Für Google Chrome hat Google nun eine Extension veröffentlicht, die bei vielen Werbeanbietern die Personalisierung ausschaltet. Viele bieten zwar selbst einen Opt-Out doch dieser ist meistens Cookie basiert und wer hat schon Lust sich bei mehreren Dutzend Anbietern durch die Einstellungen zu klicken. Mit einer kleinen Erweiterung kann man seinen persönlichen Datenschutz verbessern.
Street View

Nach der andauernden heftigen Kontroverse zum Datenschutz in Street View, die Deutschland in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat, macht nun das Ergebnis einer Einzelklage aus den USA die Runde: Google hat einem Ehepaar einen Dollar Schadensersatz gezahlt, weil dessen Privatgrundstück bei den Aufnahmen für Street View unerlaubterweise befahren worden war.

Aaron und Christine Boring aus Pennsylvania sind trotz geringer finanzieller Ausbeute stolz auf ihren "Sieg" über den Suchmaschinenriesen. Vor ein paar Jahren hatte dieser mit einem seiner Fahrzeuge das Grundstück des Ehepaares befahren, obwohl vor der Einfahrt ein Schild mit der Aufschrift "Privatweg. Zufahrt verboten" stand, wie unter anderem Spiegel Online berichtet. Eine Klage folgte im Jahr 2008. Doch statt einen "Entschuldigungsbrief" zu schreiben, wie die Eheleute erwartet hatten, hatte Google bis vor kurzem versucht sein Befahren des Wegs rechtlich zu begründen. Diese Bemühungen waren jedoch letztlich erfolglos, und so erklärte sich der Internetkonzern zur Zahlung der symbolischen Summe bereit.

Vermutlich wird es bei solchen Einzelfällen bleiben, in denen Google tatsächlich fehlerhaftes Verhalten beim Anfertigen seiner Aufnahmen für Street View eingestehen muss.

Privatweg Hinweisschild
Street View

Google wird in Österreich keine Probleme mit Street View haben. Der Datenschutzrat machte den Weg frei, so dass der Dienst ohne Auflagen starten kann. Google muss innerhalb von 4 Wochen aber noch Präzisierungsdaten liefern.

Im Frühjahr wurden die Autos mit einem Bescheid gestoppt und dieser wurde nun aufgehoben. Damit ist es Google wieder erlaubt Fahrten für Aufnahmen zu übernehmen. Da man aber fast nur bei gutem Wetter und Sonne solche anfertigt, werden dieser Jahr wohl keine mehr gemacht. Grund für den Stopp war die Aufzeichnung von öffentlichen WLAN-Netzen wobei auch sogenannter Payload gespeichert wurde. Hier fand man dann auch Passwörter, die zu unverschlüsselten Webseiten im Klartext übertragen werden. Google habe diese Daten bereits gelöscht.

Dieses Jahr wird der Dienst in Österreich wohl nicht mehr starten. Übrigens gibt es auch in Österreich die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Dies ist aber erst nach dem Start über "Ein Problem melden" möglich. Google wird dann das betreffende Haus entfernen und nicht mehr das komplette Panorama. Die Technik, die man in Deutschland einsetzt, werde man in Zukunft weltweit verwenden, hieß es zum Deutschland-Start von Street View.
Street View Der Branchenverband Bitkom hat heute einen Entwurf der Selbstverpflichtung von Anbietern mit Straßenpanoramen dem Innenminister überreicht. An dieser Selbstverpflichtung ist auch Google beteiligt. In Zukunft soll es einfacher werden, Widerspruch einzulegen. Geplant ist eine zentrale Anlaufstelle, die die Widersprüche koordinieren soll. So reicht es dann aus sich an diese zu wenden und sein Haus wird in Street View, Sightwalk und Co. verpixelt. Weiterhin verpflichten sich die beteiligten Unternehmen Gesichter und Kennzeichen zu verpixeln. Auf der Webseite ist der Widerspruch mit wenigen Klicks und auch per Post ist dies möglich. Hierbei muss man den Widerspruch nur noch einmal einreichen und nicht bei jedem Anbieter einzeln. Während Google auch die Adresse für die Verifikation wollte, soll dies bei der gemeinsamen Webseite nicht nötig sein. Hier soll eine Mail-Adresse ausreichen. Google hat die Adressen übrigens nur für den Antrag gespeichert und hat diese wahrscheinlich schon gelöscht. Eine telefonische Beratung soll bei Problem helfen und offene Fragen schnell und verständlich beantworten. Google hat seine Fahrten bis zu 2 Monate im Voraus angekündigt. Diese Frist ist nun auf mindestens einem Monat geändert worden. Die Ankündigung erscheint auf der gemeinsamen Webseite und beim jeweiligen Anbieter. Ein gemeinsames Logo soll auf die Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam machen und auch einen entsprechenden Hinweis soll es geben. Ohne Konsequenzen würde das keinen Sinn machen. Im Entwurf sind auch Sanktionen bei Verstößen vorgesehen und es sind Kontrollen geplant. „Wir haben ein Verfahren vorgeschlagen, das datensparsam und verbraucherfreundlich ist, bei dem Bürger so wenig wie möglich von sich preisgeben müssen. Bei dem ganzen Vorgang hat der Schutz der Privatsphäre absoluten Vorrang“, kommentiert BITKOM-Präsident Scheer. Ob der Innenminister den Vorschlag akzeptiert, ist noch unklar. Den vollständigen Kodex findet man auf der Webseite von Bitkom. Beteiligt sind diese Unternehmen:  Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, ED Encourage Directories, Google, Microsoft, Nokia, Panolife, Panogate sowie als Experten für das Thema Selbstregulierung unterstützt von der Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia e.V. (FSM). Weitere können sich jederzeit anschließen, heißt es von Bitkom.
Street View Das Gezerre um die in Street View unkenntlich gemachten Häuserfassaden nimmt nun bereits physische Ausmaße an: Wie das Nachrichtenportal DerWesten berichtet, wurden am vergangenen Wochenende einige Häuser im Essener Stadtteil Bergerhausen mit rohen Eiern beworfen. Es handelt sich dabei um Gebäude, die auf Anträge der Bewohner hin von Google "verpixelt" wurden. Essen gehört zu den 20 deutschen Städten, für die Street View seit dem 18.11.2010 verfügbar ist. Die Täter suchten sich offenbar ganz bewusst Häuser aus, die auf den von Google bereitgestellten Straßenansichten unkenntlich gemacht worden waren. Die Anwohner berichteten, sie hätten neben den Überresten der geworfenen Eier Zettel mit der Aufschrift "Google's cool" an ihren Briefkästen gefunden. Da es sich beim Eierwerfen nicht um Sachbeschädigung handelt, können die betroffenen Hauseigentümer keine entsprechende Anzeige erstatten, so die örtliche Polizei. Nicht zu Unrecht fragt man sich aber in Essen, was an einer solchen Aktion "cool" sein soll... Street View Essen