Monat: Juni 2006

Einen neuen Hinweis über eine Erweiterung von Googles Kommunikationsdiensten in Richtung Voice over IP ist in Googles robots.txt aufgetaucht. Die Adresse google.com/call gibt eine XML-Datei mit einer Fehlerbeschreibung aus - existiert also. Können Google Mail und Google Talk bald telefonieren? In der XML-Datei befindet sich lediglich der Fehler 103, was natürlich nicht wirklich viel aussagt. Vielleicht ist es aber auch nur eine Erweiterung von Googles Click-To-Call-Angebot. Bisher war noch nicht wirklich viel über "Google Call" in Erfahrung zu bringen, aber dass dürfte sich in den nächsten Tagen sicherlich ändern ;-) » "Google Call" » robots.txt [ZDnet-Blog]
Click-to-Call, robots.txt

Die Google News sind ab sofort auch auf arabisch verfügbar. Für uns Europäer ist die Seite recht merkwürdig aufgebaut, da sie von rechts nach links gelesen werden muss und auch dementsprechend gehalten ist. Aber immerhin das Wort "Beta" hat Google in "normaler" Schrift gelassen ;-) » Google News Arabic
Käse mit Haaren (3)
Heute kam doch tatsächlich ein Kunde zu mir und fragte mich wo der "Käse mit Haaren" (sic!) ist. Ich habe ihn bisher nicht finden können :-D
Google treibt die Portierung der angebotenen Software auf andere Plattformen und Sprachen intensiv vorran. So ist nun die 3D-Software Google SketchUp auch für den Mac erschienen.
Am 14. März kaufte Google die Softwarefirma SketchUp, die alte bunte Homepage ist verschwunden und wurde an das Google Design, was wir von der Google Earth Homepage gewohnt sind angepasst. Fast genau 3 Monate später gibt nun bereits die auf den Mac portierte Version. In der Zwischenzeit integrierte Google die mit SketchUp konstruierbaren 3D-Modelle in Google Earth und macht sie mit dem 3D-Warehouse suchbar.
SketchUp Downloadseite
[ZDNet]
Die Google Bildbearbeitungssoftware Picasa bietet die Möglickeit sämtliche Bilddaten auf dem PC zu organisieren, suchbar zu machen und, wenn auch sehr eingeschränkt, zu bearbeiten. Viele Nutzer wünschen die Möglichkeit Bilddaten auch hochzuladen, um sie mit anderen in Online Web-Alben zu teilen und ggf. gleich online auf der Webseite zu bearbeiten. Ein Dienst in dieser Richtung kündigt sich mehr und mehr an. In einer speziellen Version werden bereits Uploads in die Social Community Joga ermöglicht und den Export von Bildern in HTML-basierte Alben ist bereits seit längerer Zeit möglich.
Gerüchten nach zu urteilen, die auf Google Domains, Einträgen in robots.txt Dateien und Links auf den Picasa Webseiten basieren, munkeln einige Autoren, dass es sich um einen Flickr-ähnlichen Dienst handelt, auf dem Bilddaten belibig austauschbar, natürlich suchbar und vielleicht auch bearbeitbar gemacht werden. Wir dürfen also gespannt sein, an was Google da bastelt. Spätestens nach dem Sommer müssen wir ja irgendwohin mit unseren Urlaubsfotos ;-)
» Foto-Upload von Google Picasa
[ZDNet, Google Blogscoped, picasaweb.google.com]
Wie bereits zum 1. Geburtstag von Google Earth verkündet wurde, gibt weitere Änderungen außer der Veröffentlichung eines Softwareupdates. Das ganze Projekt wurde vergrößert. Damit bekommt nun auch die Maps API neue Funktionen.
Basierend auf Adressen liefert die API die Position zurück, womit sich Daten aus Adressdatenbanken nun auf Maps Plugins für jede Webseite visualisieren lassen.
In KML-Dateien verpackte Daten können nun ohne nachzudenken in eigene Karten übernommen werden, was die Implementierung vieler Anwendungen erleichtet. Denkbar auf dieser Basis sind Feeds, auf denen alle Orte angezeigt, aber Daten erst bei Bedarf abgerufen werden.
[Google Blogscoped]
APIs
APIs
Eigentlich hätten wir es alle wissen können, dass heute ein Versionsupdate für Google Earth fällig ist, denn Google Earth hat Geburtstag. Da ich das ganze schon vorher von Keyhole her kannte, kommt mir das irgendwie alles schon viel länger vor, aber das ist eben auch die Schnellebigkeit des Internets. Neben dem Update der Software hat sich viel getan beim Google Earth Projekt.
Nicht nur die Veröffentlichung der Software für 3 Plattformen (ganz neu für Linux) und 5 Sprachen revolutionär, nein. Das ganze ist unter auch außer per Webinterface auf maps.google.de auch auf dem Handy verfügbar. Doch auch unter der Haube hat sich viel getan:
20% der globalen Landfläche wird nun mit hochauflösenden Bildern abgedeckt, was eine Vervierfachung des Datenumfangs bedeutet. Außerderm kündigte Google an, diese Qualitätsverbesserung bald auch für Google Maps nachzuziehen. Schätzungsweise sind damit etwa zwei Milliarden Häuser erkennbar, womit nach Google eigenen Schätzungen etwa ein Drittel der Weltbevölkerung das eigene Haus in hoher Auflösung wiederfinden wird.
Es ist nun möglich die in KML-Dateien gespeicherten Punkte auf der Landkarte in Google Maps anzusehen. Damit lassen sich außer Positionen auch zusätzliche Daten wie z.B. Urlaubsbilder direkt auf der Google Maps Seite darstellen.
Geocoding ermöglicht die Abfrage von Koordinaten zu einer angegebenen Adresse, um sie dann z.B, in Mashups direkt auf Karten anzeigen zu können. Das ganze sollte ab heute freigeschlatet werden, ließ sich jedoch jetzt um 2 Uhr MESZ noch nicht erfolgreich testen.
Maps for Enterprises soll Firmen den Kartendienst Maps in individualisierter Form verfügbar machen. Sozusagen ein performantes Maps-Mashup für den industriellen Einsatz. Etwa so, wie auf dieser Beispielseite könnte das ganze dann aussehen.
Nach der Aquisition von SketchUp werden auch komplexere 3D-Modelle von Gebäuden integriert und über das 3D-Warehouse suchbar gemacht.
Put your Business on the map - Official Google Enterprise Blog
[Official Google Blog, ProgrammableWeb.com]
Google veröffentlichte das lang erwartete Update von Google Earth. Komplett auf deutsch und auch für Linux und Mac. Auch die Webseite für den Download gibt es auch bereits auf deutsch.
Was zuerst auffällt ist das veränderte Design. Alles ist viel kompakter und übersichtlicher geworden, dafür aber auch weniger bunt. Am praktischsten fällt der Suchschlitz unter dem Menü auf, der sichtbar bleibt, wenn man die Seitenleiste ausblendet. Statt eigenwillig bunter Menüs ist nun alles wieder gewohnt Windows-Grau.
Der erste Eindruck vermittelt eine deutlich schnellere Performance. Die Feature Liste verrät, dass aber nun auch mehr zu sehen bekommt. Nicht nur der zentrale Bereich wird hoch aufgelöst dargestellt, sondern die gesamte Bildfläche. Gebäude können nun auch Texturen haben, was wohl der Aquisition von SketchUp zu verdanken ist. Die Geländedarstellung wurde verbessert, sodass Berge und Täler jetzt realistischer wirken, was sich vor allem an steilen Berhängen positiv bemerkbar macht. Das freut doch die Alpenurlauber wie mich ;-) Jetzt sollen die mal nur noch in höheren Auflösungen sichtbar werden, bis es Einbrüche in der Tourismusindustrie gibt, weil alle zuhause das virtuellen Bergpanorama bestaunen.
Besondere Punkte aus dem Ebenenmenü, wie Parks, öffentliche Einrichtungen, Firmen usw. lassen sich auch endlich für Deutschland anzeigen. Eine wichtige Funktion, denn so lassen sich nun alle interessanten in einer Gegend vorhandenen Orte anzeigen, ohne eine explizite Suche dafür starten zu müssen. Schulen, Apotheken, Polizeistationen, Feuerwehr und sogar der Supermarkt um die Ecke alles inclusive Adresse und Telefonnummer. So lernen wir unsere Umgebung besser kennen als es je mit einer Landkarte möglich gewesen wäre.
Die Navigationselemente sind nun oben rechts eingeblendet und verschwinden sobald man sie nicht mehr benutzt, um den Platz für freie Sicht von oben zu öffnen. Mittendrin ein niedlicher Joystick, mit dem man die Ansicht verschieben kann
Außerdem ist Google Earth jetzt neben Englisch und Deutsch auch in Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar.
» Download Google Earth Beta 4 für Windows
Die Liste der neuen Funktionen aus den Release-Notes:
Allgemein:
- 3D-Modelle mit Texturen (Collada)
- Navigator-Schnittstelle (oben rechts in der 3D-Ansicht)
- Diagonale Navigation (Aufwärtspfeil + Linkspfeil gleichzeitig)
- Kontrollkästchen mit drei Zuständen
- Bilder in hoher Qualität auf dem gesamten Bildschirm
- Ordner im "Optionsschaltflächenstil" (immer nur ein Element des Ordners ist aktiv)
- Verborgene Ordner
- Gebietsbasiertes Laden (Detailstufe)
- Netzwerk-Links beachten den HTTP-Expire-Header (Gültigkeitsablauf von HTML-Seiten)
- KML-Aktualisierungsmechanismus
- Lokalisierte Versionen in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch
- Ansichten für alle, wichtige oder aktivierte Ebenen, verborgene Ordner
- Lokalisierte Ebenen
- Symbolleiste (ersetzt das Navigationsfenster, das früher unten in der 3D-Ansicht angezeigt wurde)
- Menüs: Menübefehle wurden neu angeordnet und erhielten neue Namen und Tastenkombinationen
- Unterstützung mehrerer Server ("Datei -> Datenbank hinzufügen...", geben Sie anschließend "stream.keyhole.com" ein und nehmen Sie Anpassungen im Fenster "Ebenen" vor.)
- Verbesserte Meldungen bei Anmeldeproblemen
Mac:
- Plus- und Pro-Versionen für den Mac
- AppleScript (wurde bereits in Version v3.1.621 auf dem Mac eingeführt)
- Universal Binary (PowerPC und Intel)
Linux:
- Nativer Client!
[ZDNet (waren langsamer als wir), ]
Nachdem Picasa mithilfe von Wine für Linux fit gemacht wurde folgt nun mit der Veröffentlichung der Google Earth Beta 4 auch Google Earth für Linux.
Wie fast alles bei Google natürlich erst mal wieder testweise als Beta Version. Der Download ist über 16 MB groß.
Download Google Earth für Linux

Es gibt mal wieder Spekulationen über zukünftige Google-Dienste von denen wir jetzt noch garnicht zu Träumen wagen. Und zwar handelt es sich dabei um SSD, RS2 & MDC! Sind alle Klarheiten beseitigt? Wunderbar ;-) Die Namen dieser vermeintlichen neuen Services dürften wohl nur die Abkürzungen für das fertige Produkt oder für den Codenamen unter dem sie entwickelt werden sein. Herausgefunden wurde die Existenz dieser Services von einem User der einfach ein bißchen mit dem Pfad von Googles Login-Page gespielt hat. Bei jeder dieser 3 Abkürzungen wurde die Login-Seite angezeigt, bei allen anderen kommt eine Error-Meldung. Das bedeutet schonmal, dass Google irgendwas bastelt, doch was könnte das nun alles sein? Garett Rogers von ZDNet hat ein paar Vermutungen geäußert: SSD SSD könnte Simple Storefront Distribution bedeuten und könnte ein Web-Content System sein, welches es möglich macht komplette Kataloge mit anderen zu teilen. Was das genau bedeutet weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Laut Garett gehört dieses Projekt zu dieser Seite » Login-Page: SSD RS2 RS2 könnte Remote Storage heißen und ist laut Garett mal wieder ein Hinweis auf das vielgewünschte-und-nie-erschienene GDrive » Login-Page: RS2 MDC MDC steht ganz sicher für Mobile Download Console, da dies auch auf der Login-Page als kompletter Name erscheint. Es wurde eine Verbindung zu Google Base gefunden, doch was dies bedeuten könnte kann sich bisher keiner vorstellen. Auf jeden Fall irgendetwas im zukunftsträchtigen mobilen Markt. » Login-Page: MDC -- Vielleicht sind einige dieser Dienste ja auch garnicht von Google und stehen schon mit Partnerfirmen in Verbindung, schließlich gab es schon einige Hinweise auf einen Accountdienst von Google - lassen wir uns überraschen, wie immer... » Artikel im ZDNet-Blog
Dass das letzte Geschäftsjahr für Google nicht gerade schlecht gelaufen ist, dürfte jedem klar sein, doch dass die Firma mit den bunten Buchstaben auch einen gewaltigen Sprung in der Liste der größten Unternehmen der Welt gemacht hat, hätte ich so nicht erwartet.
Und zwar ging dieser Sprung vom Vorjahreswert auf Platz 279 um ganze 219 Stufen nach oben auf Platz 60. Das heißt konkret, dass Google die 60st-größte Firma der Welt ist. Dafür dass sie erst vor ca. 10 Jahren gegründet wurde ist dass ja mal kein schlechter Wert oder? ;-)
» Top500 der größten Firmen der Welt
[heise]
Time in Germany (562.000.000)
Falls man sich mal wieder im Ausland aufhält sollte man schon wissen wie spät es ist, Google hilft nun dabei!
Current local time: 6:00 PM on Monday, June 12
Nach Flugverbindungen, Musikdetails und Fußball-Ergebnissen kann Googles OneBox nun auch die aktuellen Ortszeiten aller Länder der Welt anzeigen, und zwar komplett mit Datum und der minutengenauen Uhrzeit.
Das ganze funktioniert bisher nur mit Ländernamen, sollte aber demnächst auch mit Städtenamen funktionieren - falls man nicht weiß in welchem Land sich eine Stadt befindet. Außerdem ist das ganze mal wieder nur in der amerikanischen Google-Version integriert und schweigt sich bei deutschen Suchanfragen leider schön aus.
Das ist mal wieder ein schönes Beispiel für die Nützlichkeit dieser doch recht unauffälligen OneBoxen. Zwar bieten sie nur zu einem kleinen Themenkreis Informationen an, aber manchmal sind es natürlich genau die Informationen die man gesucht hat - und verkürzen damit die Suchzeit enorm.
Siehe auch
» Umfangreiche Google Taschenrechner-Beschreibung
» Time in Germany
» Time in Vatican
» Time in Japan
[Google Blogoscoped]

Den Erfolg von Google Video zeigte die Blog-Suchmaschine Technorati am Sonntag an. Aus irgendeinem Grund hat es Googles Videodienst auf Platz #1 der Technorati-Blog-Charts geschafft, und zwar mit mehreren hunderttausend Verlinkungen in den letzten Tagen. Wahrscheinlich hat irgendein User sich bei Technorati angemeldet und angegeben dass sein Blog die Adresse http://video.google.com hätte, und Technorati hat dies unwissentlich freigeschaltet und Googles Website so als Blog angesehen und brav die Verlinkungen gezählt. Das ist zumindest die einzigste Erklärung die mir dazu einfällt... » Technorati-Blog-Charts