In wenigen Tagen wird YouTube eine der ältesten Funktionen der Plattform einstellen, die gerade in den Anfangsjahren rege genutzt worden ist: Das direkte Aufnehmen eines Videos per Webcam innerhalb der Plattform. Am 16. Januar 2016 ist nun Schluss damit und die Videos müssen wieder über den klassischen Weg hochgeladen werden. YouTube nennt gleich zwei Gründe für die Einstellung, die beide sehr gut nachvollziehbar sind.
Trotz der Möglichkeit vieler Social Networks, eigene Videos hochladen zu können, ist YouTube noch immer die weltweit größte Videoplattform. Viele virale Videos sind auf der Plattform gehostet und werden durch diverse Verlinkungen bei Facebook, twitter oder auch Reddit erst verteilt bzw. bekannt gemacht. Jetzt hat auch YouTube eine neue Sektion auf der eigenen Plattform angekündigt, in der aktuell beliebte Videos aufgelistet werden. Dieser Trending Tab ist sowohl auf dem Desktop als auch in den mobilen Apps enthalten.
Als weltweit größtes Videoportal hat YouTube eigentlich eine ziemlich komfortable Position im Markt und besitzt mit den YouTube-Stars wahre Besuchermagneten. Doch im Bereich der professionellen Videos und Filme sieht YouTube langsam seine Felle davon schwimmen und hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon & Co. lange Zeit tatenlos zugesehen. Jetzt möchte man ebenfalls in diesen Markt einsteigen und ist aktuell mit Filmstudios und TV-Produzenten in Verhandlungen, um exklusive Inhalte auf die Plattform zu bringen.
Wer des öfteren YouTube-Videos hochlädt, wird wohl auch schon damit konfrontiert gewesen sein, dass ein Video plötzlich gesperrt wird und nicht mehr verfügbar ist. Das kann diverse Gründe haben, die oftmals gar nicht mit böser Absicht geschehen sind. Auf jeden Fall ist es sehr ärgerlich für den Ersteller des Videos und natürlich auch für die gesamte YouTube-Community, wenn man ständig Links zu nicht mehr verfügbaren Videos bekommt. In den USA hat YouTube nun ein Programm gestartet, dass zumindest eine ganz spezielle Gruppe von Videos davor schützen soll.
Schon vor einiger Zeit hat YouTube das Thema Musik für sich entdeckt und hatte mit YouTube Music Key schon einmal einen kostenpflichtigen Abo-Service für Musik gestartet. Vor einigen Wochen hat man das ganze Programm dann mit dem Start von YouTube Red deutlich ausgebaut - und jetzt kommt eine eigene App für Musikvideos auf der Videoplattform. YouTube Music kann ab sofort heruntergeladen und genutzt werden.
Mit der Initiative unter der Bezeichnung "Project Butter" hatte Google vor einigen Jahren begonnen, die Benutzeroberfläche von Android zu verbessern und Animationen flüssiger und weicher wirken zu lassen - eben wie Butter. Schon vor einigen Monaten haben sich auch die Entwickler von YouTube und Chrome diesen Projekttitel geschnappt und ihrerseits ebenfalls die Zusammenarbeit zwischen der Videoplattform und dem Browser verbessert. Laut den Entwicklern sollen Videos in den aktuellen Chrome-Versionen nun deutlich flüssiger ablaufen als bisher.
YouTube arbeitet schon seit längerer Zeit daran, dass Videos nicht mehr nur rein linear und in 2D ablaufen und hat unter anderem Anfang des Jahres die 360 Grad-Videos eingeführt. Jetzt geht man den nächsten Schritt und ermöglicht ab sofort auch das Abspielen von Virtual Reality-Videos mit der Smartphone-App. Außerdem gibt es nun endlich eine vollwertige Unterstützung des Google Cardboard, mit dem diese Videos noch komfortabler angesehen werden können.
Vor einem Jahr hat YouTube mit Music Key ein erstes breit angelegtes Abo-Modell gestartet, bei dem der zahlende Nutzer für 9,99 Dollar pro Monat unbegrenzten Zugriff auf Musikvideos hat und noch einige weitere Extras geboten bekommt. Doch dabei hat es sich offenbar erst einmal nur um einen Testballon gehandelt, denn jetzt wurde das neue Abo-Modell YouTube Red vorgestellt. Diese beinhaltet sowohl das bisherige Music Key und weitet dessen Vorteile auf die gesamte Plattform aus: Keine Werbung, Offline-Videos und Abspielen im Hintergrund.