Die ersten Berichte vom ersten Tag der Google Zeitgeist Konferenz nördlich von London treffen ein. Ein kleines Video von channel4 und ein Interview mit Larry Page:Larry Page erwähnt, daß sie Suchmaschine von morgen durch künstliche Intelligenz "verstehen" wird was wir meinen und uns die gewünschte Information liefern kann. Eric Schmidt führt an, daß sich die US-Regierung in der China Frage 1973 nicht anders verhielt als Google heute. Weitere Statements zu China und Google Mail mit Bildern von der Google Zeitgeist im Video.Quellen: Channel4, IWR Blog, The Independent, Times
Nach einigen Interviews mit Marissa Mayer gibt es nun auch mal wieder eines mit Google-Chef Eric Schmidt, am Rande des Zeitgeist Europa Gipfels für CNBC. Hier eine kleine Übersetung des Inhalts:Frage: Gibt es einen "Plan B" von dem das Wachstum von nun an kommt ? Eric Schmidt: Ich weiß nicht ob es einen Plan B abgesehen von kontextbezogener Werbung gibt. Googles Geschäftsmodell ist kontextbezogene Werbung und wenn man die Größe des Werbemarktes bedenkt macht die Werbung im Internet, die bisher nur zur Hälfte ausgeschöpft wird, nur einen kleinen Anteil aus. Es gibt heutzutage noch viele Industrien in denen Werbung nicht kontextbezogen betrieben wird. Wir wissen nicht ob eine Person die Werbung wahrgenommen hat und ob es die richtige war. Google als Technologieunternhmen automatisiert diese Werbung.Frage: Es scheint noch ein kleiner Anteil am gesamten Werbemarkt zu sein. Wohin wird es sich in den nächsten Jahren entwicken ? Eric Schmidt: Es scheint sich etwa jedes Jahr zu verdoppeln, obwohl man dabei aufpassen muß, daß das natürlich irgendwann ein Ende haben wird. Aufrund des rapiden Wachstums des Internetwerbemarktes schätze ich den Anteil den wir erreichen können auf etwa 20% des weltweiten Werbemarkts, momentan sind es etwa 6%.Frage: Google bringt viele zusätzliche Dienste, ist es ihr Ziel Google zu einem Portal zu machen ? Eric Schmidt: Das hängt davon ab, was Sie unter einem Portal verstehen. Viele Menschen benutzten dieses Wort, aber meinen damit verschiedene Dinge. Wir möchten die Menschen so schnell wie möglich zur Information bringen. Viele Informationen sind persönlich und viele dieser Informationen sind suchbar. Also, wenn wir über Suche in einem breiten Kontext reden, meinen wir nicht nur die Information der Welt, sondern auch ihre persönliche Information.Frage: Na das klingt ja aber schon sehr nach Portal Eric Schmidt: Ja, das ist die Art wie Portale funktionierten, bevor sie spezialisierte Inhalte bekommen. Das ursprüngliche Portal ist ein einfaches Fenster, über das diese spezialisierte Information angeboten wird. In der Tat, Google wird das tun und das auch besonders gut.Frage: Ihre Konkurrenten sind nicht unbedingt nur andere Suchmaschinen, es sind auch Portale. Eric Schmidt: Wir konkurrieren nicht mit Unternehmen, die Inhalte anbieten, weil wir selbt gar keine Inhalte produzieren, sondern bringen den Endanwender so schnell wie es geht zu den Inhalten und Inhalteanbietern, die er benötigt. Das interessante ist, wenn wir das Inhaltsanbietern erklären, sind sie begeistert, weil sie mehr Besucher bekommen und davon profitieren. Sie schalten auf ihren Seiten Werbung und werden zu Partnern.Frage: CNET fand im letzten Jahr sehr viel über Sie persönlich heraus und sie waren darüber erzürnt und verhingen eine Nachrichtensperre. Ist das nicht scheinheilig ? Eric Schmidt: Es gibt einen unterschied zwischen der reinen Verfügbarkeit von Information und der Veröffentlichung. Die Tatsache, daß man überall private Informationen finden kann, bedeutet nicht daß sie jeder herumpublizieren sollte. Auf jeden Fall arbeien wir inzwischen wieder sehr gut mit CNet zusammen.Anmerkung (aus ResourceShelf): Die Google/CNet Geschichte ist schon eine Weile her, doch es erscheintmerkwürdig, daß eine normale Nachrichtenorganisationm wie CNet Probleme bekommet, wenn sie öffentliche Informationen über eine in der Öffentlichkeit stehende Person verwendet. Wenn die Öffentlichkeit nur wüßte, was alles über sie in speziellen Datenbanken leicht verfügbar ist.Zum 2. TeilLetztens musste Microsoft Chef noch zugeben mußte, daß er die Internetwerbung unterschätze. Zum Eingang des Videos folgt dann allerdings ein Statement von Bill Gates, der Google davor warnt Microsoft nicht zu unterschätzen und scheint die Schlacht damit zu eröffnen. Wie immer schon geht er auf Konfrontation wo Google gar keine Angriffsfläche sieht.Bill Gates: Wir nehmen sie ernst, um uns zu verbessern. Durch die intensive Konkurrenz in diesem Geschäft macht es Spaß. Das ist vielleicht einer der seltenen Fälle, in denen wir einfach unterschätzt werden.Google and Microsoft Frage: Unterschätzt Google Microsoft? Eric Schmidt: Wir konzentrieren uns auf unsere Mission. Wettbewerb ist sehr gesund. Was die Menschen vergessen ist, daß dies ein viel weiteres Feld ist als z.B. die IT Industrie. Auch viele unterschiedliche Ansätze können erfolreich sein. Wir denken, daß unsere Strategie besonders erfolgreich sein wird und es kann sein, daß Strategien unserer Konkurrenten ebenfalls erfolgreich sein werden, zumindest für eine Weile. Ich denke also nicht, daß es ein Nullsummenspiel wird.Über ein Eintritt von Microsoft in den Suchmarkt Eric Schmidt: Sie müssen zuerst auf einem Mart sein und Microsoft muß erst einmal konkurrenzfähige Produkte in den Markt bringen. Aber wir werden in der Zwischenzeit nicht still stehen.Über Asien Frage: 2/3 der Erdbevölkerung spricht andere Sprachen als Englisch, ihre Position in Europa ist außerordentlich stark. Dies gilt allerdings nicht für Asien. Was ist ihre Strategie um diesen Markt zu knacken? Eric Schmidt: Wir sind auf dem asiatischen Markt präsent. Allerdings sind die lokalen Konkurrenten nicht so freundlich wie die europäischen. Daher bauen wir marktspezifische Produkte, die spezielle und bessere Dinge machen werden als lokale Konkurrenten. Diese befinden sich bereits in der Entwicklung.Frage: Google wollte Baidu.com komplett aufkaufen, doch die wollten nicht verkaufen, was ist der Plan B ? Eric Schmidt: Wir kommtieren diesen Vorgang nicht. Dazu sage ich nur, der chinesiche Markt ist brandneu und wächst übrigens sehr schnell. Neue Produkte werden uns einen größeren Marktanteil verschaffen. Auf der langen Sicht ist Asien für uns die größte Chance. Doch wir benötigen nicht nur ein gutes Produkt, sondern auch Bandbreiten und überhaupt den Zugang der Menschen zum Internet und generelle politische und logistiche Vorraussetzungen wie 24-Stunden-Versand für das Funktionieren von e-commerce.Zum Klickbetrug Frage: Bisher bezeichnete Google Klickbetrug als kein substanzielles Problem. Nun zahlte das Unternehmen bereits 90 Millionen US-Dollar an Abfindungen. Eric Schmidt: Es ist in der Tat kein substanzielles Problem. Es ist ein Kampf zwischen neuen Innovatoren und unseren Technikern, die dagenen ankämpfen. Aber wir haben Klickbetrug unter Kontrolle. Diese spezielle Klage wurde aufgrund einiger historischer Angelegenheiten erhofen. Es waren sehr spezielle Gründe, aber es war keine generelle Sicht unserer Position in dieser Sache.Interview Video Teil 1 Interview Video Teil 2Quellen: Gary, SearchEngineWatch, Interview-Text
Die Financial Times berichtet, die größte online Community MySpace mit etwa 80 Millionen Mitgliedern steht in Kooperationsverhandlungen mit Google und Microsoft. Auf Reaktion auf die Nachricht steht die Aktie knapp 3 Prozent im Plus.Das große schnell wachsende Social-Network such einen Weg zur besseren Finanzierung mit such- und kontextbasierter Werbung und möchte eine eigene Suche für das Internet direkt auf der eigenen Seite anbieten. Yahoo ist an der Kooperation weniger interessiert, vermutlich weil das Unternehmen eigenen Lösungen keine zusätzliche Konkurrenz machen will.Bleibt abzuwarten, ob das Ergebnis der Verhandlungen vielleicht sogar eine Fusion entstehen läßt, die entweder mit Orkut oder Friendster (Duplikate ausgeschlossen) ein System mit rund 100 Millionen Nutzern hervorbringen könnte.Quelle: Financial Times, SearchengineWatch, Liste von Social-Networks in der englichen Wikipedia
Die NASA arbeitet schon seit einiger Zeit aus den verschiedensten Gründen mit Google zusammen und hat am 28.September 2005 ein Abkommen veraschiedet, in denen die gemeinsamen Ziele proklamiert werden. Insgesamt gilt es ungefährt 50 Terrabyte Rohdaten von frühreren NASA Projekten zu ordnen und verfügbar zu machen und eine Plattform für neue Projekte zu schaffen. Insgesamt sind Daten aus dem Bereich der Astronomie in Größenordnungen um die Petabye teilweise sogar bereits online verfügbar. Entfernung vom Googleplex zur NASAHier eine Reihe von Gründen für die Zusammenarbeit: 1. Das Ames Research Center der NASA liegt und ein Katzensprung vom Googleplex entfernt (siehe Bild) 2. Die NASA hat sehr viele Daten, die Google suchbar machen kann (50 Terrabyte und mehr) 3. Der NASA stehen öffentliche Finanzmittel zur Verfügung, an denen Google gern etwas mitverdienen will 4. Google hat bereits viele NASA Mitarbeiter abgeworben, die nun für Suchprojekte im Googleplex arbeiten (z.B. Peter Norvig) Klar, daß diese Mitarbeiter alte Kontakte und Projekte pflegen und die Google Expertise zurückfließen lassen.Für Projekte, wie die Reise zum Mond und später auch den Mars baut Google für die NASA eine Plattform, die alle Informationen vergangener und zukünftiger NASA Projekte im Internet verfügbar machen soll. Bisherige Äußerungen lassen darauf schließen, daß eine breite Öffentlichkeit möglichst viele Daten zu Gesicht bekomm sollen, was andeutet, daß moon.google.com und mars.google.com nur der Anfang waren.Direkt auf dem Gelände des Ames Research Center hat Google einen eigenen Bürokomplex (Komplex, nicht einzelnes Gebäude) errichtet, in dem Google Mitarbeiter direkt an der Quelle der Daten mitarbeiten.Unter Umständen entsteht eine Vereinigung von Word-Wind und dem Google Earth Projekt. Zumindest kam die Forderung nach einer Google Earth ähnlichen Ansicht für den Mond auf, was aufgrund der Datenfülle mehr beteuten muß als bisher unter moon.google.com verfügbar ist.Über die Vorhaben der Kooperation berichtet Dr. Jennifer Heldmann in einem Google Techtalk.Warum erst heute ein Bericht im GoogleWatchBlog, wenn das doch schon im September 2005 bekannt war ? 1. Der Techtalk wurde erst am 27. April 2006 online gestellt 2. Stefan postet erst seit kurzem im GoogleWatchBlog ;-) Unterzechnung des AbkommensQuellen: heise online, Memorandum, NASA-Pressemeldung, Pressemeldung MeruryNews.com
Zur Unterstützung von Jens werde ich in Zukunft in Zeiten seiner Abewesenheit zusätzliche Beiträge posten. Ich bin Informatikstudent am Institut für Informatik der Freien Universität Berlin mit den Schwerpunkten Softwaretechnik, künstliche Intelligenz und maschinelle Sprachverarbeitung. In meinem Studienverlauf belegte ich außerdem die Fächer Physik, Publizistik und Computerrecht und habe ein abgeschlossenes Grundstudium der Betriebswirtschaftslehre. Neben meinem Studium war ich bisher 3 Jahre in Wirtschaft und Wissenschaft beschäftigt und schließe in Kürze mein Studium ab.Die IT Welt vervolgte ich schon bevor es in Deutschland Flatrates es gab. Google ist für mich nur ein Baustein in der Verbesserung von Organisation, Verfügbarkeit und Benutzbarkeit moderner Computergestützer Systeme. Denn von der Vision eine allgegenwärtige Präsenz des Internets wie z.B. in Star Trek (der LCARS Computer) sind wir immer noch sehr weit entfernt. Vor allem wenn wir uns nicht an einem PC befinden, sondern mobil unser Leben führen.Google ist zumindest momentan aufgrund seiner Dynamik und Ausrichtung einer der wichtigsten Bausteine zur Verbesserung der IT Welt. Kaum ein anderes Unternehmen vergleichbarer Größe hat einen solchen Innovationstrieb und vergleichbar schnelle Produktzyklen, vom Börsenwert gar nicht gesprochen. Der Hype ist mit dem Aufstieg von Microsoft vergleichbar, verläuft nur doppelt so schnell. Ich möchte während meines Studiums meine Expertise und meinen Informationsvorsprung der interessierten Community zur Verfügung stellen und Kontakte in die IT Welt knüpfen. Ich freue mich über jede Mail mit Hinweisen und Kooperationsangeboten. Meldet Euch bei mir. Viel Spaß weiterhin im Google Watch Blog.Meine Webseite: stefan.zwierlein.de Mein privater Blog: zwierlein.blogspot.com
Wie aufgrund von Aquisitionen schon zu vermuten war erweitert Google das Adwords Angebot um neue Formate. Zuerst sind Werbevideos an der Reihe, später kommt auch so etwas wie Radiowerbung dazu. Bisher wurden außer Textbotschaften nur Flash-Filme und Bildbanner unterstützt.Wieder mal startet Google einen neuen Dienst erst ohne Europa. Wann es in Deutschland soweit ist nannte Google noch nicht, doch in den kommenden Tagen sollen erst einmal AdWords Kunden in den USA, Kanada und Japan in der Lage sein Werbevideos für Werbung auf AdSense Seiten hochzuladen. Direkt auf den Google Seiten werden die Werbefilmchen also nicht zu sehen sein.Der Surfer wird dann ein Vorschaubild des Videos zu sehen bekommen, was er anklicken muß, um das Video sehen zu können. Das heißt die Benutzer werden nicht mit einer unaufgeforderten Reizüberflutung belästigt.Der Werbekunde kann zur Abrechnung zwischen dem CPC- und CPM-System wählen. Kampagnen lassen sich auf bestimmte Sites oder nach Schlüsselwörtern ausrichten und nach geographischen Kriterien lenken.Auch von eBay hört man, daß ein ähnliches auktionsbasiertes System für TV Werbung kommen soll.» Ankündigung im AdWords-Blog[Golem, gOS, Search Engine Watch Blog, Reuters]