Mit GMail hat Google vor genau 11 Jahren die E-Mail revolutioniert und diese von Outlook wieder zurück ins Web gebracht und hat dabei auch gleich die Notwendigkeit des Löschens abgeschafft. Mit Inbox versucht man seit einigen Monaten nun die automatische Kategorisierung zu verbessern und aus jeder Mail mehr Informationen herauszuholen die dann entsprechend dargestellt werden. Am heutigen 1. April führt Google nun die Smartbox ein, die einige der Funktionen auch in den klassischen Briefverkehr bringt.
Das GMail-Team hat umfangreiche Verbesserungen an der Android-App angekündigt, die vor allem den Nutzern zu gute kommen die mehrere Mail-Accounts mit ihrem Smartphone verwalten. Schon seit Ende vergangenen Jahres kann die GMail-App auch externe Mail-Adressen verwalten, diese waren aber bisher vom normalen Posteingang getrennt und erforderten zur Ansicht einen Account-Wechsel über das Menü. Ab sofort können nun alle Mails zusammen angezeigt und sogar in der berühmten Conversation-Ansicht dargestellt werden.
Google betreibt bereits seit Jahren den Online-Zahlungsdienst Wallet, der vor allem für die Kaufabwicklung der eigenen Produkte via etwa dem Play Store oder auch dem erweiterten Speicher genutzt wird - doch nur sehr wenige Drittunternehmen setzen auf Googles Lösung. Derzeit befindet sich ein neues Angebot mit der Bezeichnung Pony Express in der Entwicklung, mit der eine Zahlungsmöglichkeit für offene Rechnung direkt in den Posteingang von GMail integriert werden soll. Erste Screenshots gibt es bereits.
In den letzten Tagen gibt es einige Probleme mit Apples iCloud, die dazu geführt haben dass viele Apple-Services nicht erreichbar waren und Nutzer sich nicht mit ihrem Apple-Account einloggen konnten. Aktuell gibt es nun ein weiteres Problem, von dem viele GMail-Nutzer betroffen sind: Die iClouod-Server lehnen derzeit Mails von GMail ab oder stellen sie nur sehr verspätet zu.
Seit Jahren ermittelt die US-Justiz gegen Wikileaks und hat dabei auch Google als Datenquelle angezapft. Google hat drei Wikileaks-Mitarbeitern vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass ihre GMail-Konten im Jahr 2012 von der US-Justizbehörde durchsucht worden sind. Google hatte, so wie es die gesetzliche Lage vorschreibt, den Behörden den vollen Zugriff auf diese Konten gewährt, ohne dass die betroffenen Personen darüber in Kenntnis gesetzt wurden. Dieses Verhalten wird nun von Wikileaks kritisiert.
In den vergangenen Monaten und Jahren wurden in China immer wieder einige Online-Angebote von westlichen Firmen gesperrt - auch Google war in der Vergangenheit schon sehr oft davon betroffen. Einige Google-Services, allen voran Blogger und YouTube, wurden immer wieder temporär gesperrt und waren aus dem Riesenreich nicht erreichbar - nun hat es aber erstmals auch GMail getroffen. Googles Mail-Angebot ist bereits seit Ende der vergangenen Woche nicht mehr erreichbar und dürfte dadurch wohl eine signifikante Anzahl von Nutzern verlieren.
Um große Dateien (>25 MB) per Mail zu versenden, bietet GMail seit gut zwei Jahren die Möglichkeit Dateien direkt aus dem Google Drive an eine Mail anzuhängen. Mit dieser Weiche lassen sich zwar alle Grenzen umgehen, doch es benötigt beim Empfänger einige weitere Klicks um den Anhang tatsächlich zu Öffnen und Runterladen zu können. Ab sofort bietet der Drive-Import nun die neue Möglichkeit, dass eine Datei direkt aus dem Online-Speicher an eine Mail angehangen wird - dann allerdings wieder innerhalb der Grenzen.
Das Google Drive inklusive der Apps zum bearbeiten von Dokumenten ist schon längere Zeit mit GMail verzahnt und mit dem letzten Update rücken die beiden Plattformen nun noch näher zusammen: Neben der Möglichkeit, GMail-Anhänge direkt im Google Drive zu speichern und die Drive-Dateien umgekehrt auch an eine E-Mail anzuhängen, gibt es für Office-Dokumente ab sofort nun noch eine dritte Option: Diese Dateien können nun direkt in das Drive gespeichert und automatisch im Editor zur Bearbeitung geöffnet werden.
Schon mehrmals haben diverse Unternehmen versucht, die E-Mail zu verändern und das seit 30 Jahren praktisch unveränderte Konzept neu zu erfinden. Doch selbst Google hat mit GMail bisher nichts grundlegend neues geliefert, jetzt wagt man sich aber zumindest an das Abarbeiten von E-Mails heran und möchte die Vorgangsweise dabei verändern. Mit dem derzeit in Entwicklung befindlichen Produkt Google BigTop sollen Mails nur noch in 3 Bereiche einsortiert werden.
In den nächsten Tagen dürfte Google eine neue Version der GMail-App für Android ausrollen, die dann ebenfalls im neuen Material Design erscheint und damit wieder eine etwas veränderte Oberfläche bekommt. Doch das eigentliche Highlight der App wird es sein, dass mit dieser Version die exklusive Bindung an GMail aufgehoben wird und weitere Mail-Accounts eines beliebigen Anbieters hinzugefügt werden können. GMail wird damit zu einer universellen Mail-App.
In den SSL-Zertifikaten von GMail ist eine neue URL bzw. Subdomain aufgetaucht, die derzeit noch ins Leere führt, aber wieder einmal Raum für Spekulationen über ein neues Angebot bietet. Hinter der Adresse inbox.google.com könnte sich entweder ein alternativer GMail-Client befinden, oder aber auch ein neues Produkt, das alle Benachrichtigungen von anderen Stellen sammelt und diese gebündelt anzeigt.