bisher nie aufgefallen ist, Writely hat ja auch einen Mülleimer aus dem man versehentlich gelöschte Dokumente wiederherstellen kann - wirklich praktisch ;-)[Googlified]
Microsoft
Na wer bekommt denn da kalte Füße? Doch nicht etwa der größte Softwarekonzern der Welt? Oder wie anders kann man die Kampfansage von Microsofts Betriebsleiter Kevin Turner
Enterprise-Suche ist unser Geschäft, es ist unser Haus und Google wird uns dieses Geschäft nicht nehmen.
verstehen?Microsoft betrachtet die Enterprise-Suche also als sein Geschäft und duldet keine Konkurrenz. Nur schade das die Suche Googles Kerngeschäft ist, und bei Microsoft nur eines von vielen Standbeinen. Weiterhin sagte Turner:
Diesen Leuten wird es nicht erlaubt, uns das Essen vom Teller zu stehlen. Genau das haben sie vor.
Auch andere Firmen wolle Microsoft in den nächsten Monaten mit ein paar neuen Produkten die Marktanteile abjagen, da wären z.B. IBM und Oracle zu nennen. Doch Google scheint so langsam zum Hauptkonkurrenten des Softwarekonzerns zu avancieren und so wird natürlich am meisten gegen die bunte Suchmaschine gewettert und große Töne gespuckt.Bisher hat Google mit seiner Enterprise-Suche keinen nennenswerten Marktanteil, aber das kann ja noch kommen wenn sie mal etwas mehr Geld und Arbeit in diesen Bereich investieren würden. Der Enterprise Search-Markt hat derzeit ein Volumen von 13 Milliarden $, Tendenz steigend - der Kampf wird also noch lange erbittert weiter gehen.Ich finde diesen Streit Google vs. Microsoft immer interessanter. Google dringt in immer mehr Geschäfts von Microsoft vor, neuerlich erst mit Writely und Spreadsheets auf den Office-Markt. Zwar hat Microsoft noch immer eine dominante Stellung auf diesem Markt, aber wer weiß wie der Software-Markt in 5-10 Jahren aussieht. Ich glaube zwar nicht dass Google ihn beherrschen wird, aber Microsoft sicherlich auch nicht - da muss eine neue Firma her :-D[ZDnet.de]