Der Kampf um die Umsetzung des Leistungsschutzrechts zwischen Google und einigen deutschen Verlagen bzw. der VG Media, die eben diese vertritt, hat nun vorerst ein schnelles Ende gefunden: Nachdem Google die Daumenschrauben stärker angezogen und mit einer deutlich reduzierten Listung der News-Ergebnisse gedroht hat, sind die Verlage nun eingeknickt und haben kurz vor Ablauf eine Einigung erzielt.
Seit der Einführung des Leistungsschutzrechts liegt Google mit der VG Media darüber im Clinch, ob die Inhalte der vertrenden Verlage in den Suchergebnissen und den Google News auftauchen sollen oder nicht. Da Google zu keiner Zahlung bereit ist, hat man einfach von jedem Verlag eine Zustimmung eingeholt, die die Weiterlistung ohne Entgelt fortführt. Jetzt hat man damit begonnen, die Inhalte der rebellischen Verlage stark zurückzufahren.
Google hat mittlerweile für so ziemlich jedes Web-Angebot eine eigene App für Android & iOS veröffentlicht, doch für die Google News gab es eigentlich seit Jahren keine wirkliche Alternative zur mobilen Web-Version. Jetzt wurde das "Genie Widget", wie es schon seit einigen Jahren auf Nexus-Geräten vorinstalliert ist, von Grund auf neu designt und in die "Google News & Weather"-App umbenannt. Und diese wird ihrem Namen nun endlich gerecht und bringt die Schlagzeilen und das Wetter direkt auf das Smartphone.
Mitte Juni hat die VG Media eine Klage beim Bundeskartellamt gegen Google eingebracht und wollte das Unternehmen auf Grundlage des Leistungsschutzrechts zur Zahlung für die Nutzung von Text-Auszügen in den Suchergebnissen zwingen. Das Kartellamt hat diese Beschwerde nun abgeschmettert und hat dem Verband sogar mit Konsequenzen bei weiteren Vorgehen gedroht.
Die Google News waren in der Vergangenheit sehr gut darin, eine Webseite als News-Portal zu identifizieren und diese dann entsprechend in den eigenen Nachrichten-Aggregator aufzunehmen. Da sich im Laufe der Zeit dort immer mehr Quellen angesammelt haben, stellt Google den Webmastern nun in der US-Version eine Möglichkeit zur Verfügung, den News mehr Informationen über das eigene Portal und die Artikel zu geben.
Vor wenigen Tagen hat die VG Media Klage gegen Google eingereicht und möchte auf Grundlage des Leistungsschutzrechts nun endlich Geld vom Unternehmen sehen. Google hat sich von dieser Klage und anderen Drohungen bisher völlig unbeeindruckt gezeigt, und hat mit Auslistung aller Quellen und Verlage gedroht, die Geld für Snippets verlangen. Doch ganz so einfach will man sich von Google nicht abspeisen lassen und hat nun eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht.
Im März vergangenen Jahres wurde in Deutschland das Leistungsschutzrecht beschlossen, das ab dem 1. August 2013 in Kraft getreten ist. Die befürchtete große Klagewelle der Verlage gegen Google & Co. blieb vorerst aus, stattdessen stimmten diese sogar dem Verbleib in den Google News zu - aber dieser Frieden hat nun wohl ein Ende: Die VG Media hat nun eine Klage gegen Google eingebracht und will für ihre Mitglieder endlich Geld für die Listung in den Suchergebnissen sehen.
Einer der wichtigsten Google-Angebote für die Aktualität der Suchmaschine waren und sind die Google News, die in den vergangenen Monaten ein wenig untergegangen sind - dabei gehören sie mit zu den wichtigsten Traffic-Lieferanten vieler Newsportale. Doch gerade auf dem Smartphone droht das Angebot ins Hintertreffen zu geraten, so dass Google dem gesamten Angebot nun ein mobiles Facelifting verpasst hat.
Das in die Websuche-App integrierte Tool Google Now könnte schon bald noch mehr nützliche Informationen anzeigen: Google-intern soll aktuell eine Funktion getestet werden die "hyper-local news" anzeigt bzw. diese zum lesen vorschlägt. Dabei handelt es sich um News aus der unmittelbaren Nachbarschaft und basierend auf der Tageszeit und den Interessen des Nutzers.
Am Donnerstag dem 1. August tritt das vor gut 5 Monaten beschlossene Leistungsschutzrecht in Deutschland in Kraft und Google wird alle Quellen aus den Google News entfernen die einem Verbleib nicht zugestimmt haben. Nun, kurz vor knapp, hat auch der Axel-Springer-Verlag - einer der treibenden Kräfte hinter dem LSR - seine Zustimmung zum Verbleib in den News gegeben.