Viele Nutzer sind von Werbung im Internet genervt und blenden diese über diverse Adblock-Tools einfach aus. Einige andere könnten sich zumindest vorstellen, einen monatlichen Betrag zu zahlen, wenn sie dafür keine Werbung mehr sehen müssen. Genau an diese Gruppe wendet sich Google Contributor, das genau dies ermöglicht. Jetzt wurde die Preisgestaltung in den USA angepasst, da die meisten Nutzer wohl doch nicht uneingeschränkt dazu bereit sind.
Fast 90 Prozent des gesamten Umsatzes erwirtschaftet Google durch Werbeeinnahmen bzw. dem Verkauf von Werbeflächen. Der Löwenanteil des Umsatzes wird dabei von der Google Websuche erwirtschaftet, aber auch andere Web-Angebote, Smartphone-Apps oder Drittseiten über das AdSense-Programm spülen jährlich Milliarden Dollar in die Kassen des Unternehmens. Umso erstaunlicher sind die Zahlen, die Google heute veröffentlicht hat, und die einen Einblick in geblockte Anzeigen geben: Allein im vergangenen Jahr hat man 780 Millionen Anzeigen abgelehnt.
Immer mehr Menschen nutzen beim surfen im Internet einen AdBlocker, mit dem sie die besuchten Webseiten von jeglicher Werbung befreien und so ungestört ihre Inhalte konsumieren können. Das ist natürlich das Gute Recht eines jeden Nutzers, aber verursacht in der Medienlandschaft auch einen gewaltigen Schaden: Laut einer neuen Studie gehen der gesamten Branche allein im Jahr 2015 Werbeeinnahmen in Höhe von 20 Milliarden Euro verloren - und für die nächsten Jahre sieht es noch düsterer aus.
Um auf die immer weiter steigende Verbreitung von Werbeblockern zu reagieren und dem weiteren Verfall von Klickpreisen entgegen zu wirken, hat Google im vergangenen Jahr Contributor vorgestellt. Während sich das Programm im ersten halben Jahr nur in einer Testphase mit wenigen teilnehmenden Webseiten und Nutzern befand, wird es nun für einen deutlich größeren Kreis geöffnet. Allerdings steht Contributor derzeit nur für Nutzer aus den USA zur Verfügung.
Viele Webseiten, insbesondere die großen Webportale, weisen die Nutzer seit längerer Zeit auf verschiedenen Wegen darauf hin dass sie Cookies speichern und fordern eine Einstimmung des Nutzers ein. Dies tun sie aber (natürlich) nicht aus reiner Fürsorge, sondern auf Grundlage einer EU-Richtlinie die eben dies verlangt - und auch Google hält sich seit einiger Zeit an diese. Heute wurden nun alle AdSense-Kunden darüber informiert, dass diese ebenfalls ihre Seiten mit dieser Meldung versehen müssen.
In der vergangenen Woche hatte Google die Kennzahlen für das 1. Quartal 2015 vorgelegt und konnte die Anleger wieder einmal mit einem weiter steigenden Umsatz und Gewinn begeistern. Während die Analysten die Zahlen gut aufgenommen haben, und diese auf dem Papier auch sehr gut aussehen, hat Forbes diese Zahlen nun etwas tiefer analysiert und zeigt eine besorgniserregende Entwicklung auf: Langfristig hat Google mit den weiter sinkenden Werbepreisen ein großes Problem und muss sich dabei ausgerechnet Facebook geschlagen geben.
Normalerweise konzentriert sich das Team von Google AdSense darauf die Banner der Nutzer zu optimieren und neue Formen zu entwickeln um den Webmaster mehr Möglichkeiten zur Monetarisierung des eigenen Contents zu geben. Doch jetzt hat man ein neues Produkt angekündigt, dass auf den ersten Blick so gar nicht zu AdSense passen will: Matched Content. Dabei handelt es sich um eine neue Art von Widget, dass dem Nutzer ähnliche und passende Inhalte auf der eigenen Webseite vorschlägt - ohne dass dabei Geld verdient wird.
Ende vergangenen Jahres hat Google das Contributor-Programm vorgestellt, mit dem sich der Nutzer von AdSense-Bannern "freikaufen" und diese im gesamten Web ausblenden kann. Das Programm befindet sich noch immer in einer frühen Testphase, wird nun aber um eine ganze Reihe von Personen erweitert. Vor wenigen Tagen hat Google weitere Einladungen an Interessierte verschickt, die gegen die monatliche Zahlung ebenfalls ein deutlich werbefreieres Netz bekommen.
Nicht erst seit dem NSA-Skandal setzt Google auf verschlüsselte Verbindungen, hat aus diesem Anlass aber den Turbo eingelegt: Nahezu alle Google-Angebote sind mittlerweile über verschlüsselte Verbindungen erreichbar, doch bisher gab es eine große Ausnahme: Die Anzeigen innerhalb des eigenen Werbenetzwerks. Ab dem 30. Juni möchte man nun auch alle Anzeigen von AdSense bis AdWords über HTTPS-Verbindungen ausliefern und damit auch in diesem Bereich den Nutzern eine erhöhte Sicherheit bieten.