Sofort nach dem Bekanntwerden der NSA-Überwachungen sind viele große Internetkonzerne vorgeprescht und zeigten sich selbst geschockt über die angeblichen Abhöraktionen. Glaubt man den neuesten Enthüllungen, war dies damals aber nur die Spitze des Eisbergs - tatsächlich soll die NSA jederzeit Zugriff auf alle Daten von Google, Yahoo! & Co. haben.
Vor wenigen Tagen hat Google angekündigt, in Zukunft Nutzerprofile für Werbeanzeigen verwenden zu wollen, wenn diese ein Produkt positiv bewertet haben. Dieser Plan stößt bei den Nutzern auf wenig Gegenliebe und führt nun zu einem merkwürdigen Protest: Tausender Nutzer ändern ihr Profilfoto auf das Konterfei von Eric Schmidt.
Durch das hauseigene Social Network Google+, YouTube oder auch die Bewertungen auf den Maps hat Google immer sozialen Content, der nicht nur für die Nutzer sondern auch für Werbekunden interessant ist. Durch eine Änderung der Nutzungsbedingungen kann Google diese nun auch optional für die eigenen Produkte verwenden.
Schlechte Nachrichten für alle europäischen Technik-Freaks: Googles Cyberbrille Glass wird hierzulande nicht wie in den USA Anfang 2014, sondern erst mehrere Jahre später erscheinen - wenn überhaupt. Hauptgrund sind vor allem Datenschutzbedenken der europäischen Behörden, aber auch technische Probleme mit der Spracherkennung.
Es gab und gibt wohl kaum Zweifel daran, dass Google tief im PRISM-Skandal drin steckt und einer der wichtigsten Datenlieferanten ist. Nun ist ausgerechnet ein nicht ausreichend geschwärzter Gerichtsbrief der endgültige Beweis dafür dass Google sehr wohl von allem Bescheid wusste - aber bis Heute nicht darüber reden darf.
Die Rolle von Google im PRISM-Skandal ist auch nach mehr als zwei Monaten immer noch nicht ganz klar, aber laut neuesten Enthüllungen dürfte das Unternehmen tiefer darin verstrickt sein als es offiziell zugeben möchte. Für ihre Kooperation und die entstandenen Kosten haben Google, Microsoft & Co. mehrere Millionen Dollar von der NSA bekommen.
Auweh: In einem Statement zu einem aktuell in den USA laufenden Verfahren gegen GMail vertreten Googles Anwälte die Meinung, dass die Nutzer des hauseigenen Mail-Angebots keine Privatsphäre erwarten dürfen. Es sei völlig normal dass Nachrichten auch von Dritten gesehen und daraus Schlüsse gezogen werden.