Computer und Smartphones werden immer leistungsfähiger und werden ständig weiter entwickelt - doch das Tempo hat sich merklich verlangsamt. Experten sind sich einig, dass der nächste große Schritt erst mit den Quantencomputern erreicht werden kann, die bisher aber nur in der Theorie existieren. Das hindert Google aber nicht daran, sich schon jetzt darauf vorzubereiten und im Chrome-Browser eine neue Verschlüsselung zu testen, die selbst diesen Rechengiganten standhalten soll.
Mit Windows 10 hat Microsoft die Assistentin Cortana und die hauseigene Bing-Websuche in den Fokus des Nutzers gerückt und diese direkt in der Taskleiste des Betriebssystems platziert. Bisher ist es, anders als im Browser, nicht möglich den Suchdienstleister für dieses Feld zu ändern und es kommt stets nur Bing zum Einsatz. Die aktuelle Canary-Version von Chrome kann dies nun ändern und die Suchanfragen direkt an Google weiterleiten.
Nachdem bereits viele Google-Dienste auf das Material Design umgestellt worden sind, ist nun auch der Chrome-Browser wieder einmal an der Reihe: Nach und nach wurden in der Vergangenheit bereits kleine Teile auf die neue Designsprache umgestellt, in der Canary-Version des Browsers gibt es nun auch einen ersten Blick auf das neue Design der Downloads-Seite. Diese orientiert sich sehr stark an den Vorgaben und hat ein komplett anderes Aussehen als in der aktuellen Version.
Neben den drei offiziellen Chrome-Channels Stable, Beta und Dev gibt es auch noch die experimentelle Canary-Version des Chrome Browsers. Hier testen die Entwickler immer wieder einmal neue Funktionen bzw. bauen diese nach und nach langsam auf. Nicht alles von dem was im Canary-Channel gezeigt wird schafft es auch in die endgültigen Builds des Browsers, so dass es auch an dieser Stelle ganz interessant sein kann dem Projekt zu folgen. Derzeit gibt es wieder zwei neue Tests bzw. Experimente bezüglich des Designs.
Die letzten Jahre waren im Internet von den Themen Spionage und Sicherheit geprägt und haben vor allem den großen IT-Unternehmen einen kräftigen Image-Dämpfer verpasst. Google hat, so wie viele andere Anbieter auch, daher der Spionage den Kampf angesagt und setzt dabei vor allem auf die standardmäßige Verwendung von sicheren HTTPS-Verbindungen. Zum ersten mal setzt Google nun auch den hauseigenen Chrome-Browser dafür ein, und warnt in dem Canary-Build des Browsers nun vor dem Besuch von jeglicher unverschlüsselter Website.
Die Fehlerseiten von Browsern sind oft sehr steril und langweilig gehalten und liefern dem Nutzer lediglich die Information über das Problem. Googles Entwickler haben sich dem "Problem" nun wieder einmal angenommen und in der Canary-Version von Chrome ein kleines Easteregg integriert, in dem der Nutzer in Form eines Mini-Spiels den schon länger verwendeten Dinosaurier steuern und Punkte sammeln muss.
Seit Ewigkeiten verfügt jeder Browser über einen Cache in dem in der Vergangenheit besuchte Webseiten und deren mediale Inhalte vorübergehend auf der Festplatte abgelegt werden - aber bis auf Medien-Content werden diese praktisch von keinem Browser genutzt. Das Chrome-Team könnte dieses Verhalten nun schon bald ändern und testet im Canary-Build eine Möglichkeit, eine zuvor besuchte Webseite ohne Internetverbindung zu öffnen.
Im aktuellsten Build der Chrome-Spielwiese, Chrome Canary, findet sich eine neue Einstellungsmöglichkeit, die manch einer wohl so niemals für möglich gehalten hätte: Die New Tab-Seite, die normalerweise das Google-Suchfeld und die meistbesuchten Webseiten anzeigt, kann auf Microsofts Suchmaschine Bing mit ihren täglich wechselnden Hintergründen ausgewechselt werden.
Kinder / Jugendliche glauben zwar dass sie das Internet besser verstehen als ihre Eltern - was in den meisten Fällen auch der Wahrheit entspricht - aber dennoch sollten die Erziehungsberechtigten etwas Kontrolle ausüben können. In den neuesten Chrome-Builds ist jetzt eine Funktion aufgetaucht, die mit der Benutzerverwaltung des Browsers genau dies bieten kann.